Kärnten: Integrationskonferenz im Zeichen von ,,gemeinsam.arbeiten“

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Amt d. Kärntner Landesregierung - Symbolbild
© LPD Kärnten
14 Nov 07:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

LR.in Schaar: Land Kärnten bei Arbeitsmarktintegration österreichweit Vorbild

Klagenfurt (LPD). Die 5. Integrationskonferenz des Landes Kärnten fand gestern, Dienstag, am Abend, unter dem Motto „gemeinsam.arbeiten“ mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik, Verwaltung, der Interessensvertretungen, der Institutionen und Organisationen, Vereinen sowie Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Integration im Jugendgästehaus Cap Wörth in Velden statt.
„Die jährliche Integrationskonferenz liefert einerseits fachlichen Input, indem ein Überblick über die Maßnahmen des Landes im Bereich der Integration geliefert werden. Andererseits dient die Veranstaltung der Diskussion, dem Austausch, der Vernetzung und der gemeinsamen Bearbeitung gesellschaftspolitisch relevanter Themen, aktueller Entwicklungen und auch spezifischer Problemfelder“, betonte Integrationsreferentin Landesrätin Sara Schaar, die die Konferenz eröffnete und sich bei allen Menschen, die im Integrationsbereich tätig sind, für die „alltägliche, im Dienst der Gesellschaft geleistete Arbeit“ auch bedankte.

Auch die Abteilungsleiterin der Abteilung 13 – Gesellschaft und Integration, Barbara Roschitz, wandte sind in ihrer Begrüßungsrede an die zahlreich erschienenen Stakeholder aus dem Integrationsbereich. Sie gab bekannt, für das Land auch im Jahr 2020 eine stabile Budgetlage ohne Kürzungen im Integrationsbereich in Aussicht stellen zu können.

Die Keynote bei der Konferenz hielt Isabella Skrivanek von der Donau Universität Krems. Sie beleuchtete die Situation von Migrantinnen und Migranten am österreichischen Arbeitsmarkt im internationalen Vergleich – mit den Ländern Schweden und den USA. Darauf aufbauend referierte Wolfgang Haberl vom Arbeitsmarktservice Kärnten über „Herausforderungen und Perspektiven bei der Arbeitsmarktintegration“.
Kärnten hat hier – im Vergleich zu anderen Bundesländern – ein Erfolgsmodell, was sich in der hohen Beschäftigungsquote widerspiegelt. „Rund 60 Prozent der Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten, die in Kärnten beispielsweise durch den AMS-Kompetenzencheck laufen, sind danach tatsächlich in Beschäftigungs- oder Qualifizierungsmaßnahmen, was im österreichweiten Vergleich ein sehr hoher Wert ist“, betonte Schaar. „Ziel des Kärntner AMS ist es, geflüchtete Menschen nicht nur kurz-, sondern langfristig in Beschäftigung und auch Weiterbildung zu bringen, um auch dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken“, so Haberl.

Christin Kladosek vom DLS-Kompetenzzentrum Graz informierte über den sinnvollen Einsatz des Dienstleistungschecks. Sie führte aus, dass Asylwerberinnen und Asylwerber in Österreich seit 2017 mithilfe des Dienstleistungsschecks legal und unfallversichert in eine geringfügige Beschäftigung kommen können. Für Schaar ist „der Dienstleistungsscheck ein sinnvolles Instrument, um legale Beschäftigungsmöglichkeiten für Asylwerberinnen und Asylwerber zu schaffen und Integration durch Nachbarschaftshilfe zu forcieren“.

Abgerundet wurde der Abend durch den Vortrag von Nadine Hell, (stellvertretende Leiterin, Abteilung 13). Sie informierte über laufende Maßnahmen, zur Umsetzung des Integrationsleitbildes, u.a. über die Deutsch-Integrationskurse, die digitale Integrationsplattform des Landes und Sensibilisierungsworkshops an Kärntner Schulen. Hell: „Gestartet wurden von uns im heurigen Jahr auch Bürgermeister-Vernetzungstreffen, um den Austausch mit den Gemeinden zu forcieren und über Integrationsmaßnahmen des Landes auch regional noch gezielter informieren zu können.“

Bei allen positiven Meldungen sprach Schaar aber auch die aktuellen Problemlagen der Bundesländer im Integrationsbereich an, die auf Beschlüsse der letzten Bundesregierung zurückzuführen sind. „Ein Beispiel ist das neue Sozialhilfegesetz, das geflüchteten Menschen die bereits aufgebaute Selbstständigkeit nimmt, und Perspektiven raubt. Die Folgen: eine Verschärfung der Armut und die Gefährdung der sozialen Sicherheit.“

Schaar kritisierte zudem, dass der finanzielle Rahmen der Länder enger wurde. „Der Bund hat die finanzielle Verantwortung zum Teil auf die Bundesländer abgewälzt“, so Schaar. So werden die Deutschkurse für Asylwerberinnen und Asylwerber mittlerweile zu 100 Prozent durch das Land Kärnten finanziert. An die nächste Bundesregierung appellierte Schaar, „die Kürzungen im Integrationsbereich wieder aufzuheben.“




Quelle: Land Kärnten



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