Kärnten: Haus der Steinböcke Heiligenblut öffnet am 4. Juli seine Tore

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Amt d. Kärntner Landesregierung - Symbolbild
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03 Jul 17:42 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

LR.in Schaar: Modernes Besucher- und Informationszentrum eröffnet – Starker, wichtiger Impuls für Nationalpark Hohe Tauern – Neue Erlebnismöglichkeiten inmitten der Natur

Klagenfurt (LPD). In Heiligenblut, wo vor bald fünf Jahrzehnten der Grundstein für den Nationalpark Hohe Tauern (NPHT) gelegt wurde, öffnet nach eineinhalbjähriger Bauzeit am 4. Juli eine neue Attraktion für Naturbegeisterte ihre Tore. Das Haus der Steinböcke wurde heute, Freitag, von Nationalparkreferentin LR.in Sara Schaar, Nationalparkdirektor Peter Rupitsch, Bürgermeister Josef Schachner, Martina Hörmer (Präsidentin Verein der Freunde des Nationalparks Hohe Tauern) und Siegfried Huber (Vorstandsdirektor der Kärntner Sparkasse) präsentiert.

In den vergangenen Monaten ist ein modernes Besucher- und Informationszentrum entstanden, das vom Werden des Schutzgebietes und seinen Besonderheiten, aber auch vom Großglockner und dem Lebensraum des Steinwildes erzählt. „Das Haus der Steinböcke ist ein wichtiger Impuls für den Nationalpark Hohe Tauern, bei dem das Zusammenspiel von Lebensraum und Natur in einzigartiger Weise zur Geltung kommt. Ich möchte mich bei Nationalparkdirektor Peter Rupitsch und allen Partnern für die Umsetzung dieses sensationellen Projektes bedanken“, betont Schaar.

„Mit dem Haus der Steinböcke schließen wir die lange bestehende Infrastrukturlücke in der Nationalpark-Gründergemeinde Heiligenblut, indem wir unser Besucherangebot ganzheitlich denken. Naturfreunde zu begeistern, das Ortsbild zu attraktiveren und zusätzliche Erlebnismöglichkeiten bei Schlechtwetter zu schaffen, waren Leitmotive in der Projektentwicklung“, erläutert Nationalparkdirektor Peter Rupitsch die Motivation zur Errichtung des Hauses.

Durch die städtebauliche Einordnung in die bestehende Baustruktur ist es der Architekten Ronacher ZT GmbH gelungen, eine attraktive Eingangssituation zu schaffen, ohne gleichzeitig das für die Ortschaft Heiligenblut dominante Ortsbild zu verbauen. Die schlichte und von Transparenz geprägte Holzkonstruktion samt Arkadengang mit Rundsäulen aus Lärchenholz schafft für Besucherinnen und Besucher eine angenehme „Willkommenszone“ und eine bessere Anbindung an das Ortszentrum von Heiligenblut. Herzstück des Hauses der Steinböcke ist ein im Gesamtbaukörper integrierte, mehrgeschossige Ausstellungsraum, in dem der Lebensraum des Steinwilds unmittelbar erfahrbar wird. Damit steht das neue „Haus der Steinböcke“ für zeitgemäße Architektur mit großem Respekt für regionale Traditionen und den Wunsch, ein spannendes und informatives Entree ins Nationalparkerlebnis zu schaffen.
Ermöglicht hat dieses einzigartige Nationalparkprojekt ein Schulterschluss der Nationalparkgemeinde Heiligenblut am Großglockner, des Kärntner Nationalparkfonds und des Vereins der Freunde des Nationalparks Hohe Tauern. Getragen wurden die Projektkosten von rund 4,7 Mio. EUR von den einzelnen Projektpartnern und der Großglockner Hochalpenstraßen AG mithilfe von EU-Mitteln aus dem Programm der ländlichen Entwicklung sowie dem Nationalparksponsor Privatstiftung Kärntner Sparkasse.

Die vom Planungsteam Andreas Zangl, Markus Meirhofer und Georg Derbusch konzipierte und umgesetzte Ausstellung stellt mit dem Steinbock den unangefochtenen König der Alpen in den Mittelpunkt. Dabei geht es nicht allein um die imposanten Großsäuger, sondern insbesondere um das Zusammenspiel von Steinwild und dem alpinen Lebensraum. In den drei Stockwerken der Ausstellung „erwandern“ sich Besucherinnen und Besucher Wissen über Tier- und Pflanzenarten der Gipfelregionen sowie deren Anpassungsstrategien. Mit dem modernen Ausstellungskino sorgt „Der König und sein Thron“ aber auch für beeindruckende, filmische Einblicke ins Leben des Steinwilds. Der Aufstieg über drei Stockwerke symbolisiert zugleich die Besteigung des Großglockners, dem in der Schau viel Raum gewidmet wird. Informationen zur Entstehungsgeschichte des Nationalparks Hohe Tauern und zur weltweiten Entwicklung der Nationalparkidee runden das Informationsangebot ab.

Ein besonderer Nervenkitzel erwartet die Besucherinnen und Besucher im letzten Ausstellungsraum, wo dank 3D-Fotoboden die Glocknerscharte – die schmale Querung zwischen Kleinglockner und Gipfel des Großglockners – erklommen werden kann. Ein spektakulärer Tiefblick auf die Pasterze, die Pallavicini-Rinne und das Ködnitzkees sind damit für alle Besucherinnen und Besucher inklusive. Bei guten Wetterbedingungen wird die Mutprobe außerdem mit einem atemberaubenden Glocknerblick durchs Panoramafenster belohnt.

Errichtet in der Nationalpark-Gründergemeinde ist das Haus nicht zuletzt Zeugnis eines erfolgreichen Wiederansiedelungsprojekts. „Im Rahmen unserer regionalen Förderungen ist uns auch der Artenschutz ein besonderes Anliegen. Daher ist es uns wichtig, die Wiederansiedelung der hier beheimateten Steinböcke zu unterstützen“, erläutert Huber, Vorstand der Privatstiftung Kärntner Sparkasse und Vorstandsdirektor der Kärntner Sparkasse AG die Motivation, die neue Besuchereinrichtung zu unterstützen.

Das Haus der Steinböcke, das ab 4. Juli täglich zwischen 9.00 und 18.00 Uhr geöffnet ist, beherbergt neben der Ausstellung und einem Nationalpark-Shop auch das örtliche Tourismusbüro und ein Café mit Aussichtsterrasse. Ergänzt wird das Angebot durch den Albert Wirth-Saal mit einem einzigartiger Veranstaltungsraum für maximal 100 Personen. „Die Präsidentin des Vereins der Freunde, Martina Hörmer, freut sich, dass die „Freunde“, die offizielle Sponsoreinrichtung des Nationalparks Hohe Tauern (www.tauernfreunde.at), nun einen würdigen Vereinssitz haben“.

Weitere Informationen:
www.hausdersteinboecke.at,
https://www.facebook.com/hausdersteinboecke
https://www.instagram.com/haus.der.steinboecke



Quelle: Land Kärnten



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