Innsbruck: Fahrradstraße und Tempobremse während einseitiger Innradwegsperre

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Innradwegsperre am Südufer: Radfahrende und FußgängerInnen können über die Karwendel Brücke ausweichen.
Foto: Stadt Innsbruck
04 Jul 12:00 2020 von Redaktion International Print This Article

Dr.-Stumpf-Straße als Fahrradstraße und Tempo 50 auf der Völser Landesstraße während Radwegsperre am Südufer des Inn

Entlang des südlichen Innufers zwischen der Freiburger Brücke im Westen Innsbrucks bis nach Völs (Autohaus Meisinger) werden für den Ausbau der Wärmeversorgung seitens der TIGAS-Erdgas Tirol GmbH neue Gasleitungen verlegt. Bereits abgeschlossen sind die Fernwärmeleitungsarbeiten im Bereich der Freiburger Brücke bis zur Karwendel Brücke.

Im Rahmen der Verlegungsarbeiten wird daher in diesem Bereich der Rad- und Gehweg (Innradweg) gesperrt und entsprechend umgeleitet. Die Bauarbeiten beginnen am Montag, 6. Juli, und werden voraussichtlich bis Ende Oktober 2020 andauern. RadfahrerInnen und FußgängerInnen können großräumig über die bestehenden Brücken (Karwendel Brücke bzw. Kranebitter Innbrücke) auf den Rad- und Gehweg der Nordseite des Inns ausweichen.

Temporäre Fahrradstraße

Im Zuge der Umleitungen wird für die Dauer der Baumaßnahmen die Dr.-Stumpf-Straße (nördliches Innufer) als Fahrradstraße geführt. Diese mündet in die Hans-Flöckinger-Promenade, welche als alternative Radroute in Richtung Westen (Gemeinde Völs) verläuft.

Eine Fahrradstraße ist eine für den Radverkehr vorgesehene Straße. Autos und andere motorisierte Fahrzeuge dürfen Fahrradstraßen nur queren oder zur Zu- oder Abfahrt befahren, das Durchfahren ist verboten. Ausgenommen davon wird der öffentliche Verkehr (Linie R). Auf Fahrradstraßen ist das Nebeneinanderfahren mit Fahrrädern ist erlaubt. Für alle VerkehrsteilnehmerInnen gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. Anfang und Ende von Fahrradstraßen sind durch entsprechende Hinweistafeln gekennzeichnet. Es konnten bereits positive Erfahrungen mit den bestehenden Fahrradstraßen in der Kranebitter Allee sowie in der Gabelsbergerstraße gemacht werden.

„Die Vorteile einer Fahrradstraße sind naheliegend“, freut sich die für Mobilität zuständige Vizebürgermeisterin Mag.a Uschi Schwarzl: „Fahrradstraßen sind attraktive Verbindungen insbesondere für Alltagsradfahrende, die ein schnelles und sicheres Vorankommen ermöglichen und zur Verkehrsberuhigung beitragen. Das Einrichten einer Fahrradstraße ist durch die wenig notwendigen baulichen Maßnahmen eine kostengünstige Realisierung. Der Radverkehr kann dadurch während der Bauarbeiten ungestört fließen.“

„Täglich verkehren viele Pendlerinnen und Pendler mit dem Fahrrad zwischen Völs und Innsbruck. Umso wichtiger ist es, aufgrund der notwendigen Streckensperren alternative Routen für diese Zeit anzubieten. Durch gute Kooperation aller Beteiligten ist dies gelungen und garantiert den RadlerInnen auch in den Sommermonaten eine Radwegverbindung“, sagt Mobilitätslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe.

Weitere Ausweichstrecke

Alternativ dazu steht RadfahrerInnen auch die Landesstraße L11 zwischen Völs und Innsbruck als Umfahrungsroute zur Verfügung. Um die Sicherheit der RadfahrerInnen in diesem Straßenabschnitt im Vergleich zur jetzigen Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 km/h zu verbessern, wird das Tempolimit während der Gasleitungsarbeiten auf 50 km/h beschränkt. Nach Beendigung der Bauarbeiten wird diese provisorische Streckenführung wieder aufgehoben und der Rad- und Gehweg kann auf den gewohnten Strecken beiderseits des Innufers geführt werden.

Gemeinsame Koordination

Hinsichtlich des Bauprojektes und der dafür notwendigen Umleitungen für den Fuß- und Radverkehr ist eine gemeinsame, koordinierte Vorgehensweise aller beteiligten Betriebe und Unternehmen die beste Voraussetzung. Um die Einschränkungen für Radfahrende und FußgängerInnen so gering wie möglich zu halten, wurde in Zusammenarbeit von Stadt Innsbruck, Land Tirol und TIGAS gemeinsam eine tragfähige Lösung für die Umleitungsstrecken erarbeitet. MF


Quelle: Stadt Innsbruck



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