Innsbruck: Galerie Plattform 6020: ,,Untold Stories“

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Robert Freunds Bilderwelt erinnert an den phantastischen Realismus und ist bis 2. November in der Galerie Plattform 6020 zu sehen.
Foto: Robert Freund
01 Okt 13:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Ausstellung von Robert Freund bis 2. November

Die Fördergalerie „Plattform 6020“ der Stadt Innsbruck (Amraser Straße 2) zeigt von 3. Oktober bis 2. November Werke von Robert Freund. Die Ausstellung „Untold Stories“ wird am Mittwoch, 2. Oktober, um 19.00 Uhr eröffnet. Dr. Günther Moschig spricht einführende Worte.

Dauer der Ausstellung: 3. Oktober bis 2. November 2019, Öffnungszeiten: Montag 14.00-19.00 Uhr, Dienstag bis Freitag 10.00-19.00 Uhr, Samstag 10.00-17.00 Uhr

Der Geschichtenerzähler

In inszenierten, gerne großformatigen Bildräumen eröffnet Robert Freund für sich wie für die Betrachter assoziative Geschichten zum Weiterdenken. Die oft rätselhaften Hintergründe dieser neuen Realitäten interessieren ihn dabei mehr als die reale Dingwelt. Die Geschichten, die Robert Freund erfindet, sind nie linear. Hier wird nicht in einem literarischen Sinn erzählt. Als Maler nützt Freund die Chance der Gleichzeitigkeit des Bildes.

Robert Freund kennt die Geschichte der Kunst genau und er weiß, dass der Realismus in der Malerei einem transhistorischem Prinzip folgt, mit George Lukacs etwas Überhistorisches ist. Es werden bei ihm die "Neue Sachlichkeit" und der "Magischer Realismus" der 1920er und 30er Jahre, aber auch Tendenzen der "Naiven Malerei" zur Anregung für eine Malerei des frühen 21. Jahrhunderts. Damit befindet er sich auch in guter zeitgenössischer Gesellschaft, etwa mit der gesellschaftskritischen, realistischen Malerei des US Amerikaners Kerry James Marshall oder den phantastischen Szenarien Nicole Eisenmans.

Auch Freund schöpft aus dem Alltag, aus einer Wahrnehmung in Echtzeit, vor allem jener der sozialen Wirklichkeit und ihrer aktuellen Veränderung. Mit ironisch-kritischer Sicht auf die Gesellschaft formuliert er Doppeldeutigkeiten und widersetzt sich so einer ideologisch eindeutigen Interpretation. Die Bilder Robert Freunds – die Zeichnungen wie die Gemälde – sind voller ikonografischer Geheimnisse und brauchen deshalb Zeit. Das gilt für den Schaffensprozess des Künstlers wie für die Rezeption der Betrachterinnen und Betrachter.

Als Maler setzt er auf die technischen Möglichkeiten des Mediums. Von lasierendem bis zu pastosem Farbauftrag, von flächiger zu gestikulierender Malerei, bis hin zu abstrakten Bildelementen reicht seine Palette malerischer Varianten. Das Handwerkliche des Malaktes bleibt Robert Freund wichtig. Und er nützt die Chance der Langsamkeit für komplexe noch nicht erzählte Geschichten mit offenem Ausgang. Robert Freund hat bei Hubert Schmalix und Peter Dressler an der Akademie der bildenden Künste in Wien studiert.

Reihe „Kunst am Mittwoch“

9. Oktober, 18.00 Uhr: „Vertiefen. Künstler im GesprächRobert Freund erläutert seine künstlerische Herangehensweise.

16. Oktober, 15.00-16.30 Uhr: „Atelier 6020. Ein weit gereistes Geräusch“ Kreativ-Werkstatt für Erwachsene. Anmeldung bis spätestens 13. Oktober an: [email protected]

23. Oktober, 18.00 Uhr: Verweilen. Kunst & DiskussionBei diesem moderierten Kunstgespräch gibt es kein Richtig oder Falsch. Trauen Sie einfach Ihren Augen und lassen Sie sich in der Gruppe zum eigenständigen Beobachten, freien Denken und selbstbewussten Mitreden anregen.

Zum Künstler

Robert Freund, geboren 1981 in St. Johann in Tirol, ist Absolvent der Glasfachschule sowie des Aufbaulehrganges für Kunsthandwerk und Design in Kramsach. 2007 schloss er das Studium für Malerei und Grafik der Meisterklasse für gegenständliche Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien ab. Zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland folgten. Unter anderem in der Kunsthalle Krems, Kunsthaus Graz, Gasometer in Triesen (Liechtenstein), Osthaus Museum in Hagen (D), Galerie Goldener Engl in Hall in Tirol, uvm. Seine große Liebe gilt der Malerei und der Zeichnung, auf Leinen, Holz und Papier genauso wie auf Glas.

Kontakt
Referat Bildende Kunst und Kulturprojekte
Mag.a Natalie Pedevilla
Telefon +43 512 5360 1653


Quelle: Stadt Innsbruck



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