Ein Angebot für Frauen aus allen Ländern

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Die Vertreterinnen vom Verein "Frauen aus allen Ländern" nahmen den Arthur-Haidl-Preis 2019 von Jurymitglieder (v.r.) Magistratsdirektor Bernhard Holas, Rektor Tilmann Märk, Gemeinderätin Irene Heisz und Vizebürgermeisterin Uschi Schwarzl entgegen.
Foto: IKM/Dullnigg
07 Dez 11:00 2019 von Gerhard Repp Print This Article

Verein erhält den „Arthur-Haidl-Preis der Stadt Innsbruck“

Die Bildungs- und Beratungseinrichtung „Frauen aus allen Ländern“ erhält den Arthur-Haidl-Preis der Stadt Innsbruck 2019. Der Preis wird alle zwei Jahre vergeben, ist für Projekte und Initiativen in den Bereichen Kultur, Jugend, Traditionspflege, Bildung und Geisteswissenschaften vorgesehen und mit 10.000 Euro dotiert.

„Diese Einrichtung ist zu einer wichtigen Anlaufstelle für Frauen mit Migrationsgeschichte oder Fluchterfahrung geworden, die besondere Unterstützung und Beratung brauchen“, gratulierte Vizebürgermeisterin Mag.a Uschi Schwarzl dem Preisträger anlässlich des Festaktes am 5. Dezember im Bürgersaal: „Alle verfolgen das Ziel, diesen Frauen als Teil unserer Gesellschaft ein selbstbestimmteres Leben zu ermöglichen. Mein Dank gilt insbesondere allen, die sich in die Planung und Entwicklung des Bildungs- und Beratungsangebotes einbringen und zur Umsetzung oft auch freiwillig beitragen.“

Der Preisträger wurde von einer Jury, bestehend aus Magistratsdirektor Dr. Bernhard Holas, Kulturamtsleiterin Maria-Luise Mayr und Rektor Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Tilmann Märk (Leopold-Franzens-Universität) ausgewählt. Die Jury hat beratenden Charakter, über die endgültige Vergabe entschied die ressortführende Vizebürgermeisterin Uschi Schwarzl. 2017 wurden die „Kunst- und Architekturschule bilding“ und das „Zentrum für Jugendarbeit z6“ geehrt.

Zum Preisträger
Der Verein „Frauen aus allen Ländern“ ist eine im Jahr 2001 gegründete Bildungs- und Beratungseinrichtung für Frauen mit Migrations- und/oder Fluchterfahrung. Ziel der Einrichtung ist es, vielfältige Unterstützung und Partizipation von Frauen durch niederschwellige und bedarfsorientierte Angebote zu bieten. Besonderes Augenmerk wird auf Frauen mit Kindern gelegt, die außerhalb der Familie wenig Kontaktmöglichkeiten haben. Das umfangreiche niederschwellige Angebot in den drei Bereichen Bildung, Beratung sowie Freizeit und Kultur wird stets an die speziellen Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst, mit Kinderbetreuung durchgeführt und nach Möglichkeit in Zusammenarbeit mit den Besucherinnen der Einrichtung erweitert. Ihre Klientinnen leben großteils in Innsbruck und erhalten im Verein eine Möglichkeit zur Weiterbildung, Informationsbeschaffung und kulturellen Betätigung in ihrer direkten Umgebung.

Durch das Angebot in den genannten Bereichen will der Verein Partizipation und Selbstbestimmtheit im Alltag fördern, wodurch das Leben und Zusammenleben in Innsbruck gemeinsam positiv gestaltet werden kann. Ziel ist es, den Kulturraum Tirol ganzheitlich zu erfahren und zu erkunden, aber auch sich darin zu verorten und daran teilzuhaben. Dafür werden im Verein verschiedene Projekte und Initiativen umgesetzt, die z.B. den Zugang zu klassischen kulturellen Institutionen wie Museen, aber auch zu anderen wichtigen Bezugspunkten in der Stadt und ihrer Umgebung erleichtern sollen.

Arthur-Haidl-Preis allgemein

Der Preis wurde im Jahr 2004 von Dr.in Roswitha Stiegner, Tochter des ehemaligen Innsbrucker Vizebürgermeisters Reg.-Rat Arthur Haidl, gestiftet und erstmals vergeben. Arthur Haidl war von 1956 bis 1959 Gemeinderat, von 1959 bis 1971 amtsführender Stadtrat und von 1971 bis 1977 Vizebürgermeister der Landeshauptstadt Innsbruck. In seiner Funktion als Landesjugendreferent war ihm die Schaffung von jugendgerechten Einrichtungen ein besonderes Anliegen. Als Stifterin legte Roswitha Stiegner fest, dass der „Arthur-Haidl-Preis“ in Andenken an ihren Vater ausschließlich auf Projekte und Initiativen in den Bereichen Kultur, Jugend, Traditionspflege, Bildung und Geisteswissenschaften abzielt. Voraussetzung für die Preiswürdigkeit von eingereichten Projekten und Initiativen ist, dass diese zum Wohl und Ansehen der Stadt Innsbruck sowie Tirols einen außerordentlichen Beitrag leisten.

Weitere Informationen und Vergabe-Modalitäten sowie bisherige PreisträgerInnen unter www.innsbruck.gv.at (Bildung/Kultur > Preise/Stipendien). (AS)


Quelle: Stadt Innsbruck



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