Kärnten: Ein Jahr ,,Kärnten-Koalition" 2: Internationalisierung bringt Kärnten weiter voran

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Foto: LPD Kärnten/Helge Bauer
14 Apr 07:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

LH Kaiser und LR Gruber präsentierten in Jahres-Pressekonferenz Arbeitsschwerpunkte für die Zukunft - Kaiser: Sind angetreten, um fünf Jahre als Koalition zu arbeiten - Gruber: Nachhaltigkeit als Richtschnur in allen Bereichen

Klagenfurt (LPD). Die beiden Koalitionspartner, Landeshauptmann Peter Kaiser und LR Martin Gruber zogen heute, Freitag, nach einem Jahr Regierungskoalition nicht nur Bilanz. Beide legten in einem Ausblick die Schwerpunkte für die Zukunft dar. "Der Turbobooster Infineon wird dem ganzen Land zu Gute kommen. Die Milliarden-Investition wird Innovationen in allen Bereichen auslösen, wir werden neue Wertschöpfungsketten erschließen, es wird neue Ansiedelungen und damit Arbeitsplätze geben. Dieses engagierte Projekt erfordert intensives Arbeiten der Regierung und der Verwaltung", sagte Kaiser. In diesem Zusammenhang stellte Kaiser auch klar: "Diese Koalition hat fünf gemeinsame Jahre als Ziel. Das werden wir auch abarbeiten!" Landesrat Gruber betonte, dass Nachhaltigkeit und die Auswirkungen auf die nächsten Generationen die Richtschnur und der Maßstab für die zukünftige Regierungsarbeit sein werden.

Ihm, Kaiser, sei wichtig, damit auch die Internationalisierung des Landes voran zu treiben, um den Wirtschaftsstandort zu stärken. Durch beispielsweise der jetzt schon gestiegenen F&E-Quote und weitere Maßnahmen in diese Richtung werde Kärnten innerhalb Europas bereits als Innovations-Land gesehen. Maßnahmen wie der Ausbau des Lake Side Parks, die Schaffung der Silicon Austrian Labs werden laut Kaiser auch in Zukunft dazu beitragen, dass Kärnten seinem Ruf als Innovations-Land gerecht werde.

Das Zukunftsthema sei für den Landeshauptmann die Bildung. "Wir beschreiten neue Wege, wir schaffen neue Ausbildungsmöglichkeiten und auch hier Internationalität, wie unter anderem die Gustav Mahler-Privatuni, die 400 Studenten aus der ganzen Welt nach Kärnten bringen wird", erwähnte Kaiser als ein Beispiel, wie auch den Ausbau der Elementarpädagogik und die schrittweise Erhöhung des Kinder-Stipendiums. Auch mit dem Neubau der Psychiatrie befinde sich laut Kaiser nicht nur ein Jahrzehnt-Projekt in Umsetzung, sondern beschreite Kärnten neue Wege in der Behandlung von Menschen

Eine große Herausforderung für die Zukunft sei für den Landeshauptmann beispielsweise auch der sparsame Umgang mit Grund und Boden. "In klaren Richtlinien werden wir einen sorgfältigen Umgang festlegen. Denn Grund und Boden sind nicht vermehrbar", so Kaiser. Weitere Schwerpunkte werden die Flexibilisierung des Pflegebereichs sein, damit Menschen so lange wie möglich "daheim alt werden können" und ein Mietensenkungsprogramm, denn es sei laut Kaiser nicht tragbar, dass Menschen schon die Hälfte ihres Gehalts für die Wohnungsmiete aufwenden müssen.

Augenmerk sei laut Kaiser auch auf die EU zu legen. "Wir bekennen uns zu einem starken Europa. Die Internationalisierung unseres Landes ist ein Beitrag dazu. Kärnten wird auf Grund der Investition von Infineon und der Errichtung der Baltisch-Adriatischen-Achse ein neuralgischer Punkt in Europa", so Kaiser, der im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz betonte: "Ein Jahr Koalition ist kein Grund groß zu feiern, aber ein Grund, über die kontinuierliche Arbeit zu informieren!"

LR Martin Gruber ging insbesondere auf die Arbeitsschwerpunkte im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit ein: "Was wir tun, wirkt sich auf nächste Generationen aus. Dieser Gedanke muss Einfluss auf unser Arbeiten haben", so Gruber.

Ein Fokus werde laut Gruber auf das Erreichen einer Mobilitätswende gelegt. Ebenso werde man verstärkt auf umweltschonende Technologien in der Straßenverwaltung sowie auf das Thema Radmobilität setzen. "Wir wollen Radfahren für Einheimische, Familien, Pendler wie Gäste attraktiver machen." Dafür werde laut Gruber ein Kärnten weites Gesamtkonzept erstellt werden. Eine Waldstrategie 2020+ sei nicht nur auf Grund der zahlreichen Sturmschäden von Nöten. Es gehe auch darum, die Schutzfunktion der Wälder aufrecht zu erhalten und klimafitte Wälder zu fördern und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung abzusichern.

"Die Risikovorsorge in der Landwirtschaft ist eine Herausforderung für die Zukunft. Denn keine Branche ist dem Klimawandel so ausgesetzt wie die landwirtschaftliche Produktion. Hier haben wir im Sinne der Lebensmittelsicherheit und der flächendeckenden Produktion Handlungsbedarf", so Gruber. In diesem Zusammenhang nannte er auch die ARGE Regionalität, die in Zukunft die heimische Produktion und die Kärntner Lebensmittel noch stärker in den Fokus rücken werde, um beispielsweise die Verwendung heimischer Produkte im öffentlichen Bereich zu forcieren. "Das stärkt die Landwirtschaft, schafft Sicherheit beim Konsumenten und trägt durch die Reduktion von Transportwegen zum Klimaschutz bei", betonte Gruber.

Auch Gruber hielt fest, dass diese Koalition "angetreten ist, um gemeinsam Lösungen für das Land und die Bevölkerung zu erarbeiten".



Quelle: Land Kärnten



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