Innsbruck: Dringende Sanierung der Lawinen-Bremsverbauung bei der Arzler Alm

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Im heurigen Winter wurde in der Nähe der Arzler Alm eine mächtige Lawine durch die dortigen Bremsverbauungen abgefangen.
Foto: M. Freinhofer
22 Aug 23:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Spuren des Winters beschäftigen Stadt Innsbruck noch immer

Im heurigen Winter haben die Lawinen-Bremsverbauungen bei der Arzler Alm ihre Stärke und Wichtigkeit für die Sicherheit der Tiroler Landeshauptstadt unter Beweis gestellt. Sie konnten eine mächtige Lawine abfangen, sodass diese unterhalb der Arzler Alm zum Stillstand kam. Durch die hohe Wucht der Schneemassen und dem mitgerissenen Schadholz entstanden allerdings massiven Schäden an den Bremshöckern. Im Juli 2019 begutachtete schließlich die Wildbach- und Lawinenverbauung den Zustand der Verbauungen und kam zu dem Schluss, dass eine unverzügliche Sanierung dringend notwendig ist – zum einen damit die Bauwerke wieder ihre volle Funktionsfähigkeit erlangen, zum anderen um ein Fortschreiten der Schäden zu unterbinden.

„Die einzigartige alpin-urbane Lage Innsbrucks hält aber gerade in Bezug auf Naturgefahren große Herausforderungen bereit. Diese gilt es auch im Kontext mit der Klimaveränderung genau im Blick zu behalten und vorausschauend zu handeln – genauso wie es in Sachen Lawinenschutz geschieht“, stellt Vizebürgermeister Franz X. Gruber klar: „Konkret bedeutet dies, dass mit Ausnahme der bereits 2010/11 sanierten Bremshöcker alle anderen Schutzbauten bei der Arzler Alm noch heuer bautechnisch saniert werden. Damit sind wir für die nächsten enormen Schneemengen – wann auch immer sie kommen – wieder bestens gewappnet.“ Der Stadtsenat stimmte der Sanierung und Erneuerung bereits einstimmig zu.

Der Winter 2019 und seine Folgen

Die Arzler Alm-Lawine ist eine aus mehreren Anbruchgebieten bestehende Lawinenbahn, deren Auslauf- und Gefahrenzonen das Siedlungsgebiet von Mühlau gefährden. Im heurigen Jänner sind aufgrund außerordentlicher Schneefälle im Bereich Arzl gewaltige Lawinen abgegangen. Diese haben nicht nur zu massiven Schäden im Wald, sondern auch zu einer starken Beeinträchtigung der vorhandenen Lawinen-Bremsbauwerke geführt. Insgesamt wurden bisher mehr als 5.000 Festmeter Schadholz aufgearbeitet. Dies entspricht etwa der halben Menge, die ansonsten in üblichen Waldwirtschaftsjahren in Innsbruck genutzt wird.

Umsetzung und Kosten

Mit der Planung der Sanierung wird die Wildbach- und Lawinenverbauung Gebietsbauleitung Mittleres Inntal beauftragt. Die kalkulierten Gesamtkosten betragen voraussichtlich rund 623.000 Euro. Der Stadtsenat stimmt der Übernahme des im Betreuungsdienst vorgeschriebenen und von der Stadt Innsbruck zu leistenden Interessentenbeitrags in Höhe von einem Drittel der Gesamtkosten, also 210.000 Euro, zu. (AA)


Quelle: Stadt Innsbruck



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