Innsbruck: Gewaltschutz gilt auch während der Covid-19-Krise

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28 Mär 12:00 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Beratung und Unterstützung für Opfer online und per Telefon

Die Maßnahmen, die im Zusammenhang mit der Ausbreitung von Covid-19 getroffen wurden, sind besonders für Opfer häuslicher Gewalt problematisch. Durch die Isolation sind Gewalttaten, vor allem gegenüber Kindern und Frauen, für Außenstehende schwerer zu erkennen. Auch in Zeiten der Covid-19-Krise ist der Schutz von Opfern von häuslicher Gewalt in der Stadt Innsbruck gewährleistet.

„Viele Menschen haben keinen eigenen Garten oder Balkon und leben sehr beengt. Die derzeitigen Umstände sind für viele Familien sehr belastend – auch im Hinblick auf die weitere berufliche Situation. Ich möchte explizit darauf hinweisen, dass auch in Zeiten der Corona-Krise häusliche Gewalt nicht tolerierbar ist. Niemand, der von familiärer Gewalt betroffen ist, wird allein gelassen. Unterstützungsmaßnahmen sind für Betroffene von Gewalt unumgänglich. Zahlreiche Beratungsstellen bieten den Opfern telefonisch oder online die notwendige Hilfe“, betont Frauenstadträtin Mag.a Elisabeth Mayr und führt weiter aus: „Die Verantwortung für Gewalttaten liegt immer klar beim Täter.“

Das Gewaltschutzgesetz ist in seinem vollen Umfang auch dieser Tage aufrecht. „Das bedeutet, dass die Exekutive Betretungs- und Annäherungsverbote ausspricht, überprüft und bei Bedarf auch die zwangsweise Einhaltung dieser Verbote vollziehen wird. Darüber hinaus können Anträge auf Einstweilige Verfügungen zur Verlängerung von Betretungsverboten bei den Bezirksgerichten eingebracht werden. Auch die gesetzlich vorgesehene Kooperation zwischen Polizei und Gewaltschutzzentrum Tirol funktioniert weiterhin ohne Einschränkungen“, betont die Leiterin des Gewaltschutzzentrums Mag.a Eva Pawlata.

„Das Gewaltschutzgesetz wird nach wie vor in vollem Ausmaß vollzogen. Für die Unterbringung von gewalttätigen Personen und deren Quarantäne auswärts ist gesorgt“, erklärt Stadtpolizeikommandant Oberst Martin Kirchler, MA.

Gewaltschutzzentrum Tirol:

Erreichbar von Montag bis Freitag, von 9.00 bis 18.00 Uhr unter 0512 57 13 13. Am Wochenende erreichbar von 10.00 bis 18.00 Uhr unter 0660 81 11 16 78 oder per E-Mail an [email protected] Mehr Information unter www.gewaltschutzzentrum-tirol.at

24-Stunden-Frauenhelpline:

Täglich unter 0800 222 555 erreichbar. Online-Beratung täglich von 15.00 bis 22.00 Uhr unter www.haltdergewalt.at

Tiroler Frauenhaus

24 Stunden erreichbar unter 0512 34 21 12 oder per E-Mail unter [email protected]


Quelle: Stadt Innsbruck



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