Kärnten: LH Kaiser - Wichtige Beschlüsse bei EUREGIO-Vollversammlung in Venedig

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Kärnten

13 Nov 20:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Unter dem Vorsitz von EUREGIO-Präsident Kaiser wurden u.a. ein Nachhaltigkeitspreis, die assoziierte Mitgliedschaft Istriens und die Arbeit an einer engeren Kooperation zwischen den Häfen Venedig und Triest sowie dem Logistic Center Austria South in Villach Fürnitz beschlossen.

Klagenfurt (LPD). Die Mitglieder der EUREGIO „Senza Confini“ trafen heute, Dienstag, unter ihrem Vorsitzenden EUREGIO-Präsident Landeshauptmann Peter Kaiser zu ihrer 15. Vollversammlung in Venedig zusammen. Friaul Julisch-Venetien wurde dabei von Regionspräsidenten Massimiliano Fedriga und der Veneto von Landesrat Federico Caner (stellvertretend für Regionspräsident Lucca Zaia) vertreten.
Im Vorfeld der Versammlung strich Kaiser bei einer Pressekonferenz die Wichtigkeit der internationalen Zusammenarbeit auf Basis der EUREGIO für die einzelnen Regionen hervor. Der Landeshauptmann betonte fünf wichtige Tagesordnungspunkte, die die Kooperationen künftig einfacher machen sollen. „Es ist geplant, in den drei Regionen einen Nachhaltigkeitspreis auszuschreiben. Ziel ist es, die Wichtigkeit der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen hervorzuheben und für die Menschen begreifbar zu machen. Identität und Zukunftsorientierung spielen eine wichtige Rolle“, so Kaiser. Weitere Parameter würden nun erarbeitet und via Presseinformationen und Bewerbung kommuniziert.

Des Weiteren wurden die Statuten der EUREGIO insofern geändert, dass künftig assoziierte Mitgliedschaften möglich seien. „Wir stehen mit der kroatischen Gespanschaft Istrien seit Längerem in Kontakt und nehmen die Region nun als assoziierten Partner auf. Damit arbeiten Vertreter künftig an neuen Projekten mit“, erklärt Kaiser. Ein wichtiger Aspekt ist auch die engere Kooperation der Häfen von Venedig und Triest mit dem Logistic Center Austria South in Villach Fürnitz. Es sei geplant, dass die Verkehrsreferenten weitere Schritte unternehmen würden, um eine Kooperation weiter zu intensivieren.

Einen Beschluss gab es auch dafür, bestehende Hindernisse und Hemmnisse zwischen den Regionen zu identifizieren und schließlich abzubauen, sodass die Effizienz der Arbeit gesteigert wird. Als Beispiel führte Kaiser etwa die Katastrophenschutzübung Airplane Crash im September 2019 in Kärnten an, in der eng mit Slowenien und Friaul-Julisch Venetien zusammengearbeitet worden sei. So sei etwa eine Regelung bezüglich des grenzüberschreitenden Einsatzes von italienischen Löschflugzeugen getroffen worden.

„Es konnten Probleme erkannt werden, die nun gelöst wurden“, meinte der Landeshauptmann. Als letzten Punkt führte der EUREGIO-Präsident an, künftig die Synergien der Universitäten noch besser nutzen zu wollen. Die Alpen Adria Rektorenkonferenz hat ihren Sitz in Klagenfurt.

Auch Fedriga und Caner begrüßten die beschlossenen Punkte als Initiativen, die wichtig seien und die Regionen voranbringen würden. „Es ist uns eine Ehre, die Gespanschaft Istrien im Kreis der Arbeitsgruppe begrüßen zu können“, so Caner.

Seit 2012 gibt es die trilaterale Kooperation. Im Juli 2019 übernahm Sandra Sodini für die kommenden drei Jahre die Direktion. Als Direktorin der Euregio „Senza Confini“ übernimmt Sodini zukünftig die Organisation und die operative Verwaltung des EVTZ (Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit) sowie die operative Umsetzung der beschlossenen Arbeitsprogramme.



Quelle: Land Kärnten



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