Europäer versenken halbe Billion in Griechenland

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27 Jun 14:50 2015 von Oswald Schwarzl Print This Article

Als Regierungschef wettert Alexis Tsipras gegen die EU

GRIECHENLAND. Dabei hat Europa in den notorisch  Mittelmeerstaat im Laufe der Jahre mit rund 500 Milliarden Euro aufgepeppelt.
Vermutlich könnte es bald Schluss sein.

Größte Abschreibung in der Geschichte Europas
Da kommen die Zuwendungen, die Europa dem Land seit Ausbruch der Schuldenkrise gewährt hat. Ein großer Batzen war der Schuldenschnitt von 2012. Vor drei Jahren wurde Athen ein großer Teil der Verbindlichkeiten erlassen. Dabei mussten in erheblichem Maße private Gläubiger wie Banken, Versicherungen oder private Sparer auf einen großen Teil ihrer Forderungen gegenüber den Griechen verzichten.

Für die Commerzbank etwa war es mit 5,5 Milliarden Euro die größte Abschreibung der Geschichte, wie Vorstandschef Martin Blessing am Mittwoch noch mal gequält dem Nachrichtendienst Bloomberg berichtete.

Damit nicht genug
Athen erhält seit dem ersten Hilfsprogramm von 2010 Darlehen zum Freundschaftspreis. Viele Kredite wurden auf Jahrzehnte verlängert und auf Zinszahlungen versichtet.

Griechenland schuldet den Europäern sowie dem Internationalen Währungsfonds rund 250 Milliarden Euro, die außergewöhnlich und vorteilhaft verzinst sind.

Griechenland profitiert von Subventionen
"Griechenland hat Europa seit 1981 rund 500 Milliarden Euro gekostet und wäre daher von Sinnen, einem System den Rücken zu kehren.

"Derselbe Tsipras, der die Geldgeber Kredithaie genannt hat, pocht nun auf ihr Vertrauen". Die europäischen Partner wären verrückt, das derzeitige System mit all den Griechenland-Subventionen ohne die entsprechende Gegenliebe Athens fortzuführen.

Die Zahl von 500 Milliarden  Euro könnte zu einer neuen Unwucht in den aktuellen Verhandlungen führen. Offenbar steht für Tsipras und sein Volk wesentlich mehr auf dem Spiel, als es bisher den Anschein hatte. Andererseits wäre ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion und möglicherweise der EU für die Euro-Partner finanziell sinnvoller als bislang gedacht.

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