Vorarlberg: Bachmannpreisträgerin Tanja Maljartschuk liest aus „Blauwal der Erinnerung“

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Bachmannpreisträgerin Tanja Maljartschuk liest aus „Blauwal der Erinnerung“::Tanja Maljartschuk, 1983 in Iwano-Frankiwsk, Ukraine geboren, studierte Philologie und arbeitete nach dem Studium als Journalistin in Kiew. 2009 erschien ihr Erzählband „Neunprozentiger Haushaltsessig“ auf Deutsch, 2013 ihr Roman „Biografie eines zufälligen Wunders“ und 2014 „Von Hasen und anderen Europäern“. Die Autorin schreibt Kolumnen für die „Deutsche Welle“ (Ukraine) und für „Zeit Online“. Lebt seit 2011 in Wien.
[Tanja Maljartschuk Foto: © Michael Schwarz]
15 Mär 19:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Vorarlberger Landestheater am Dienstag, 19. März 2019, 20.00 Uhr

Bregenz (VLK) – Die in Wien lebende, aus der Ukraine stammende Schriftstellerin Tanja Maljartschuk präsentiert am Dienstag 19. März, um 20.00 Uhr, im Café des Vorarlberger Landestheaters ihr neues Buch „Blauwal der Erinnerung“: ein bildmächtiger Roman über Verzerrungen der Wirklichkeit, die Spurlosigkeit des Verschwindens und die Macht der Erinnerung. Moderiert wird die Veranstaltung von Ingrid Fürhapter vom Franz-Michael-Felder-Archiv.

Die Schriftstellerin Tanja Maljartschuk beschäftigt sich mit immer wieder mit dem Thema „Flüchtlinge und verlassene Menschen“. Für ihren Text „Frösche im Meer“, in dem ein Mensch mitten in Europa aus Verzweiflung seine eigene Identität vernichtet, erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis 2018.

Ihr neuer Roman zeigt, was es heißt, wenn die Antwort auf die Frage nach dem eigenen Ich aus Angst, Gehorsamkeit und „Vergessenheit“, so der Titel der Originalausgabe, besteht. Die Autorin verknüpft darin das Leben des vergessenen ukrainischen Volkshelden Wjatscheslaw Lypynskyj, der sich nach seinem Tod das Herz durchstechen ließ, auf kunstvolle Weise mit dem der unter Panik-Attacken leidenden Ich-Erzählerin, deren „Herz im Hals“ aus ihrer Kehle heraus zu springen droht.

Obwohl nichts außer „irrationale Sturheit“ die beiden zu verbinden scheint, sucht die Protagonistin in der Vergangenheit des aus einer polnischen Adelsfamilie stammenden Denkers, der als „Politiker ein Philosoph, als Historiker ein Poet“ war, nach Berührungspunkten, um mit der „Sterbensangst vor dem Leben“ besser zurechtzukommen: „Wieso bin ich überhaupt?“


Quelle: Land Vorarlberg



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