Kärnten: Land verlieh Innovations- und Forschungspreis

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KWF
Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten 2018
Preisverleihung mit Mag. Sandra Venus, Dr.Erhard Juritsch, LH Dr. Peter Kaiser mit Vertretern der Firma Tribotecc GmbH..©fritzpress,
Foto: KWF/Fritzpress
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Innovations- und Forschungspreis des Landes Kärnten 2018
Preisverleihung..Sandra Venus, Martin Kohlmayr, Daniela Willer, Erhard Juritsch, Walter Nadrag, Gaby Schaunig, Christoph Herzeg, Constantin Kuchler..©fritzpress,
Foto: KWF/Fritzpress
01 Dez 06:00 2018 von Redaktion Salzburg Print This Article

Innovations- und Forschungspreis zeigt Kraft der Kärntner Unternehmer - LH Kaiser und LHStv.in Schaunig zeichneten heute Sieger aus - Betriebe aller Größen sind Motor für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit im Land - F&E-Quote auf 4 % steigern

Zum 27. Mal wurde heute, Donnerstag, der Innovations- und Forschungspreis des Landes verliehen, die höchste Auszeichnung, die das Land in diesem Bereich vergibt. In drei Kategorien konnten Landeshauptmann Peter Kaiser und Landeshauptmannstellvertreterin Gaby Schaunig im Klagenfurter Lake Side Park die Unternehmer für ihren Innovationsgeist und ihre Forschungstätigkeit auszeichnen.


Landeshauptmann Peter Kaiser hob in seinem Statement die Positionierung Kärntens als Forschungsland heraus. Die Entwicklung der F&E-Quote im Land Kärnten zeigt laut Kaiser ein höchst erfreuliches Bild. Gemessen am Bruttoregionalprodukt wurden in Kärnten 585 Milliarden Euro für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten ausgegeben (2015). Das sind rund 3,12 %. 2013 lag der Wert noch bei 2,8%. Kärnten gelte laut Kaiser auch als Musterregion innerhalb der Regionen Europas durch beispielsweise die positive Entwicklung in der Digitalisierung. "Wir liegen als Technologiestandort unter den Top 15 der Europäischen Regionen, wir sollten die Top 10 anstreben. Mit dem Anstieg der F&E-Quote auf 3,12% wird zudem honoriert, was wir schon 2013 formuliert haben. Bis 2023 sollten wir die magische Ziffer von 4 % knacken. Das werden wir mit gemeinsamer Kraft schaffen. Viele Ideen und Innovationen provozieren neue Innovationen", so der Landeshauptmann. Zudem werde im aktuellen Bundesländerranking der Bank Austria Kärnten ein Wirtschaftswachstum von 3,2 % beschieden.

Die Bewertung für die Vergabe des Innovationspreises nahmen sieben Jurymitglieder unter dem Vorsitz von Werner Scherf vom CTR unabhängig voneinander nach einem Punktesystem vor, die endgültige Reihung erfolgte bei einer gemeinsamen Jurysitzung. Scherf bedanke sich in seiner Rede beim Land und beim KWF für das Preisgeld und die Durchführung. "Die Einreichungen weisen eine hervorragende Qualität auf und machen die Innovationskraft unserer Betriebe sichtbar. Wir zeichnen heute Betriebe aus, die eine außerordentliche F&E-Kraft aufweisen, die Mut, Ideen und Entwicklungskraft beweisen", so Scherf.
In der Kategorie Kleinstunternehmen ging "myAcker GmbH" aus dem Mölltal als Sieger hervor, eine Web-Plattform zur Erstellung eines eigenen virtuellen Gemüsegartens, in dem real gepflanzt und geerntet wird.

In der Kategorie Klein und Mittelunternehmen erhielt die "Sico Technology GmbH" aus Bleiberg-Kreuth den Innovationspreis für das Projekt "Siliziuminjektor für die Halbleiterfertigung". Die Sico be- und verarbeitet Quarzglas, Silizium und Keramik.
Der Innovationspreis in der Kategorie Großunternehmen ging an die Tribotecc GmbH in Arnoldstein, einem globalen Experten für Spezialitätenchemie im Bereich von Industrieanwendungen.
Schließlich wurde auch heuer wieder der Spezialpreis "Innovationskultur" vergeben und ging an die Hirsch Armbänder GmbH für "Soft as Stone - das ungewöhnliche Uhrenarmband" und an die S.A.M Kuchler Electronics GmbH für das Projekt "S.A.M Slicer Soft- und Hardware 4.0 - Frische ohne Wartezeit". Hirsch entwickelte ein nachhaltiges, weiches Produkt aus Stein, das sich als Uhrenarmband produzieren und verwenden lässt. S.A.M beschäftigt sich in der dritten Generation mit der Entwicklung und Herstellung von Lebensmittel-Schneidemaschinen auf elektronischer Basis.

Den Innovations- und Forschungspreis des Landes gibt es seit 1991. Seit 2004, also seit 15 Jahren, ist der KWF im Auftrag des Landes Veranstalter, mit dem Ziel, das Forschen und Entwickeln in den Betrieben anzuspornen, um damit auch den Wohlstand des Landes zu sichern. 33 Einreichungen gab es heuer, im Vorjahr waren es 21. Prämiert wurden abgeschlossene Entwicklungen, die zu neuen Produkten, Verfahren oder Dienstleistungen geführt haben und die bereits auf den Markt gebracht wurden. Der Firmensitz oder die Betriebsstätte muss sich in Kärnten befinden.

Die Dotierung 2018 betrug 59.000 Euro. Die Sieger erhalten nicht nur eine hochwertige Skulptur, die von den gebürtigen Ferlachern Nicole und Helmut Schmid entworfen und der HTL Wolfsberg gefertigt worden ist, sondern auch eine gerahmte Urkunde, eine exklusive Preisträgersignatur, eine Bildtafel als Blickfang im eigenen Unternehmen, einen rd. zwei Minuten langen ORF-Beitrag in Kärnten Heute, den der Betrieb im Anschluss weiter verwenden darf, sowie Pressefotos von der Preisverleihung.

Aber auch die Nominierten in den drei Kategorien sowie für den Spezialpreis gehen nicht leer aus. Sie erhalten ebenfalls einen ORF-Beitrag für eigene Werbezwecke, eine Urkunde, die Bildtafel und jeweils eine Prämie von 1. 500 Euro für die Inanspruchnahme von externen Forschungs- und Entwicklungsleistungen.

Für den Staatspreis Innovation, den das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort vergibt, und den KMU-Preis "Eco-Novius" sowie den Sonderpreis "Verena" (Preis für Energie-Themen) wurden folgende Kärntner Unternehmen nominiert: Knauf AMF Deckensysteme GmbH aus Ferndorf, MAI International GmbH aus Feistritz/Drau, MM Matratzen Manufaktur GmbH aus St. Andrä, die Sico Technologie GmbH aus Bleiberg-Kreuth und die Tribotecc GmbH aus Arnoldstein.

Die KWF-Vorstände Erhard Juritsch und Sandra Venus konnten bei der Vergabe des Innovationspreises unter anderen Landtagspräsident Reinhart Rohr, die Abgeordneten Christian Benger und Gernot Darmann, Claudia Mischensky von der Industriellenvereinigung, Hans Schönegger von der Kärntner Beteiligungsverwaltung und Bildungsdirektor Robert Klinglmair begrüßen.

Alle Nominierungen unter: www.kwf.at/innovationspreis




Quelle: Land Kärnten



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