Kärnten hat neue Leiterinnen und Leiter für Kindergärten und Horte

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Zertifikatsverleihungen IBB Leitungslehrgänge der Kindergarten- und Hortpädagogeninnen mit LH Dr. Peter Kaiser.©fritzpress,
Foto: LPD/Walter Fritz
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Zertifikatsverleihungen IBB Leitungslehrgänge der Kindergarten- und Hortpädagogeninnen mit LH Dr. Peter Kaiser.©fritzpress,
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Zertifikatsverleihungen IBB Leitungslehrgänge der Kindergarten- und Hortpädagogeninnen mit LH Dr. Peter Kaiser.Dr. Gerald Salzmann, Elena Hofer, LH Dr. Peter Kaiser, jonathan Kugler, KGInsp. Iris Raunig.©fritzpress,
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Zertifikatsverleihungen IBB Leitungslehrgänge der Kindergarten- und Hortpädagogeninnen mit LH Dr. Peter Kaiser.LH Dr. Peter Kaiser, jonathan Kugler, KGInsp. Iris Raunig.©fritzpress,
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15 Okt 07:00 2018 von Gerhard Repp Print This Article

LH Kaiser überreichte Zertifikate an Kindergarten-, Hortpädagoginnen und -Pädagogen - Leitungsfunktion in der Frühpädagogik geht mit hoher Verantwortung einher - Männer für Elementarpädagogik gesucht

Klagenfurt (LPD). Im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung erhielten gestern, Donnerstag, Absolventinnen und ein Absolvent des Leitungslehrganges für Kindergarten- und Hortpädagoginnen und -Pädagogen ihre Zertifikate von Landeshauptmann Peter Kaiser. 52 Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer des Leitungslehrganges sind damit befähigt, eine Kinderkrippe, einen Kindergarten oder einen Hort zu leiten. Die Anforderungen dafür sind im Kärntner Kinderbetreuungsgesetz festgelegt, die Lehrgänge werden vom Institut für Bildung und Beratung (IBB) durchgeführt, umfassen 160 Unterrichtseinheiten und dauern berufsbegleitend ein Jahr.

Landeshauptmann Peter Kaiser hielt in seiner Rede fest, dass die Elementarpädagogik der größte Schlüssel und der wichtigste Bereich für die künftige Entwicklung der Gesellschaft sei. "Sie sind die wichtigsten Verantwortungsträger, sie entscheiden mit, was in Kärnten in den nächsten Jahrzehnten passieren wird. Denn Sie beeinflussen, wofür sich unsere Heranwachsenden interessieren, wie sie ihre Neugier ausleben und welchen Bildungsweg sie einschlagen werden", betonte Kaiser in seiner Ansprache vor rund 100 Gästen im Spiegelsaal.

Kaiser erklärte, dass er weiterhin alles dazu beitragen werde, dass der gesellschaftliche Wert der Elementarpädagogik steigt. "Es ist nicht einzusehen, dass der Wert der Betreuung und der Beschäftigung mit dem Alter der Kinder abnimmt. Die Bedeutung für all jene, die unsere Kinder betreuen, sie lehren und weiterbilden, egal ob Kleinkind, Kind, Jugendlicher oder Student, muss in der Gesellschaft gleich hoch sein", so Kaiser.

Der Landeshauptmann sprach in diesem Zusammenhang auch einen großen Nachteil im gesamten Berufsbereich der Elementarpädagogik an. "Den Männermangel werden wir nicht hinnehmen. Nur rund 1 % der Beschäftigten in der vorschulischen Kinderbetreuung sind Männer. Das Land wird die Imagekampagnen für den Beruf Kindergärtner fortführen. Trotzdem ist eine Entspannung erst in fünf, sechs Jahren zu erwarten", sagte Kaiser. Es sei weiters möglich, das Zivildienstgesetz dahingehend abzuändern, dass junge Männer ihren Zivildienst auch im Bereich der Elementarpädagogik leisten könnten.

Das Land selbst habe mit der Initiative des Kinderstipendiums jetzt die ersten Schritte gesetzt, damit es in Kärnten allen Eltern möglich ist, ihr Kind in Kindergärten, Tagesstätten oder Kinderkrippen betreuen zu lassen. "Kinderbetreuung darf keine Frage der Leistbarkeit sein. Jedes Kind in diesem Land ist gleich viel Wert und muss Zugang zu Betreuungseinrichtungen haben", erklärte Kaiser die Ziele des Landes. Im ersten Schritt übernimmt das Land Kärnten 50 % der durchschnittlichen Betreuungskosten. Eltern ersparen sich damit zwischen 231 und 1154 Euro pro Jahr und Kind. Ab dem Jahr 2019/20 werden die durchschnittlichen Kosten für die Betreuung in Kindergärten, Tagesstätten oder Kinderkrippen zur Gänze vom Land übernommen werden.

Die Absolvierung des Lehrganges ist ein Beitrag zur Qualitätssicherung und zur Professionalisierung der vorschulischen und außerschulischen Betreuung der Kinder und Jugendlichen. "Sie sind diejenigen, die Entscheidungen treffen müssen, die Veränderungen herbeiführen. Sie sind das Herzstück in ihrem Betrieb. Ich gratulieren allen, die den Lehrgang geschafft haben und nun eine Kinderbetreuungsstelle leiten", sagte Iris Raunig, die Kindergarteninspektorin des Landes. Begrüßt wurden die Absolventen und ihre Familien vom Geschäftsführer der IBB, Gerald Salzmann.

Das Institut für Bildung und Beratung (IBB) ist Bestandteil des 2002 gegründeten gemeinnützigen Vereins "Kärntner Kinderbetreuung" mit dem Ziel, Aus-, Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen für Pädagogen/innen in den verschiedenen elementaren und außerschulischen Bildungsinstitutionen anzubieten. Im Leitungslehrgang werden vor allem die Bereiche Kommunikation, Konfliktmanagement, Personalmanagement und Teamentwicklung, Organisationsformen von Bildungseinrichtungen, rechtliche und betriebswirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie die Eltern- und Öffentlichkeitsarbeit thematisiert. Angesprochen, den Leitungslehrgang zu absolvieren, sind Kindergarten- und Hortpädagogen, Lehrer in Horten, und Erzieher, welche die Voraussetzungen für die Leitung einer Kinderkrippe, eines Kindergartens oder eines Hortes erwerben wollen und bereits in einer dieser Institutionen tätig sind.

https://www.ibb-bildung-beratung.at




Quelle: Land Kärnten



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Gerhard Repp

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