Wien: Kaup-Hasler/Hanke/Margulies - Enormes Interesse an Arbeitsstipendien für freischaffende KünstlerInnen und WissenshaftlerInnen

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Wien

19 Mai 23:00 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Stadt Wien stockt Budget Arbeitsstipendien von 3 Mio. auf 6,3 Mio. auf +++ 2.310 Anträge werden positiv behandelt

Ende März hat die Stadt Wien Kultur (MA 7) die Einrichtung von Arbeitsstipendien angekündigt, mit dem Ziel, freischaffenden KünstlerInnen wie auch WissenschaftlerInnen die Fortführung ihrer künstlerischen und wissenschaftlichen Tätigkeit zu ermöglichen. 2.591 Personen haben von diesem Angebot Gebrauch gemacht, 2.310 Anträge bzw. 90 Prozent wurden schließlich von den zuständigen FachreferentInnen für eine Förderung ausgewählt.

Das Budget für die Arbeitsstipendien war ursprünglich mit 1 Mio. Euro dotiert und wurde später auf 3 Mio. Euro aufgestockt. „Ich freue mich, nun weitere 3,3, Mio. Euro den politischen Gremien zur Abstimmung vorlegen zu können, damit die Kulturabteilung ehebaldig mit den Zusagen und Auszahlungen beginnen kann. Somit werden insgesamt 6,3 Mio. für Arbeitsstipendien ausbezahlt“, betont Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. „Der große Bedarf zeigt auch, wie wenig die Maßnahmen der Bundesregierung greifen, wie wenig sie die Lebensrealität der im Feld der Kultur Arbeitenden im Blick haben. Die Bundesregierung ist jetzt gut beraten, unverzüglich ähnliche Instrumente wie die Arbeitsstipendien zu entwickeln, die zielgerichtet bei den Kunstschaffenden ankommen. Das braucht es jetzt dringend und mehr denn je“.

Die Stadträtin dankte in diesem Zusammenhang auch den MitarbeiterInnen der Kulturabteilung für den enormen Mehraufwand, den sie zusätzlich zum üblichen Arbeitsvolumen zu bewältigen hatten. „Zu den vielen Ansuchen im regulären Förderbetrieb haben die MitarbeiterInnen jetzt noch die Abwicklung von 2.591 Arbeitsstipendien zu bewältigen. Das ist mehr als beeindruckend, ihnen allen gebührt mein Dank und meine Wertschätzung“, so Kaup-Hasler.

„Wien hat in der Corona-Krise rasch reagiert und hat – neben weiteren Maßnahmen – mit der Einrichtung von Arbeitsstipendien eine Maßnahme gesetzt, die die Kunstschaffenden nicht zu Bittstellern macht, sondern künstlerische Arbeits- und Lebensformen unterstützt. Wir stellen damit beträchtliche Mittel zur Verfügung und zeigen damit den Stellenwert der Kulturschaffenden für unsere Stadt“, ergänzt Finanzstadtrat Peter Hanke.

„Mit der Aufstockung um mehr als 3 Millionen Euro stellt rot-grün sicher, dass jetzt unmittelbar mit der Auszahlung der Arbeitsstipendien begonnen werden kann. Das ist ein wichtiger Impuls für das Kulturleben in der Stadt und bietet vielen Kulturtreibenden die nötige Unterstützung, um über die schwere Zeit zu kommen“, so der Kultursprecher der Grünen Wien, Martin Margulies

Wie es weiter geht

Die Arbeitsstipendien werden in den Sparten Film, Literatur, Musik und Stadtteilkultur, Wissenschaft, Theater und Bildende Kunst vergeben und wurden spontan als Maßnahme für die Zeit der Coronakrise konzipiert. Antragsberechtigt waren Personen, die u. a. von der Kunst leben, ihren Hauptwohnsitz in Wien haben und auf eine Beschäftigung im Kulturbereich angewiesen sind.

Die ersten Zusagen erfolgen mit heutigem Tag, die gesamte Abwicklung wird jedoch aufgrund der Fülle der Einreichungen einige Zeit in Anspruch nehmen. Daher wurde eine Hotline unter der Tel.Nr. 4000-84750 eingerichtet, wo man die Anspruchsberechtigung abklären kann (Mo-Fr 10.00 Uhr - 15.00 Uhr, ab 19. Mai).


Arbeitsstipendien nach Sparten

Betrachtet man die Aufteilung der Arbeitsstipendien nach Geschlecht, ergibt sich ein geschlechtlich ausgewogenes Bild: 1.148 Frauen und 1.162 Männer werden jeweils ein Arbeitsstipendium erhalten.

Die Verteilung nach Sparten: Spitzenreiter mit 741 Zusagen (860 Einreichungen) ist die Bildende Kunst. Gefolgt von Musik und Stadtteilkultur, das in einem Referat zusammengefasst ist: Hier wurden 585 Zusagen bei 640 Anträgen getroffen. Der Theaterbereich verzeichnet 348 Zusagen (372), der Film 247 (293) und die Literatur 265 (280). Den Abschluss macht das Wissenschaftsreferat mit 124 Zusagen (146).


Quelle: Stadt Wien



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