Vorarlberg: Einigkeit in der IBK im Kampf gegen das Coronavirus

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Einigkeit in der IBK im Kampf gegen das Coronavirus::
Foto: VLK/A. Serra
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02 Apr 20:39 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

LH Wallner: Kontrollen an den Grenzen sind notwendig und funktionieren gut

Bregenz (VLK) – Als derzeitiger Vorsitzender der Internationalen Bodenseekonferenz hat sich Landeshauptmann Markus Wallner heute (Donnerstag) in einer Videokonferenz mit den Regierungschefs der IBK-Mitglieder über den aktuellen Stand in Sachen Corona und die in den Ländern und Kantonen getroffenen Maßnahmen ausgetauscht. „Gerade in dieser Ausnahmesituation sind überregionale Kontaktpflege und Vernetzung unverzichtbar. In diesem Sinne begrüße ich es sehr, dass wir uns in unseren Bemühungen zur Eindämmung des Virus weitestgehend einig sind. Rund um den Bodensee wurden insgesamt sehr ähnliche Regelungen getroffen“, so Wallner.

Diese Übereinstimmung ist wichtig für die optimale Abstimmung innerhalb der IBK und nicht zuletzt bei der Umsetzung der Gesundheits- und Sicherheitskontrollen an den Grenzübergängen. „Die Lage an den Grenzen hat sich mittlerweile eingespielt, die Kontrollen funktionieren gut. Dabei ist für uns alle klar, dass der Warenverkehr und das Pendeln von Schlüsselarbeitskräften weiterhin möglich bleiben müssen“, betont Wallner.

Energiedienstleister nimmt seine soziale Verantwortung wahr

Auch, dass die illwerke vkw aufgrund der Corona-Krise die zum 1. Mai angekündigte Anpassung der Strompreise für drei Monate bis 1. August aussetzen, ist für den Landeshauptmann ein wichtiges Signal: „Für Vorarlberger Haushalte und kleine Geschäftskunden bedeutet das eine Entlastung von rund zwei Millionen Euro. Der größte Energiedienstleister in unserem Land nimmt seine soziale Verantwortung wahr. Es hat höchste Priorität, dass die Versorgung mit Strom und Erdgas gesichert bleibt.“

Neben dem Verzicht auf die Indexanpassung haben die illwerke vkw und die anderen österreichischen Energieversorger in Absprache mit der Bundesregierung beschlossen, bei Corona-bedingten Härtefällen keine Abschaltungen wegen Zahlungsrückständen vorzunehmen. Mit den betroffenen Kunden werden individuelle und bedarfsgerechte Zahlungsabwicklungen vereinbart.

Bitte um Disziplin in der Osterzeit

Insgesamt zeigen die zur Bekämpfung des Coronavirus getroffenen Maßnahmen erste Wirkung, die Zuwachsraten der Infektionen sind deutlich zurückgegangen, hielt LH Wallner fest. Aber von entscheidender Bedeutung werde die Entwicklung im April sein: „Wir müssen die Anweisungen strikt befolgen und durchhalten. Deshalb ist weiter absolute Disziplin gefragt – insbesondere auch in der Karwoche. Im Sinne der Gesundheit aller bitte ich, von großen Familienfesten rund um Ostern abzusehen. Bleiben wir diszipliniert, dann ist die Chance größer, dass wir das Ende des Tunnels früher erreichen.“

Landtag diskutiert umfangreiches Gesetzespaket zur Krisenbekämpfung

Der Vorarlberger Landtag tritt morgen (Freitag) zu einer Sondersitzung zusammen, um ein umfangreiches Gesetzespaket zur Krisenbekämpfung zu beschließen. „Ziel ist es, die Liquidität des Landes sicherzustellen“, so LH Wallner. Aufgrund der Dringlichkeit gewisser Maßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 sei die Einhaltung der oft strengen gesetzlichen Vorgaben nicht mehr überall möglich. Es gelte daher Fristen zu verlängern und die Möglichkeit zu schaffen, damit Kollegialorgane bis Ende dieses Jahres Beschlüsse auch per Videokonferenzen fassen können.

Schutzausrüstung: KHBG beliefert Pflegeheime und mobile Pflege

Da über die Beschaffung und Abgabe von Schutzausrüstung derzeit zahlreiche Missverständnisse und Falschinformationen kursieren, hielt Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher fest, dass das Land Vorarlberg selbst diese Ausstattung nicht einkauft und auch nicht einlagert. Die Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) hat für die Krisenzeit ein zentrales Krisenlager eingerichtet und auch das Einkaufsmanagement dafür übernommen. „Die Beschaffung dieser Materialien ist derzeit sehr schwierig. Die Bestände im Lager sind daher in erster Linie für die Vorarlberger Spitäler, Pflegeheime und ambulanten Pflegeeinrichtungen vorgesehen“, so Rüscher. Für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte ist aus diesem Bestand nur eine Notversorgung möglich. Diese müssen ihren Bedarf über die Ärztekammer an die Österreichische Gesundheitskasse melden. Dort wird die Beschaffung über den Bund organisiert und dort werden die Materialen auch wieder abgegeben. Die Standesvertretung begrüßt diese Unterstützung aus dem Krisenlager, bis die Lieferungen aus den eigenen ÖGK-Beständen eintreffen.

Landesrätin Rüscher verwies auch auf eine besondere Vorarlberger Errungenschaft: „Die KHBG-Tochter Medizinprodukteaufbereitung Vorarlberg bereitet täglich 2.000 Schutzmasken auf, sodass wir einen eigenen Kreislauf an Masken haben.“

Gut bewähren sich die beiden zentralen Infektionsordinationen in Dornbirn und in Bludenz zur Behandlung von akuten Atemwegsinfekten, die nicht mit Coronavirus in Verbindung gebracht werden. Mittlerweile ist eine dritte, kleinere Einrichtung dieser Art im Kleinwalsertal eingerichtet worden, informierte Rüscher.

Coronavirus: Aktueller Sachstand in Vorarlberg

Die Landessanitätsdirektion gibt den aktuellen Stand im Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt: In Vorarlberg sind bisher (Stand Donnerstag, 2. April 17.00 Uhr) 4.211 Verdachtsfälle aufgetreten, davon sind 3.503 negativ getestet worden, 708 Personen waren positiv. 51 Personen sind hospitalisiert, davon zwölf in Intensivbetten. Mittlerweile sind 147 Erkrankte wieder genesen, vier Menschen sind verstorben.

Weitere Informationen sind auf www.vorarlberg.at/corona abrufbar.


Quelle: Land Vorarlberg



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