Innsbruck: Baumaßnahmen am Emile-Béthouart-Steg fertiggestellt

Slide background
Foto: M. Freinhofer
27 Jun 20:00 2020 von Redaktion International Print This Article

Sanierungsbedürftige Pfeilervorbauten durch neue Betonmanschetten ersetzt

(IKM) Von 1873 bis 1875 wurde der Emile-Béthouart-Steg über den Inn errichtet. Die Pfeilervorgründe der denkmalgeschützten Eisenfachwerkbrücke lagen frei und mussten gesichert werden. Deshalb wurden in zwei Bauabschnitten von September 2019 bis Juni 2020 die Fundamente des Steges erneuert.

„Der Emile-Béthouart-Steg verbindet die Innenstadt und St. Nikolaus. Durch die notwendig gewesenen Baumaßnahmen ist die Sicherheit auf lange Zeit hin gewährleistet. Aufgrund seiner Lage ist der Steg ein wichtiger und beliebter Übergang sowie Radweg für Innsbrucks Bürgerinnen und Bürger“, betont die für Brücken- und Wasserbau ressortzuständige Vizebürgermeisterin Mag.a Uschi Schwarzl.

Sicherungsmaßnahmen

Im Laufe der Jahrzehnte kam es an den Pfeilerfundamenten zu starken Unterspülungen, wodurch die alten Pfeilervorgründe gelitten haben und es zu Beschädigungen gekommen ist. Um dieser Gefahr für den beliebten Innsteg zu begegnen, wurden entsprechende Sicherungsmaßnahmen ergriffen. So wurde der Untergrund mittels Bodenvermörtelung gesichert und die alten Pfeilervorgründe entfernt und durch neue Betonmanschetten ersetzt. Die bisherigen breit angelegten Pfeilervorgründe sorgten im Wasser für Verwirbelungen und extreme Strömungen. Mit den neuen verkleinerten Vorbauten kann das Wasser besser abfließen, was sich zudem positiv auf die Hochwassersicherheit auswirkt.

Kramsacher Marmor

Der Steg wurde vor mehr als 145 Jahren auf Natursteinpfeilern aus weißem Kramsacher Marmor errichtet. Diese Pfeiler stehen heute noch auf dem ursprünglichen Holzrost. Von diesem Holzrost ist jetzt kaum mehr etwas übrig, da er bei früheren Sanierungen teilweise entfernt wurde. Das Fundament wurde zuletzt im Jahr 1993 saniert. Die Restaurierungsarbeiten an den Natursteinpfeilern werden mittelfristig, in einer der nächsten Niederwasserperioden, durchgeführt.


Quelle: Stadt Innsbruck



  Markiert "tagged" als:
  Kategorien: