Känten - LR Benger: Nahversorger investierten 2017 rund 750.000 Euro

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Foto: Büro LR Benger
08 Jän 14:51 2018 von Gerhard Repp Print This Article

Nahversorgerförderung: Verhältnismäßig geringer Förderaufwand mit großer Wirkung - 47 Nahversorger und 176 Mitarbeiter in Tälern und Gemeinden abgesichert

Klagenfurt (LPD). „Wo Menschen leben, muss auch die Versorgung sichergestellt sein. Nahversorger können ohne die öffentliche Hand kaum bestehen. Deshalb unterstützen wir sie bei Investitionen und Personalkosten. Sie sichern Arbeitsplätze und erlangen für die Menschen vor Ort wieder mehr Bedeutung“, fasst LR Christian Benger heute, Montag, zusammen. Die Nahversorger-Förderung habe laut Benger einen enormen Mehrfachnutzen: für den Betrieb, die Mitarbeiter und die Bewohner im jeweiligen Umkreis. „Nahversorger sind nicht nur Versorger, sondern immer mehr Kommunikationszentren im Ort“, bekräftigt Benger.


Die Nahversorgerförderung 2017 wurde von Seiten des Wirtschaftsreferates mit 200.000 Euro aufgestellt und um einen Regionalitäts-Bonus ergänzt. Erstmals konnten Fleischereien und Bäckereien um die Förderung ansuchen. „Das Ziel ist klar: der regionale Wirtschaftskreislauf muss in Schwung bleiben und die Lebensqualität in den Tälern und Gemeinden muss erhalten werden. Zudem sichern wir die Arbeitsplätze in den Tälern und Gemeinden“, sagt Benger.


Voraussetzung für eine Nahversorgerförderung ist die Mitfinanzierung durch die jeweilige Gemeinde. Damit sei laut Benger sichergestellt, dass der Nahversorger vor Ort auch eine wichtige Rolle spielt. Nutzen konnten die Nahversorger-Förderung 2017 Geschäfte bis maximal zehn Mitarbeitern und einem maximalen Nettoumsatz von bis zu einer Million Euro.


47 Nahversorger haben 2017 die Förderung bis dato erhalten und in Summe 750.000 Euro in ihre Geschäfte bzw. in die Arbeitsplätze investiert, da nicht nur Investitionen sondern auch Arbeitskräfte mit der Förderung unterstützt werden. Seitens des Landes wurden die Aktivitäten mit 117.000 Euro gefördert, zusätzlich flossen 346.775 Euro von allen betroffenen Gemeinden, wobei der Dorfladen Fresach alleine mit über 100.000 Euro von der Gemeinde unterstützt wurde.


Diese 47 Nahversorger sichern damit auch 176 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort ab.

Für 2017 standen im Wirtschaftsreferat 200.000 Euro zur Verfügung, noch sind nicht alle Förderansuchen abgewickelt.


Schon 2016 wurde die Nahversorgerförderung ins Leben gerufen und wurden 60 Nahversorger in Kärnten unterstützt, die gemeinsam einen Nettoumsatz von 31 Millionen Euro aufweisen. Außerdem konnten mit der Förderung 242 Mitarbeiter abgesichert werden. Die jeweiligen Gemeinden haben den Landesbetrag mit 176.000 Euro aufgestockt. In Summe haben die Nahversorger 2016 rund 455.000 investiert.

Immer mehr Gemeinden wünschen sich wieder einen Nahversorger, oder sind dabei, einen bestehenden Nahversorger zu unterstützen, weil die Kosten für die kleinen Geschäfte die Einnahmen übersteigen. Die Bedeutung der Nahversorger ist leider erst ins Bewusstsein gerückt, als die vielen kleinen Geschäfte ihre Pforten geschlossen haben.


Raimund Haberl, Spartenobmann Lebensmittelhandel in der Wirtschaftskammer Kärnten: „Die Überlebensschwelle für das kleine Geschäft am Land muss durch Förderungen oder kommunale Initiativen nach unten gedrückt werden.“ Studien der Wirtschaftskammern anderer Bundesländer belegen: 99 Prozent der Bevölkerung ist die klassische Nahversorgung (wieder) wichtig oder sehr wichtig – und somit ist diese aus dem heutigen Wirtschaftskreislauf nicht mehr wegzudenken.


Nahversorgerförderung des Landes 2017 nach Bezirken gegliedert :

  • Feldkirchen: 6 Fälle; 22.000 Euro
  • Hermagor: 8 Fälle; 17.000 Euro
  • Klagenfurt & -Land: 4 Fälle; 9.000 Euro
  • Spittal: 8 Fälle; 20.500 Euro
  • St. Veit: 11 Fälle; 20.500 Euro
  • Völkermarkt: 2 Fälle; 5.500 Euro
  • Villach und -Land: 3 Fälle; 10.000 Euro
  • Wolfsberg: 5 Fälle; 12.500 Euro

Quelle: Land Kärnten



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