Kärnten: LH Kaiser empfing Sloweniens Präsident Borut Pahor

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Amt d. Kärntner Landesregierung - Symbolbild
© LPD Kärnten
25 Jul 12:00 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Gegenseitiges Bekenntnis, erfolgreichen Weg des Konsenses weiterzugehen – Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr als Chance, europaweit zu zeigen, was durch wechselseitiges Verständnis erreicht werden kann

Klagenfurt (LPD). „Wir werden beide gemeinsam weiter daran arbeiten, die sich insbesondere in den letzten Jahren so positiv entwickelten Beziehungen zwischen Kärnten und Slowenien und in der Bevölkerung konsequent zu verbessern und weiterzuentwickeln. Das friedliche Zusammenleben von slowenisch- und deutschsprechenden Mitbürgern wie auch die grenzüberschreitende und zwischenstaatliche Zusammenarbeit, die auf gemeinsamen Werten und Interessen beruht, sichert unsere gemeinsame Zukunft in der europäischen Familie. Das ist unser Leitmotiv auch bei den neuen gemeinsamen Zielen.“ – So lautet das Fazit der rund einstündigen, freundschaftlichen Besprechung zwischen Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser und Sloweniens Staatspräsident Borut Pahor, den Kaiser heute, Donnerstag, im Amt der Kärntner Landesregierung begrüßen konnte.

Grund für den Besuch Pahors war das Treffen mit Slowenen in Kärnten und die Festsitzung am 10. Oktober, an der sowohl der slowenische als auch der österreichische Staatspräsident, Alexander Van der Bellen, teilnehmen wird.

Kaiser informierte Pahor, dass neben der für sehr viel positives Echo sorgenden spektakulären Mobilen Ausstellung 88 Ausschreibungsprojekte mit insgesamt mehr als 300 Veranstaltungen heuer und im ersten Halbjahr des Folgejahres stattfinden. Diese Projekte mit großer Beteiligung seitens der slowenischen Volksgruppe wurden im Vorfeld durch eine hochkarätig besetzte Fachjury aus insgesamt 132 eingereichten Projekten ausgewählt. Sie werden seitens des Landes Kärnten, Abteilung 14 – Kunst und Kultur mit 2,9 Millionen Euro gefördert. Zur Umsetzung kommen Projekte aus den Kategorien „Kultur: Kunst und Brauchtum“, „Schulen“ sowie „Wissenschaft“. Den dritten Schwerpunkt bilden die offiziellen Feierlichkeiten des Landes Kärnten, welche rund um den 10. Oktober 2020 ihren Höhepunkt finden werden.

Der Landeshauptmann überreichte dem Staatspräsidenten auch persönlich ein Exemplar des aktuellen Berichtes zur Lage der slowenischen Volksgruppe und erklärte ihm, dass die Erarbeitung dieses Berichtes ebenso in der Neufassung der Kärntner Landesverfassung aus dem Jahr 2017 verankert sei, wie die slowenische Volksgruppe selbst. Im Bericht werden vor allem die Umsetzungsmaßnahmen des Landes zum Schutz und zur Förderung der slowenischen Volksgruppe behandelt und statistische Daten aus verschiedenen Bereichen präsentiert.

„Mein und das Ziel des Landes Kärnten ist es, das Bewusstsein für unsere durchaus wechselvolle und kontroverse Landesgeschichte zu stärken. Kärnten soll in der eigenen Bevölkerung, in Österreich, in Slowenien und in Europa als gelebtes Beispiel dafür wahrgenommen werden, wie in einem jahrzehntelangen Prozess aus einstigen Feinden und Vorurteilen Dank eines letztlich unbändigen Versöhnungswillens Freunde mit wechselseitigem Verständnis für den jeweils anderen und ein aufblühendes, in Vielfalt geeintes Land im Herzen Europas wurde. Wir wollen zeigen, was Großartiges möglich ist, wenn man aufeinander zugeht, sein Herz und seinen Geist für die Anliegen anderer öffnet und gemeinsam daran arbeitet, Gräben zu überwinden und Beziehungen zu verbessern“, betonte Kaiser.




Quelle: Land Kärnten



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