Betrug: Kärntnerin (43) zahlte tausende Euro an "Zollbehörde"

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12 Okt 09:03 2013 von Elisabeth Schwarzl Print This Article

Die Frau hat im Vorjahr bei einer Werbereise in die Türkei Schmuck gekauft - nun meldete sich der angebliche Betreiber der Schmuckfabrik

BEZIRK KLAGENFURT-LAND. Opfer krimineller Machenschaften wurde eine 43-jährige Frau aus dem Bezirk Klagenfurt-Land. Sie überwies tausende Euro, nachdem sich die "türkische Zollbehörde" bei ihr gemeldet hatte. Als sie erneut einen großen Geldbetrag überweisen sollte, wurde die Kärntnerin misstrauisch und erstattete Anzeige.


Die Frau aus dem Bezirk Klagenfurt-Land nahm im Februar 2012 an einer Werbereise in die Türkei teil, wobei sie in einer Schmuckfabrik zwei Goldketten und ein Armband kaufte. Am Mittwoch meldete sich der angebliche Betreiber der Schmuckfabrik und ersuchte sie, mit der "türkischen Zollbehörde" Kontakt aufzunehmen - und gab der Frau eine Telefonnummer bekannt.

Bei der angeblichen Zollbehörde machte man sie am nächsten Tag auf das Vorliegen eines "Zollvergehens" aufmerksam und bot ihr insofern Hilfe an, wenn sie über "Western Union" einen Betrag von mehreren tausend Euro überweise. Dieses Geld werde am nächsten Tag wieder retourniert, hieß es.

Die Kärntnerin bezahlte den geforderten Geldbetra. Am nächsten Tag meldete sich der angebliche Schmuckfabrikant wieder und bestätigte den Erhalt des Geldes. Da es jedoch zu Schwierigkeiten gekommen sein soll, seien nochmals mehrere tausend Euro zu bezahlen, die ebenfalls wieder retourniert werden würden, so der Betrüger.

Diesmal wurde die 43-Jährige misstrauisch und überwies das geforderte Geld nicht. Der einbezahlte Erstbetrag war bei "Western Union" bereits behoben worden. Anzeige gegen unbekannte Täter an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt wurde erstattet.



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