Alpinpolizei Vorarlberg - Präventionstipps für Aktivitäten in der freien Natur

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Wandern - Symbolbild

26 Mai 12:52 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Von der Alpinpolizei werden alle Unfälle im alpinen Gelände erhoben. Diese Daten werden in anonymisierter Form dem Kuratorium für alpine Sicherheit zur Unfallursachenforschung und Unfallprävention zur Verfügung gestellt.
Die aktuell vergleichsweise geringen Unfallzahlen im alpinen Gelände sind dem defensiven Verhalten der Bergsportler zu verdanken, die den Empfehlungen der Rettungsorganisationen gefolgt sind und auf extreme, risikoreiche Aktivitäten in Zeiten der Coronabeschränkungen verzichtet haben.
Gleichzeitig steigt aber das Bedürfnis nach sportlicher Betätigung. Aufgrund derzeit eingeschränkter Sportmöglichkeiten, insbesondere bei Mannschafts- und Indoorsportarten, suchen die Menschen nach Alternativen. Wandern, Radfahren und vor allem Mountainbiken wird immer beliebter, was sich auch in den in diesem Bereich steigenden Unfallzahlen ausdrückt.
Bei den Erhebungen der Alpinpolizei ist immer wieder festzustellen, dass Unerfahrene und Ungeübte Opfer von alpinen Unfällen werden.
Wanderer unterschätzen die Schwierigkeiten und Länge von Touren, verletzen sich bei Stürzen oder verirren sich. Mountainbiker erreichen mit Motorunterstützung bisher unerreichbare Ziele am Berg. Die Talfahrt auf unbefestigten Wegen wird bei mangelnder Fahrpraxis zur Gefahr.
Weitere wertvolle Tipps zur Tourenplanung und für das Verhalten in Notfällen finden sich auf der Homepage der Vorarlberger Bergrettung
https://bergrettung-vorarlberg.at/teaser-menue/tipps/peak-bergcheck und der Alpinen Vereine.
Zudem empfiehlt die Alpinpolizei allen diesen Sportbegeisterten, die Nutzung der Möglichkeiten moderner Mobiltelefone. Orientierungs-Apps können bei der Planung von Touren und auch in Notfällen wertvolle Dienste leisten.
Insbesondere Personen, die alleine unterwegs sind, sollten besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Dazu gehört vor allem, einen Angehörigen oder eine Vertrauensperson über die geplante Tour zu informieren.
Bei modernen Mobiltelefonen besteht zudem die Möglichkeit der ‚Standortfreigabe‘, einer Ortungsfunktion, wie sie von verschiedenen Applikationen angeboten werden.
Personen, die alleine zu einer Tour aufbrechen, können vor einer Tour Angehörigen erlauben, sie im Bedarfsfall zu orten. Eine Ortung ist in diesem Fall auch dann möglich, wenn ein Unfallopfer nicht mehr in der Lage ist, sein Mobiltelefon selbst zu bedienen.



Quelle: LPD Vorarlberg



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