Salzburg: Arbeitsmarkt weiter von Corona infiziert

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06 Mai 19:00 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Verdoppelung der Arbeitslosenzahlen im April / Schwerpunkt verlagert sich in den Zentralraum

(HP) Die Corona-Krise führte auch im April zu einem Negativ-Rekord am Arbeitsmarkt. Der Schwerpunkt verschob sich vom Süden des Landes in den nördlichen Zentralraum. Ende April waren in Salzburg 29.833 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr mehr als eine Verdoppelung beziehungsweise ein Plus von 101,8 Prozent oder 15.061 zusätzliche Arbeitslose.

Damit verzeichnet Salzburg beim Zuwachs hinter Tirol (+119,2 Prozent) und vor der Steiermark (+100,6 Prozent) den zweithöchsten Zuwachs bundesweit. Die geringste Steigerung gibt es in Wien (+56,2 Prozent). Bundesweit ist die Arbeitslosigkeit um 76,3 Prozent gestiegen.

31.501 Personen ohne Beschäftigung

Zählt man zu den aktuellen Arbeitslosen noch die 1.668 Schulungsteilnahmen (-32,3 Prozent) dazu, waren 31.501 Personen ohne Beschäftigung. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs um 82,7 Prozent. Junge Arbeitslose unter 25 Jahre waren vom Anstieg mit plus 130,5 Prozent stärker betroffen als ältere, bei denen der Zuwachs +65,3 Prozent ausmacht. „Positiv ist, dass die Arbeitslosigkeit ab 50 Jahre deutlich unterproportional verlaufen ist, denn die Wiedereingliederung älterer Arbeitskräfte ist bekanntlich problematischer und endet nicht selten in Langzeitarbeits-losigkeit“, zeigt sich AMS-Chefin Jacqueline Beyer erleichtert, weist aber „nicht ohne Sorge“ auf einen mit plus 4,8 Prozent beginnenden Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit hin, nachdem diese zuletzt über einen längeren Zeitraum gesunken war. Die absolute Zahl arbeitsloser Frauen und Männer ist nahezu gleich hoch.

Flachgau mit stärksten, Pongau mit geringsten Zuwächsen

Nachdem im März die Tourismusregionen hauptbetroffen waren, hat sich nun diese Entwicklung in den nördlichen Zentralraum verlagert: Mit plus 122,7 Prozent auf 4.977 Arbeitslose führt der Flachgau die Regionalstatistik an, gefolgt von der Landeshauptstadt mit einem Plus von 108,5 Prozent auf 9.152 Betroffene. Es folgt der Lungau mit einem Zuwachs von 102,4 Prozent auf 1.097 Arbeitslose, dann der Tennengau mit plus 97,9 Prozent auf 2.266 Vorgemerkte, knapp dahinter der Pinzgau mit einem Plus von 96,6 Prozent beziehungsweise 6.778 Arbeitslosen. Den deutlich geringsten Zuwachs verzeichnete der Pongau mit einem Plus von 84 Prozent auf 5.563 Arbeitslose.


Quelle: Land Salzburg



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