Pinzgau: Deutsche Bergsteiger in akuter Bergnot

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Foto: ÖBRD Salzburg
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03 Jul 19:18 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Am Abend des 2. Juli 2020 wurden drei deutsche Staatsbürger im Alter von 28, 28 und 30 Jahren aus einer alpinen Notlage gerettet. Die Bergsteiger befanden sich gerade beim Abstieg über den Ostgrat des Mitterhorns als ein Gewitter aufzog. Die Männer erkannten die Notlage und setzten den Notruf ab. Der Polizeihubschrauber flog mit der Bergrettung zum Riemannhaus, wo diese dann im Gewitter zu den drei Deutschen aufstiegen.

In weitere Folge begleitete die Bergrettung die drei unverletzten Männer zurück zum Riemannhaus.


Update der Bergrettung:

Bergretter aus Saalfelden bargen in der vergangenen Nacht drei Münchner Bergsteiger (im Alter zwischen 20 und 30 Jahren) bei Gewitter vom Mitterhorn (2506 Meter, Loferer Steinberge).

„Die Männer waren Donnerstagmorgen von München angereist und sind über die Peter Wiechenthaler Hütte zu einer ausgiebigen Bergtour aufgebrochen“, sagt der Saalfeldener Ortsstellen- und Einsatzleiter, Markus Reichholf, „sie stiegen über die Weißbachscharte und wollten eine ziemlich ausgesetzte und lange Tour über das Mitterhorn und Breithorn Richtung Riemannhaus gehen.“ Im Bereich des Mitterhorns kamen die Deutschen dann gegen 20 Uhr nicht mehr weiter. Der hochalpine Weg und ein Schlechtwettereinbruch machte ihnen zu schaffen und daher alarmierten sie die Bergretter aus Saalfelden. „Wir wurden dann von der Polizei, dem Hubschrauberteam der Libelle, noch kurz vor Einbruch der Dunkelheit teilweise zum Riemannhaus geflogen. Einige Bergretter fuhren mit der Seilbahn auf.“ Insgesamt neun Saalfelder Bergretter stiegen zum Breithorn auf und querten den ausgesetzten Grat mittels Seilversicherung Richtung Mitterhorn. „Wir haben die drei Münchner dann gegen 22:15 Uhr erreicht. Dort bauten wir unser Not-Biwak auf und versorgten die völlig erschöpften Männer. Dann sind wir mit ihnen gemeinsam - seilgesichert - die Tour Richtung Riemannhaus gegangen. Dort konnten die drei Männer in einem eigenen Raum über Nacht bleiben. Wir sind wieder ins Tal abgestiegen, schließlich mussten wir am Morgen zur Arbeit.“ Einsatzende für die Saalfeldener Bergretter war um 2:30 Uhr.

In diesem Zusammenhang möchte die Bergrettung wieder einmal an alle Bergbegeisterten appellieren: Exakte Tourenplanung – zu Länge und Beschaffenheit einer geplanten Tour - und gute Ausrüstung sind enorm wichtig. Gerade bei der derzeitig wechselnden Wettersituation ist auch das Einholen eines genauen Wetterberichtes vor längeren Bergtouren unbedingt notwendig.



Quelle: LPD Salzburg, Bergrettung



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