Vöcklabruck: Kosovarisches Brüderpaar (15,18) nach wilder Rauferei festgenommen

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Festnahme - Symbolbild
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20 Feb 15:32 2019 von Gerhard Repp Print This Article

Am 6. Februar 2019 gegen 18:30 Uhr erstattete ein Anrainer telefonisch bei der Polizei wegen einer offensichtlichen Schlägerei Anzeige. Die am Vorfallsort eintreffenden Beamten konnten sechs teils amtsbekannte Jugendliche wahrnehmen. Ein 18-jähriger Kosovare lag zu jenem Zeitpunkt im Schnee und wirkte, zumindest dem Anschein nach, äußerst benommen.

Obwohl Spuren einer Auseinandersetzung zu sehen waren, gaben die Jugendlichen den Beamten gegenüber an, dass nichts passiert sei. Das Nachfragen der Beamten dürfte die Jugendlichen derart gestört haben und diese wurden daraufhin äußerst beleidigend und beschimpften die Beamten aufs Gröbste. Daraufhin wurde der, 18-Jährige nach mehrmaligen Abmahnungen vorläufig festgenommen und auf die Polizeiinspektion verbracht. Zeitgleich kamen zwei weitere Jugendliche zur Polizeiinspektion, die angaben, bei dem Raufhandel verletzt worden zu sein. Da einer der beiden eine stark blutende Kopfwunde aufwies, wurde die Rettung verständigt. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Festgenommenen um den eigentlichen Haupttäter zu handeln schien.

Der 15-jährige Bruder des Festgenommenen, der sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls auf der Polizeiinspektion aufhielt, bedrohte daraufhin den verletzten Jugendlichen mit dem Umbringen. Daraufhin wurde auch dieser festgenommen.

In Folge Ermittlungen konnte erhoben werden, dass auch die beiden vermeintlichen Opfer aktiv am Raufhandel beteiligt waren und mitunter beschuldigt wurden, den Haupttäter mit acht Stichen, verursacht durch einen Spitzbohrer, am Körper verletzt zu haben. Grund der Auseinandersetzung dürfte eine vom Haupttäter behauptete fehlende Loyalität der beiden Verletzten ihm gegenüber gewesen sein. Nachdem der 18-Jährige im Verwahrungsraum seinen Rivalen mit dem Umbringen bedrohte, wurde dieser über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wels in die Justizanstalt Wels eingeliefert. Allen aktiv Beteiligten wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Die am Tatort aufgefundenen Tatmittel, Kantholz, Schneeschaufeln und Schlagring, wurden sichergestellt. Der Spitzbohrer, sowie ein Schalungshammer, welcher ebenfalls in Verwendung gewesen sein soll, haben die vermeintlichen Opfer laut eigenen Angaben im nahegelegenen Bach versenkt. Alle Beteiligten wurden der Staatsanwaltschaft Wels angezeigt.



Quelle: LPD Oberösterreich



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