Wien: Hebein - Neuer Arsenalsteg steigert den Komfort in beiden Bezirken

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Wien

02 Jul 11:00 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Eröffnungsfeier Arsenalsteg

Anlässlich der Fertigstellung des Arsenalstegs im Juli 2020 lud die MA 29 – Brückenbau und Grundbau zu einer Eröffnungsfeier ein. Gemeinsam mit Wiens Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Birgit Hebein und den Bezirksvorstehern Erich Hohenberger (3. Bezirk) und Marcus Franz (10. Bezirk) wurde die Fuß- und Radwegbrücke eröffnet.

Lückenschluss beim Hauptbahnhof

Das Gebiet um den Hauptbahnhof war seit ca. 1850 vom Südtiroler Platz bis zur Unterführung Gudrunstraße nicht querbar, der 3. Bezirk und der 10. Bezirk waren durch die Ostbahn voneinander getrennt, Umwege waren weit. Diese Gleisanlagen des ehemaligen Frachtenbahnhofes bildeten für viele Jahre eine unüberwindbare Barriere zwischen dem Arsenal und Favoriten.

Im Zuge des Projektes Hauptbahnhof Wien erhielt die MA 29 – Brückenbau und Grundbau die Aufgabe zwei Brückentragwerke über das Bahngelände des neuen Bahnhofes zu errichten. Nach der Eröffnung der Südbahnhofbrücke im Mai 2019 wurde nun auch der Arsenalsteg eröffnet und damit ist die letzte Querung fertiggestellt und es erfolgt der Lückenschluss beim Hauptbahnhof.

"Der Arsenalsteg verbindet Menschen, verkürzt die Wege in die beiden Bezirke und erhöht die Lebensqualität für die Menschen auf beiden Seiten, indem sie zu Fuß oder mit ihrem Fahrrad eine schnelle und direkte Verbindung haben. Das ist auch Ausdruck unseres Zieles, immer mehr Menschen zum Fahrradfahren oder Zufußgehen einzuladen", sagte Birgit Hebein, Wiener Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin.

"Was 150 Jahre durch die Gleise der Ostbahn getrennt war, wächst durch den Arsenalsteg wieder zusammen. Durch einen Lift ist der Steg auch barrierefrei sowie für FußgängerInnen und RadfahrerInnen nutzbar. Die Verbindung vom Sonnwendviertel zum Erholungsgebiet Arsenal bedeutet ein mehr an Lebensqualität durch direktere und einfachere Wege", so Marcus Franz, Bezirksvorsteher Favoriten.

Auch Erich Hohenberger, Bezirksvorsteher Landstraße ist überzeugt: "Der Arsenalsteg stellt einen weiteren Brückenschlag zwischen dem 3. und 10. Bezirk her und ist ein Teil der neuen Verbindungsrelationen, die die Barriere zwischen den Bezirken überwinden."

Zahlen, Daten und Fakten – Arsenalsteg

Ein Ziel der Stadtentwicklung war, im Zuge der Realisierung des Stadterweiterungsgebietes Hauptbahnhof Wien den 3. Bezirk und den 10. Bezirk besser zu verbinden und die Barriere, die die Bahnanlage vor allem für die Fußgängerinnen und Fußgänger darstellt, zu durchbrechen.

Baubeginn für die Tragwerke des Arsenalsteges war 2009, der Steg über die Gleise der ÖBB wurde bis 2014 gebaut.

Im Jänner 2011 fand die Eindrehung der ersten 2 Tragwerke statt.

Im Herbst 2018 begannen die Fertigstellungsarbeiten und diese konnten jetzt wie geplant abgeschlossen werden.

Der Arsenalsteg dient als Geh- und Radverbindung zwischen dem Arsenal und dem Bereich Gudrunstraße sowie dem neuen Stadtteil. Er wird über die Oberleitung der ÖBB geführt und kommt durch den zusätzlichen Geländesprung zwischen Bahntrasse und Arsenalstraße auf einer Höhe von ca. 13.5 nördlich der Arsenalstraße an. Die Barrierefreiheit wird durch einen Doppelkabinenaufzug neben der obligatorischen Stiege anstelle einer Wendel- oder Rampenanlage erreicht. Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt für die Erschließung des Hauptbahnhofes für den Geh- und Radverkehr geschaffen.

Die Bauwerkslänge des Arsenalsteges beträgt rund 260 m, die Bauwerksbreite 8,80 m.

Projekt Hauptbahnhof Wien

Für die Stadt Wien – Brückenbau und Grundbau ist mit der Eröffnung des Arsenalsteges das Projekt Hauptbahnhof so gut wie abgeschlossen. Insgesamt wurden im neuen Stadtentwicklungsgebiet seit 2009 vier neue Brücken gebaut. Die Südbahnhofbrücke und der Arsenalsteg über die Gleise der ÖBB, die Kempelenbrücke und der Hüttenbrennersteg im Zuge der Neugestaltung der Unterführung Gudrunstraße.

"Eine große Herausforderung für die nächsten zehn Jahre für den Brückenbau und Grundbau wird aber das Brückeninstandsetzungsprogramm darstellen. Es werden nicht nur neue Brücken gebaut, sondern auch die bestehenden Querungen müssen zur Wahrung der Sicherheit auf neuen technischen Stand gebracht werden", so Hermann Papouschek.

Siehe auch: https://www.wien.gv.at/video/1707/Wiener-Brueckenschutzprogramm


Quelle: Stadt Wien



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