Große Schadholzmengen, geringer Käferbefall

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Foto:Land Tirol
28 Dez 13:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

LHStv Geisler: „2019 war hartes Jahr für Tiroler Wald und seine BesitzerInnen“

„Das Jahr 2019 war neuerlich ein hartes Jahr für den Tiroler Wald und seine Besitzerinnen und Besitzer. Aber trotz enormer Schadholzmengen ist es gelungen, einen Gutteil innerhalb kürzester Zeit aufzuarbeiten und den Borkenkäfer in Schach zu halten.“ Diese vorläufige Bilanz zieht Forstreferent LHStv Josef Geisler über das abgelaufene Jahr.

Allein 700.000 Kubikmeter Schadholz hat das Sturmtief VAIA im November 2018 verursacht. Rund drei Viertel des Windwurfholzes konnte seitdem aufgearbeitet werden. Die großen Schadereignisse im heurigen Jahr waren die heftigen Schneefälle im Jänner in Nordtirol mit 100.000 Kubikmeter sowie die Schneesituation im November in Osttirol mit weiteren 250.000 Kubikmeter Bruchholz.

Über 80 Prozent Schadholz

Knapp eine Million Kubikmeter Holz wurden im Tiroler Wald (ohne Österreichische Bundesforste) heuer geerntet. „Der Anteil des Schadholzes an der Holzernte war mit über 80 Prozent noch nie so hoch wie heuer. Der Anteil des Käferholzes liegt mit fünf Prozent aber deutlich unter dem Durchschnittswert der Vorjahre“, erläutert Landesforstdirektor Josef Fuchs.

Eine positive Entwicklung gibt es im Stehendbefall der Bäume durch den Borkenkäfer. Bei den lebenden Bäumen hat sich der Neubefall im Vergleich zum Vorjahr in etwa halbiert. Die Gründe für den deutliche geringeren Befall gegenüber 2018 liegen in der nasskalten Witterung im Mai, der guten Forstorganisation und der schnellen Aufarbeitung der Windwurf- und Schneebruchschäden.

Schutzfunktion wiederherstellen

„Wir können uns nicht ausruhen. Wir müssen wachsam zu bleiben und weiter alles daran setzen, das angefallene Schadholz so schnell wie möglich aus dem Wald zu bringen. Das Land Tirol unterstützt die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer dabei nach Kräften“, versichert LHStv Josef Geisler. Zwei Drittel der durch Wind und Schnee schwer in Mitleidenschaft gezogenen Wälder erfüllen eine Schutzfunktion. Die gilt es so schnell wie möglich wiederherzustellen.

Widerstandsfähige Wälder

Um den Tiroler Wald resistenter gegen Klimaextreme zu machen und so die Schutzfunktion nachhaltig zu sichern, hat der Landesforstdienst eine Offensive zur Anpassung der Tiroler Bergwälder an den Klimawandel gestartet. Bei Aufforstungen und in der Schutzwaldpflege wird auf standortgerechte Mischbaumarten gesetzt, die besser mit Trockenheit, Hitze und Extremereignissen umgehen können.


Quelle: Land Tirol



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