KLEIDER MACHEN LEUTE …

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Foto: Jordi Miranda / Wagenbauanstalt Hamburg
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21 Nov 16:52 2018 von Gerhard Repp Print This Article

Nach mehr oder weniger kalten Wintermonaten ist spätestens ab April das unumstößliche Motto eines jenen Oldtimerliebhabers: Raus, nur raus aus der Werkstatt, hinein in die frische Frühlingsluft und – wie im vorliegenden Fall – hinein ins offene Cabrio-Vergnügen!

Der heißgeliebte und sorgsam umhegte Klassiker, eine Replika des 1966er Porsche Speedster, mit dem sein Halter Sascha und Oliver von der Wagenbauanstalt Hamburg schon in halb Europa – neben Amsterdam und London auch beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans unterwegs waren, steht zwar noch im Winterquartier, scharrt jedoch schon ganz aufgeregt mit den Hufen und sehnt den Moment, wo er wieder auf die Straße kann, freudig herbei. Einziger Wermutstropfen: Ohne Motor ist das ganze Unterfangen allerdings nicht realisierbar, weil sich das Triebwerk seit zwei Jahren in einer Revision befindet und Probleme ohne Ende bereitet. Von wegen, er fährt und fährt und fährt. Wenn er doch nur könnte!

Während dieser schier endlos langen zwei Jahre hat Sascha seinen „Rosthaufen“ so sehr vermisst, dass er den Speedster zusammen mit Oliver kurzerhand hinter einen fast 600 PS starken 570S McLaren geschnallt haben, um eine Tour durch das Hamburger Umland zu machen.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um eine Vintage-Speedster-GFK-Karosserie, die auf ein gekürztes 1966er-Käfer-Chassis montiert ist. Während die Achsen von CSP (mit Hauptsitz in Bargteheide) stammen, sind die Bremsen (O-Ton) „groß“, will sagen, der zur Verfügung stehenden Leistung angepasst. Zum neuen Triebwerk nur diese Information: das Aggregat ist wassergekühlt und nicht dem VW-Regal entnommen!

Aus einer Bierlaune heraus entstand die „Lackierung“, bei der der Rost nur auflackiert ist. Eine Graumetallic-Originalfarbe im Bestzustand ziert den Speedster von Hause aus. Um den Rost-Look in den Vordergrund zu rücken, hat Oliver von der Wagenbauanstalt eine Folie – anders als das herkömmliche Klebefolieverfahren – aufgespritzt und auf dieser Folie dann mit verschiedenen Mitteln den gewünschten California-Barnfind-Look erzeugt. Immerhin bedeutet die Umgestaltung des Lacks etwa 14 Tage Arbeit. Der Rost ist nämlich aus Eisenoxyd erzeugt, also mithin echt und unversiegelt! Auf diese Weise „lebt“ die Lackierung des Autos, die ihr Aussehen quasi täglich verändert. Speziell nach jedem Regentag präsentiert sich der Wagen anders. Eine nicht zu unterschätzende Meisterleistung.


Quelle: Jordi Miranda / Wagenbauanstalt Hamburg



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Gerhard Repp

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