Tirol: Euregio-Vorstandssitzung in Bozen

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Foto:LPA/Claudia Corrent
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Landeshauptmann">LH Platter: „Die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ist nicht nur ein Vorbild für grenzüberschreitende Zusammenarbeit, sondern auch ein Herzensanliegen“ Kategorien:  Tirol & Europa Europaregion Regierung LH Platter AutorIn: Bettina Sax
27 Sep 07:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

LH Platter: „Die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ist nicht nur ein Vorbild für grenzüberschreitende Zusammenarbeit, sondern auch ein Herzensanliegen“

Zum Abschluss der Südtiroler Präsidentschaft fand heute, Mittwoch, die 20. Euregio-Vorstandssitzung in Bozen statt. In den kommenden zwei Jahren werden die Landeshauptleute der Euregio – LH Günther Platter, LH Arno Kompatscher und LH Maurizio Fugatti – regelmäßig in Innsbruck zusammenkommen, denn am 12. Oktober 2019 übernimmt Tirol offiziell die Euregio-Präsidentschaft von Südtirol. Die heutige Vorstandssitzung des Europäischen Verbundes für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) stand ganz im Zeichen des Rückblicks auf die zweijährige Präsidentschaft Südtirols und des Ausblicks auf die anstehende Präsidentschaft Tirols, doch auch laufende Projekte wurden weiter vorangetrieben.

„Ich danke Arno Kompatscher für sein Engagement während der Südtiroler Präsidentschaft. Dass das Europa der Regionen an Bedeutung gewinnt, zeigte sich auch am großen Erfolg des Euregio-Fests am vergangenen Samstag in Neumarkt mit rund 7.000 Besucherinnen und Besuchern aus allen drei Landesteilen. Ich freue mich darauf, dass wir unter Tirols Federführung zahlreiche erfolgreiche Projekte weiterführen sowie neue auf den Weg bringen werden. Mir geht es darum, unsere Landesteile noch enger zusammenzuführen und die Euregio noch stärker in den Herzen unserer Bürgerinnern und Bürger zu verankern. Es gibt keine andere Europaregion, die so intensiv zusammenarbeitet wie unsere. Diesen Weg wollen wir fortsetzen und weiter ausbauen“, sagt LH Platter.

Präsidentschaftsübernahme am 12. Oktober beim Kaiser Max Fest in Innsbruck

In den letzten zwei Jahren wurden unter dem Vorsitz Südtirols zahlreiche Projekte umgesetzt, um die Bürgerinnen und Bürger der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino noch enger zusammenrücken zu lassen. Dazu zählen die Euregio-Mobilitätstage, der grenzüberschreitende Lawinenbericht „lawine.report“, der EuregioFamilyPass oder auch die Aufarbeitung der Geschichte der Euregio unter dem Titel „Historegio“. Das Bundesland Tirol bereitet derzeit ein vielfältiges Arbeitsprogramm vor, welches in einer gemeinsamen Klausur der drei Landeshauptleute am 13./14. November in Alpbach abgestimmt und beschlossen werden soll. „Die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino lebt von Projekten, die einen realen Mehrwert für die Menschen in den drei Ländern haben“, erklärt LH Platter. So plant Tirol unter anderem, am Ausbau und der Verbesserung des länderübergreifenden öffentlichen Personennahverkehrs zu arbeiten, den EuregioFamilyPass zu stärken, um ein ansprechendes Angebot für Familien zu bieten und das Naturgefahrenmanagement zu forcieren. Ein Jahr lang sollen auch die Museen der Euregio im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen.

Euregio im Bildungsbereich hervorheben

Um das Wissen der Jugendlichen über die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino zu vertiefen und das Interesse am Nachbarn zu stärken, überreichten die drei Landeshauptleute heute im Vorfeld der Vorstandssitzung die neuen Euregio-Landkarten samt Unterrichtsmaterial stellvertretend an zwei Schulen in Bozen: „Wer mit der Euregio aufwächst, entwickelt eine noch stärkere Verbundenheit. Die Zusammenarbeit und das Miteinander in unseren drei Ländern soll die Jüngsten auf ihrem Bildungsweg begleiten, die visuelle Präsenz die geographische Situation einprägen“, sagt LH Platter. In den kommenden Wochen werden die Euregio-Schulmaterialien an alle Volksschulen und erste Klassen der Neuen Mittelschulen in Tirol, Südtirol und dem Trentino zur Verfügung gestellt. Auch eine Neuauflage des Euregio-Geschichtsbuches von Carlo Romeo unter dem Titel „Tirol Südtirol Trentino. Ein historischer Überblick“ wurde beschlossen.

Kurzmeldungen aus der EVTZ-Vorstandssitzung

Ein Tag im Zeichen der Euregio: Am Samstag, den 12. Oktober 2019, findet im Anschluss der Euregio-Präsidentschaftsübergabe bzw. im Rahmen des Abschlussfestes vom Kaiser-Maximilian-Gedenkjahr das Euregio-Konzert von „HERBERT PIXNER & The Italo Connection“ statt. „Ich lade Klein und Groß dazu ein, am 12. Oktober 2019 mit uns die Präsidentschaftsübergabe und den Abschluss des Maximilianjahres in Innsbruck zu feiern. Dieser Tag steht einmal mehr im Zeichen der grenzüberschreitenden Mobilität“, verweist LH Platter auf den kommenden Euregio-Mobilitätstag am 12. Oktober. InhaberInnen eines EuregioFamilyPasses oder eines VVT-Jahres-, SeniorInnen- oder Semestertickets können kostenlos die öffentlichen Verkehrsmittel in allen drei Landesteilen nutzen. Auch der Innsbrucker Stadtverkehr ist miteingenommen. Ausgenommen sind Fernverkehrszüge.

Ausschreibung Euregio Science Fund: Der EVTZ-Vorstand beschloss die vierte Ausschreibung des Wissenschaftsfonds, dem „Euregio Science Fund“, für die Periode 2020-2023. Als Leuchtturmprojekt der Europaregion sollen Forschungsinstitutionen angeregt werden, interregionale Forschungsprojekte auf den Weg zu bringen und die wissenschaftliche und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Region zu stärken. Einreichungen sind bis Oktober 2020 möglich.


Quelle: Land Tirol



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