Salzburg: Bäuerliche Betriebe werden rasch und unbürokratisch unterstützt

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Foto: Land Salzburg/Michael Rausch
29 Mai 21:11 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Landes-Investprogramm aufgrund Corona-Pandemie ausgeweitet / Regionale Bauwirtschaft profitiert davon massiv

(LK) Durch die Corona-Krise ist die sichere Versorgung mit heimischen Lebensmitteln mehr denn je in den Fokus gerückt. Aber auch die heimischen Bäuerinnen und Bauern sind von der Pandemie betroffen. Um ihnen durch diese schwierigen Zeiten zu helfen und um die Versorgungssicherheit weiterhin zu gewährleisten, hat Salzburg nun das Landes-Investprogramm ausgeweitet.

„Es ist ein Gebot der Stunde, die heimische Landwirtschaft jetzt rasch und unbürokratisch zu unterstützen. Daher ist die Unterstützung durch das Landes-Investprogramm besonders wichtig“, ist Agrarlandesrat Josef Schwaiger überzeugt, und er betont weiter: „Mit der Ausweitung des Programms wurden alleine in der Zeit zwischen Ostern und jetzt rund 110 Anträge gestellt.“ Mehr als die Hälfte der Antragsteller kommen in den Genuss der Ausweitung, können sozusagen noch einmal darauf zählen, auch wenn sie die Höchst-Investitionssumme in der Höhe von 60.000 Euro bereits ausgeschöpft haben. Das Ziel: „Die Betriebe gerade jetzt zu unterstützen und dass diese auch den Mut für notwendige, oftmals kleinere Investitionen gerade in diesen Zeiten finden“, so Schwaiger, der kürzlich mehrere unterstützte Betriebe besuchte.

Das ist neu: Zusatz-Zuschuss für Investitionen

Landwirtschaftliche Betriebe, die in den vergangenen Jahren bereits eine Förderung aus dem laufenden Programm erhalten haben, können ein weiteres Mal einen Direktzuschuss beantragen. Das gilt für alle neuen Investitionen, die nach Ostern starteten. Die Antragstellung nach dieser Sonderregelung ist bis Ende 2020 möglich.

1.400 Anträge bereits bewilligt

Das unbürokratische und gezielte Landes-Investprogramm läuft bereits drei Jahre und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Mehr als 1.400 Anträge wurden bisher bewilligt. Diese lösten im Bundesland Salzburg ein Investitionsvolumen von rund 50 Millionen Euro aus, die überwiegend in die regionale, kleinstrukturierte Wirtschaft flossen. Etwa 13 Millionen Euro wurden an Fördergeldern bisher gewährt. Eine Förderung war bisher für jene Landwirte nicht möglich, die bereits die Höchstsummen ausgeschöpft haben. Mit der jetzigen Ausweitung kann ab sofort jeder Betrieb in Salzburg, der ein neues Investitionsvorhaben umsetzt, eine Förderung beantragen.

Die Förderung im Detail

Gefördert werden anrechenbare Nettokosten in Höhe von maximal 60.000 Euro: Davon 30 Prozent für Investitionen in die Direktvermarktung, in besonders tierfreundliche Stallbauten und in die Almwirtschaft, 25 Prozent für alle übrigen Investitionen. Unterstützt werden:

  • Funktions- und Wirtschaftsräume in der Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte
  • bauliche Investitionen in landwirtschaftliche Wirtschaftsgebäude wie Stallbauten, Heuberge- und Futterlagerräume, Freiauslaufflächen oder Milchkammern
  • einschließlich der notwendigen und fest mit dem Gebäude verbundenen technischen Einrichtungen und Anlagen wie Milch- und Melktechnik, stationäre Fütterungsanlagen, Hängedrehkräne oder Heubelüftungs- und Heutrocknungsanlagen sowie Investitionen in Mobilkräne
  • Jauche- und Güllebehälter mit fester Abdeckung sowie Festmistlagerstätten
  • bauliche Investitionen in der Almwirtschaft wie Almhütten bis 50 Quadratmeter, Almställe, Viehunterstände oder Anlagen zur Wasser- und Energieversorgung inklusive der notwendigen technischen Einrichtungen und Anlagen
  • Investitionen in den Obst- und Gartenbau.

Die Förderanträge sind vor Beginn des Bauvorhabens bei der örtlich zuständigen Bezirksbauernkammer einzureichen.


Quelle: Land Salzburg



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