Österreich: Den Schulweg rechtzeitig üben!

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Den Schulweg rechtzeitig üben!
Foto: Bildagentur Zolles KG
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Den Schulweg rechtzeitig üben!
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Den Schulweg rechtzeitig üben!
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23 Aug 08:00 2019 von OTS Print This Article

Kinder sollten mit ihren Eltern schon in den Ferien den richtigen und sicheren Schulweg festlegen und üben.

Wien (OTS) - Die heurigen Sommerferien neigen sich dem Ende zu. Die Schultasche steht schon bereit und die Vorbereitungen für den Schulstart laufen. Nun ist es höchste Zeit, gemeinsam mit dem Kind den sichersten Weg in die Schule festzulegen und zu üben. Taferlklassler müssen erstmals den Schulweg erlernen, doch auch ältere Kinder sollten den Weg zur Schule wieder auffrischen. Denn auf dem Schulweg lauern Gefahren, die oftmals leider auch mit einem Unfall enden. Allein im Jahr 2018 weist die Unfallstatistik der Statistik Austria 570 Unfälle mit Schulkindern am Schulweg aus, bei denen 610 Kinder verletzt wurden.

Den neuen Schulweg sollten die Kinder gemeinsam mit den Eltern rechtzeitig, also schon in den letzten Ferienwochen, üben. „Es liegt am Engagement der Eltern, wie gut ihre Sprößlinge auf die neue Situation vorbereitet werden. Der Schulweg ist nicht an einem Tag erlernt, sondern es braucht rund sechs bis zehn Wiederholungen, bis alle Gefahrensituationen am Schulweg auch als solche erkannt werden“, so ARBÖ-Verkehrspsychologin Patricia Prunner.

Damit die jungen Verkehrsteilnehmer fit für den Schulweg werden, ist es wichtig, dass sich die Eltern ausreichend Zeit nehmen, und folgende Punkte beachten:

1. Gemeinsam mit den Kindern den sichersten Weg (mit den wenigsten Straßenüberquerungen) verbindlich festlegen. Der sicherste Weg muss nicht der kürzeste sein! 2. Gefahrenquellen wie zum Beispiel Abbieger bei Ampeln gemeinsam aufspüren. Auch wenn die Ampel „grün“ zeigt, muss sich das Kind vergewissern, dass es die Straße gefahrenlos überqueren kann. 3. Den Kindern vorzeigen und auch im Alltag vorleben, wie man sich richtig auf der Straße, insbesondere beim Überqueren, bei Ampeln, auf dem Zebrastreifen oder bei Ein- und Ausfahrten, verhält. Auch auf einem Zebrastreifen darf sich ein Kind nicht darauf verlassen, dass die herannahenden Autos anhalten. Daher sollten die jungen Verkehrsteilnehmer immer erst dann die Straße überqueren, wenn die Straße frei ist oder die Autolenker aus beiden Richtungen angehalten haben. Wenn möglich den Blickkontakt zu den Autofahrern aufnehmen um sicher zu gehen, gesehen zu werden. 4. Der Schulweg ist medienfreie Zone!! Musik hören oder am Handy spielen lenkt massiv vom Verkehrsgeschehen ab und hat im Straßenverkehr keinen Platz. Hier gilt ebenso: ELTERN sind das Vorbild der Kinder. Daher ist es besonders wichtig, dass auch die Erwachsenen sich diese Regel besonders zu Herzen nehmen. 5. Eltern müssen auch das richtige Verhalten am Gehsteig vorzeigen. So ist es sicherer, auf der Innenseite des Gehsteigs zu gehen. Erklären sie dem Kind, das sich damit der Abstand zum vorbeifahrenden Fahrzeug erhöht. Regeln müssen für Kinder (aber auch für Erwachsene) immer einen Sinn ergeben um gerne eingehalten zu werden. 6. Auf gute Sichtbarkeit achten. Kinderwarnwesten, reflektierende Schnappbänder oder Anhänger gibt es in den ARBÖ-Prüfzentren. 7. Eltern sollen den Kindern genau erklären, warum gewisse Verkehrssituationen gefährlich sind. Beobachtetes Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer thematisieren und die Kinder auf die möglichen Folgen aufmerksam machen. 8. Kinder lernen durch Verstärkung und Lob des richtigen Verhaltens. Drohungen oder schimpfen verunsichert nur.


Quelle: OTS