Ideenwettbewerb Radkultur 2019 - Die ausgezeichneten Projekte

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Ideenwettbewerb Radkultur 2019: Die ausgezeichneten Projekte::LR Rauch zeichnete die besten Ideen 2019 für mehr Radkultur im Land aus
Fotos: Daniel Ongaretto-Furxer
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Ideenwettbewerb Radkultur 2019: Die ausgezeichneten Projekte::LR Rauch zeichnete die besten Ideen 2019 für mehr Radkultur im Land aus
Fotos: Daniel Ongaretto-Furxer
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Ideenwettbewerb Radkultur 2019: Die ausgezeichneten Projekte::LR Rauch zeichnete die besten Ideen 2019 für mehr Radkultur im Land aus
Fotos: Daniel Ongaretto-Furxer
16 Jän 11:00 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Mit kreativen Projekten auf dem Weg zum Radland Vorarlberg - LR Rauch zeichnete die besten Ideen 2019 für mehr Radkultur im Land aus

Bregenz (VLK) – Das Fahrrad gehört zu Vorarlberg und soll als Teil der Vorarlberger Identität weiter gestärkt werden. Dieses Ziel wurde mit der Vorarlberger Radstrategie „KettenReaktion“ ausgegeben. Um eine solche Radkultur im Land zu unterstützen und zu forcieren wurde 2019 zum zweiten Mal der Ideenwettbewerb Radkultur ausgeschrieben. Aus den zahlreichen Einsendungen von Einzelpersonen, Gemeinden, Vereinen und Betrieben wurden fünf Siegerprojekte ausgewählt und heute (Mittwoch) ausgezeichnet. „Auch 2020 soll es wieder einen Wettbewerb geben“, kündigte Mobilitätslandesrat Johannes Rauch an.

„Die Umsetzung der Vorarlberger Radverkehrsstrategie ist auch im Koalitionsabkommen ein zentraler Baustein: Ich bin überzeugt, dass wir nur mit Verlagerungen auf das Rad eine Lösung für die Herausforderungen des Verkehrs finden können. Das schaffen wir aber nur, wenn alle gemeinsam an einem Strick ziehen und wir Vorarlberg gemeinsam zu einem Radland entwickeln. Wir wollen als Land unsere Verantwortung wahrnehmen, z.B. in dem wir jährlich über 4 Millionen Euro für den Radverkehr bereitstellen. Das nützt aber nichts, wenn die Vorarlbergerinnen und Vorarlberger nicht auch Radfahren wollen. Die heutigen Siegerprojekte zeigen genau das: Vorarlberg fährt gerne Fahrrad. Es gibt zahlreiche kreative Ideen und Initiativen, die uns im Radverkehr weiter voranbringen werden. Das freut mich ganz außerordentlich“, so Rauch weiter.

„Wir wollen 2030 21 Prozent der Wege in Vorarlberg mit dem Fahrrad zurücklegen. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, denn derzeit sind es 16 Prozent. Neben Investitionen in Radinfrastruktur sind Initiativen, wie die heute vorgestellten, entscheidend: Nur so wird das Fahrrad zu einem noch stärkeren, selbstverständlicheren Teil Vorarlbergs!“, so die Landesradkoordinatorin Anna Schwerzler.

Insgesamt 15.000 Euro Preisgeld

Eingereicht werden konnten alle Ideen, die 2019 umgesetzt wurden oder unmittelbar umsetzbar wären. Bis zu fünf Projekte konnten bis zu 5.000 Euro gewinnen. Eine fachkundige Jury hat diese Projekte im November ausgewählt und insgesamt 15.000 Euro an Gewinnen zuerkannt. Nun wurden die PreisträgerInnen ausgezeichnet. Der neue Wettbewerb wird im Frühling 2020 ausgeschrieben.

Die GewinnerInnen

Hannah Vögel und Mitschülerinnen: vorRADELberg
Vier Schülerinnen der HLW Riedenburg haben als Teil ihrer Diplomarbeit Test-E-Bikes für Firmen organisiert, diese den Mitarbeitenden zum Testen angeboten und deren Erfahrungen damit dokumentiert und gesammelt. Sie wollen so Lust auf Radfahren machen und von den Vorteilen des Fahrrads überzeugen! Die Jury würdigt den überaus ambitionierten Einsatz der Schülerinnen im Rahmen des Projekts und hofft, dass sie sich auch weiterhin für den Radverkehr in Vorarlberg so engagiert stark machen!

Verein Amazone: Girls* onBIKES!
Der Verein Amazone mit Sitz in Bregenz hat das Thema Umweltschutz und Mobilität sehr kreativ aufgegriffen und sich dabei dem Thema Radkultur gewidmet. So entstand die Idee das Thema Fahrrad auch aus geschlechterspezifischem Blickwinkel ein Jahr lang als Schwerpunkt zu bearbeiten. Entstanden ist unter anderem eine „Smoothie-Makerin“, also ein Fahrrad, bei dem durch das Treten ein Mixer betrieben wird, der Smoothies macht. Weiters entstanden Produkte wie T-Shits, Taschen und Sticker zum Thema Mädchen auf Fahrrädern und in einer Schwerpunktwoche wurde z.B. das Fahrradflicken gelernt.
Die Jury war beeindruckt vom kreativen und partizipativen Ansatz des Projekts.

Marktgemeinde Lustenau: Rad.Lust Lustenau
Die Kampagne Rad.Lust soll Vorteile und Potentiale des Radfahrens in Lustenau aufzeigen. Zu den drei Themenbereichen „Radla&Schaffa“, „Radla&Botta“ und „Radla&Fuortgau“ wurden Sujets ausgearbeitet, Videos gemachtund Werbematerialien entwickelt, die auf allen Lustenauer Events, von Markt über Kilbi zu Szene-Open-Air, präsent waren. Gemeinsam mit Betrieben und Vereinen im Ort wird so das Thema Fahrrad laufend thematisiert und Motivation und Anerkennung für das Fahrrad als Verkehrsmittel geschaffen.

Radlobby Vorarlberg: Abstand macht sicher – Kikis, ÖPNV-Busse und Schwimmnudeln
Radfahrende werden meist zu eng überholt – empfohlen wird ein Überholabstand von ca. 1,5 Metern. In der Praxis geschieht dies aber selten. Das knappe Überholen verunsichert viele RadfahrerInnen und führt zu gefährlichen Situationen. Mit der Aktion „Abstand macht sicher“ möchte der Verein Radlobby Vorarlberg AutofahrerInnen erinnern, genügend Abstand einzuhalten: Das soll durch Informationsschilder auf Kinderanhängern, wenn möglich auf Bussen sowie durch ans Fahrrad angesteckte Abstandsmarkierungen geschehen: Mittels einer eigens gestalteten Schwimmnudel wird aufgezeigt, wieviel Abstand beim Überholen angebracht wäre.
Die Jury freut sich über den kreativen Ansatz des Projektes zu diesem ernsten Thema und würdigt auch die stärkere Präsenz des Radverkehrs im Straßenraum durch die Aktion.

Kulturverein NEWGROUND: Fahrrad-Geschichten Vorarlberg TV/Web Series
Der Kulturverein NEWGROUND plant eine Kurzfilmreihe für Social Media und Online-Plattformen aber auch für klassische TV-Kanäle. Die Filme sollen Rad-Alltags-Geschichten auf den schönsten und spannendsten Radrouten im Land abbilden. Die Jury findet: Jedenfalls ein Beitrag zur Radkultur in Vorarlberg.


Quelle: Land Vorarlberg



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