Tirol: LH Platter: ,,Über 1,5 Millionen Euro für die Regionen sind Investition in Tirols Zukunft“

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Aktuelles aus der Regierungssitzung

Kategorien:  Landesentwicklung Regierung LH Platter LHStvin Felipe LHStv Geisler Energie AutorIn: Bettina Sax
25 Sep 15:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Aktuelles aus der Regierungssitzung

Ob ein BesucherInnenzentrum in der Naturerlebnisregion Brandenberg, der Ausbau der „E-Bike Destination Osttirol“ oder die Einrichtung einer „Bewegungswerkstatt“: „Solche Projekte fördern die regionale Entwicklung. Diese ist für den Standort Tirol als Ganzes wesentlich. Wir stellen daher laufend finanzielle Mittel für Projekte aus unterschiedlichsten Bereichen wie Tourismus, Wirtschaft, Energie oder Nachhaltigkeit zur Verfügung, um deren Umsetzung, Fortbestand oder Weiterentwicklung zu ermöglichen. Denn vielfach wirken sie sich positiv auf Lebensqualität sowie Standortattraktivität aus, sichern Arbeitsplätze und stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit. Die Gelder sind jedenfalls eine Investition in die Zukunft Tirols“, sagt LH Günther Platter. Dementsprechend genehmigte die Tiroler Landesregierung heute, Dienstag, 22 Projekte, für die Landesmittel in Höhe von 368.000 Euro sowie rund 1,18 Millionen Euro aus der EU-Regionalförderung, konkret aus dem Österreichischen Programm für ländliche Entwicklung 2014-2020 (ELER) bzw. dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), bereitgestellt werden. Damit erhalten die Regionen Tirols über 1,5 Millionen Euro.

Geld, das in entlegensten Gebieten ankommt

Klimaschutzlandesrätin LHStvin Ingrid Felipe freut sich besonders über die klimaschutzrelevanten Förderungen in den unterschiedlichsten Regionen: „Viele der Projekte, die im Rahmen der EU-Regionalförderung unterstützt werden, haben lokale Maßnahmen zum Ziel, um die Regionen auf die anstehenden Veränderungen durch den Klimawandel vorzubereiten. Dabei ist es wichtig, dass sich die Projekte nachhaltig entfalten können und langfristig positiv auf die örtliche Entwicklung auswirken. Die Bandbreite ist vielfältig und reicht von der BesucherInnenlenkung mit Fokus auf Naturbesonderheiten und Klimawandel über die Bedeutung der Vielfalt im Wald und der Steigerung der Energieeffizienz bis hin zur Weiterentwicklung von E-Bike-Destinationen.“

Stärkung Region Pitztal und Lechtal-Reutte mit Sonderförderungsprogramm

Auch im Rahmen der Sonderförderungsprogramme des Landes werden die Regionen maßgeblich gestärkt. So werden für den Planungsverband Pitztal rund 252.000 Euro an Landesmitteln zur Verfügung gestellt, für die Naturparkregion Lechtal-Reutte sind es über 118.000 Euro. LH Platter, auf dessen Antrag die Förderung beschlossen wurde, hebt hervor: „Mir ist es wichtig, dass die Regionen Tirols auch in ihrer Unterschiedlichkeit und entsprechend ihrer Stärken bestmöglich unterstützt werden. Die Sonderförderungsprogramme beziehen sich dabei unter anderem auf die Erlebnis- und Freizeitinfrastruktur, die betriebliche Wettbewerbsfähigkeit von Beherbergungsbetrieben sowie die Attraktivierung des Lebensraums als Ganzes.“ Die Mittel fließen unter anderem in die Erweiterung und Qualitätsverbesserung von Hotels sowie in die Förderung zur Errichtung von Photovoltaikanlagen.

Beispiele EU-Regionalförderungen in Tirols Bezirken

Bezirk Reutte: Förderung „Bewegungswerkstatt Reutte“ zur Einrichtung eines Abenteuerspielplatzes.

Bezirk Imst: Förderung „Ötztaler Museen Archivarbeit“ zur Digitalisierung bestehender Literatur und Weiterentwicklung des Archivs.

Bezirk Landeck: Förderung „KLAR! Geschichten erzählen im Kaunertal“ zur BesucherInnenlenkung und Information im Tal – der Fokus liegt auf den Themen Naturbesonderheiten und Klimawandel.

Bezirk Kufstein: Förderung „Begegnung im Baum – Besucherzentrum in der Naturerlebnisregion Brandenberg“, um die Vielfalt des Waldes der Bevölkerung näher zu bringen und eine Informationsplattform zu schaffen.

Bezirk Kitzbühel: Förderung „Klima- und Energieregion“, um die Region Pillerseetal unter Einbeziehung der Bevölkerung und Gemeinden in Sachen Energieeffizienz zu unterstützen.

Bezirk Lienz: Förderung „E-Bike-Destination Osttirol“ zur Weiterentwicklung und Festigung der Region am touristischen Markt.

Bezirk Innsbruck: Förderung „Spielanlage Barrierefrei Mühlbachl/Aussernavis (Wipptaler Themenspielplätze für Generationen)“, um das Angebot für Familien und Kinder überregional zu erweitern – es sollen Orte der Begegnung und des Miteinanders geschaffen werden.

Bezirk Schwaz: Derzeit kein EU-gefördertes Regionalmanagement.

Kurzmeldungen aus der Regierungssitzung

Energiewende: Tirol hat es sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 auf fossile Energieträger zu verzichten und energieautonom zu werden. „Elektrische Energie ist der Schlüssel zur Energiewende. Doch Sonne oder Wasser liefern den Strom nicht immer genau dann, wann er gebraucht wird. Um tages- und jahreszeitliche Schwankungen in der Stromerzeugung auszugleichen und Strom bedarfsgerecht zur Verfügung stellen zu können, müssen wir elektrische Energie speichern“, erklärt Energiereferent LHStv Josef Geisler. Welche Technologien zur Verfügung stehen und wie diese am besten in Tirol eingesetzt werden können, ist Inhalt einer vom Land Tirol geförderten Studie „Energiespeicher Tirol 2050“. Diese wird die verschiedensten Speichermöglichkeiten von der Batterie über das E-Auto bis hin zu Wasserstoff und Pumpspeicherkraftwerke beleuchten. Die Tiroler Landesregierung stellt dafür 97.650 Euro zur Verfügung. Die ersten Teilergebnisse sollen im Herbst nächsten Jahres vorliegen. Eine Untersuchung von Wasser Tirol, Uni Innsbruck und MCI zeigt: Tirol ist grundsätzlich in der Lage, seinen Energiebedarf aus heimischen Ressourcen zu decken und sich selbst mit erneuerbarer Energie zu versorgen, sofern alle in Tirol verfügbaren Energieträger bestmöglich genutzt werden und der Gesamtenergiebedarf merklich reduziert wird. Wie der Weg in die Energieunabhängigkeit 2050 aussehen kann, wird derzeit erarbeitet. Im Gleichschritt werden die Speichermöglichkeiten untersucht.


Quelle: Land Tirol



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