Burgenland: Arten bekommen ein Gesicht

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Foto: Bgld. Landesmedienservice
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14 Jul 07:00 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

Eisenkopf: Mit dem Projekt „Arten-Checken“ in Gemeinden informieren und Lust auf Artenschutz machen.

Mit dem Projekt „Arten-Checken“, das Naturschutzlandesrätin Astrid Eisenkopf gemeinsam mit Wolfgang Suske vom Verein thema:natur, Renate Hombauer, der Geschäftsführerin des Naturparks Rosalia-Kogelberg und Johann Lotter, dem Bürgermeister der Naturparkgemeinde Schattendorf im Naturparkbüro in der Schuhmühle Schattendorf vorstellte, soll schützenswerten Arten ein Gesicht gegeben werden. In den insgesamt zehn ausgewählten Gemeinden soll mit witzigen Werbematerialien wie T-Shirts und Rubbellosen der breiten Bevölkerung, insbesondere Kindern und Jugendlichen, lebendig und erlebnisreich die heimische Fauna und Flora sowie die Notwendigkeit ihres Schutzes vermittelt werden, um mehr Verständnis und Unterstützung für den Artenschutz im Burgenland zu erreichen.

„Es geht um Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung. Das Wissen um die verschiedenen Arten, Lebensräume und Lebensweisen von Tieren und Pflanzen, und nicht zuletzt um ihre Schutzbedürftigkeit ist Basis und Schlüssel für nachhaltigen Naturschutz. Wir wollen aufzeigen, dass jede und jeder etwas zum Naturschutz beitragen kann und dass jede Kleinigkeit hilfreich ist, wenn viele sie machen“, zeigte sich Naturschutzlandesrätin Astrid Eisenkopf von der Sinnhaftigkeit des Projektes überzeugt.

Konkret wurden im Rahmen des Projektes zehn schützenswerte Tier- und Pflanzenarten, darunter etwa die Ringelnatter oder die Ährenmaus, als Botschafter-Arten ausgewählt. „Im Burgenland leben viele Arten mit wahnsinnig spannenden Geschichten“, erläuterte Wolfgang Suske vom Verein thema:natur, der das Projekt entwickelte: „Jeweils für ein Monat tauchen einige Tiere und Pflanzen überall in der Gemeinde auf: beim Fleischer, beim Bäcker, in der Arztpraxis. Auf Postern, Bierdeckeln oder Tischaufstellern erzählen sie mit ein wenig Humor aus ihrem Leben und wie wir Menschen ihnen das Leben ein wenig erleichtern können.“

Die erste Gemeinde, in der die Botschafter für einige Wochen haltmachen, ist die Naturparkgemeinde Schattendorf mit dem Naturpark Rosalia-Kogelberg: „Eine der vier Säulen der Naturparke ist der Artenschutz, daher ist es für uns ganz wichtig, auf die heimischen Arten aufmerksam zu machen“, so Renate Hombauer, Geschäftsführerin des Naturparks. Schattendorfs Bürgermeister Johann Lotter ergänzte: „Wir wollen Natur nicht nur verwalten, sondern auch erleben. Bei uns ist die Bevölkerung sehr interessiert daran, unsere Volksschule ist Naturpark-Schule.“

Das Projekt „Arten-Checken“ soll über ein Jahr laufen. Es wird zu gleichen Teilen mit Mitteln der EU und des Landes Burgenland mit einem Gesamtvolumen von 90.000 Euro gefördert und bezieht alle Naturparkgemeinden mit ein.


Quelle: Land Burgenland



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