Illedits: Neue Beschäftigungsinitiative ,,Chance 50 plus,, von Land und AMS

Slide background
Arbeitsmarktlandesrat Christian Illedits und AMS-Landesgeschäftsführerin Mag.a Helene Sengstbratl präsentierten die neue Jobinitiative von Land Burgenland und AMS
Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice
Slide background
Arbeitsmarktlandesrat Christian Illedits und AMS-Landesgeschäftsführerin Mag.a Helene Sengstbratl präsentierten die neue Jobinitiative von Land Burgenland und AMS
Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice
19 Jän 20:00 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Die neue Beschäftigungsinitiative „Chance 50 plus“ von Land und AMS präsentierten heute, Freitag, 17. Jänner 2020, Arbeitsmarktlandesrat Christian Illedits und AMS-Landesgeschäftsführerin Mag.a Helene Sengstbratl. In dieser sollen ältere Arbeitnehmer Jobs für zwölf Monate bei burgenländischen Gemeinden bekommen. In Summe stehen 1,2 Mio. Euro für diese Maßnahme zur Verfügung. Ziel dieser neuen burgenländischen Beschäftigungsinitiative von Land und AMS sei es, für 50 Personen einen Arbeitsplatz in einer Gemeinde zu schaffen, sagte Illedits.

In der neuen Initiative von Land Burgenland und AMS wurde der Fokus auf die Altersgruppe 50 plus gelegt, da von der Bundesregierung die für diese Zielgruppe vorgesehene „Aktion 20.000“ eingestellt wurde. Seitens des Landes gebe es im Budget der Arbeitnehmerförderung für 2020 mehr als 2,5 Mio. Euro für Schulungs- und Beschäftigungsmaßnahmen. Je 600.000 Euro werden von Land Burgenland und AMS Burgenland für die neue Jobmaßnahme bereitgestellt. Wichtig für das Land Burgenland war es, die burgenländischen Kommunen (Städtebund, Gemeindebund und Gemeindevertreterverband) als Partner zu gewinnen, da die neuen Jobs bei den Gemeinden geschaffen werden sollen.

Das Beschäftigungsmodell sieht vor, dass das Anstellungsverhältnis in den Kommunen zwölf Monate dauern soll. Neun Monate werden von Land und AMS zu 100 Prozent bezahlt, für drei Monate der Anstellungskosten muss die Kommune selbst aufkommen. Die Jobs sollen vorwiegend im handwerklichen Bereich geschaffen werden, die Ausbildung und die Vorkenntnisse des Arbeitnehmers werden berücksichtigt. Männer und Frauen sind gleichgestellt. Das Besondere an der neuen Jobinitiative sei, betonte Illedits, dass rund 50 Prozent der Arbeitszeit für gemeinnützige Vereine in den Gemeinden zur Verfügung gestellt werden müssen.

Anträge für die Anstellung einer arbeitsuchenden Person über 50 Jahre können ausschließlich Gemeinden in den AMS-Regionalstellen stellen. Nach einer Prüfung durch das AMS betreffend Förderkriterien bewilligt die Sozialabteilung im Amt der Burgenländischen Landesregierung den zweiten Teil des Förderbetrags. Anträge können von 15. Feber bis 1. Juli 2020 vor Start des Anstellungsverhältnisses gestellt werden.

Entwicklung von Beschäftigung und Arbeitsmarkt:

In den vergangenen Jahren wurden im Burgenland pro Jahr rund 1.500 neue Jobs – auch durch die Fördermittel der Europäischen Union geschaffen - betonte der Arbeitsmarktlandesrat. Jedes Jahr konnten im Burgenland neue Beschäftigungsrekorde gefeiert werden.

Die Entwicklung am burgenländischen Arbeitsmarkt in den vergangenen drei Jahren war sehr gut, führte die AMS-Landesgeschäftsführerin aus: Die Arbeitslosigkeit generell war rückläufig, eine Problemgruppe am Arbeitsmarkt blieben jedoch ältere Arbeitnehmer über 50 Jahre, für die die neue Jobinitiative kreiert wurde. 40 Prozent aller Arbeitsuchenden im Burgenland fallen in diese Altersgruppe, und auch die Arbeitslosigkeit der Personen über 50 Jahre ist im Vergleich zu den anderen Altersgruppen überproportional gestiegen. Ebenso dauere die Vermittlung von Arbeitsuchenden über 50 Jahre länger als bei anderen jüngeren Arbeitslosen: Bei rund einem Drittel aller Personen dieser Altersgruppe dauert die Jobsuche länger als 90 Tage, so die AMS-Statistik. Im Vergleich dazu dauert bei „nur“ 15 Prozent der Arbeitsuchenden bis 25 Jahre die Arbeitslosigkeit länger als 90 Tage. Positiv bewertete die AMS-Landesgeschäftsführerin, dass die Zahl der Beschäftigten 50 plus im Burgenland auf nunmehr über 30.000 Personen gestiegen sei.


Quelle: Land Burgenland



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien:
Redaktion Salzburg

Redaktion Tennengau

Weitere Artikel von Redaktion Salzburg