"AfterWork am Bauernhof" - auf zum Hoferlebnis

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Foto: LK OÖ
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11 Sep 21:03 2018 von Gerhard Repp Print This Article

Mit dem neuen Bildungsprojekt „AfterWork am Bauernhof“ wollen Landwirtschaftskammer OÖ und das Ländliche Fortbildungsinstitut der Landwirtschaftskammer OÖ neue Kommunikationsschienen zwischen Konsumenten und Landwirtschaft eröffnen. Ausgewählte bäuerliche Betriebe werden dabei ihren Stall und Hof öffnen und die Fragen der Besucher zur landwirtschaftlichen Produktion beantworten. Bei manchen Angeboten dürfen die Besucher am Bauernhof selbst mit anpacken und aktiv werden.

„Mit diesem Projekt wollen wir den Bezug weiterer Bevölkerungsschichten zu Ernährung und Lebensmittelherkunft stärken. Bisher hat sich die Landwirtschaftskammer gemeinsam mit den bäuerlichen Betrieben in ihren Angeboten für die außerlandwirtschaftliche Bevölkerung stark an den Kindern bzw. der Erweiterung der Ernährungskompetenz und dem Kochen orientiert und Angebote wie Schule am Bauernhof oder Kochkurse mit den Seminarbäuerinnen ins Leben gerufen. Nun wollen wir uns an die erwachsene Bevölkerung im urbanen Raum wenden, die im Zuge von Betriebsbesichtigungen aus erster Hand alles Wissenswerte zu Ernährung, Lebensmittelherkunft und landwirtschaftlicher Produktion erfahren soll“, erläutert Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ das neue Angebot „AfterWork am Bauernhof“.

Auf den Höfen werden folgende Themen erläutert: von der Saat bis zur Ernte, von der Geburt bis zur Schlachtung und zur Fleischverarbeitung, vom Rohprodukt bis zur Delikatesse. So können die Besucher direkt und authentisch im persönlichen Gespräch mit der Bäuerin und dem Bauern diskutieren und dabei Produkte vom Hof verkosten. „Das Projekt AfterWork am Bauernhof vereint damit Bewusstseinsbildung zum Thema heimische Lebensmittelproduktion mit einem Bildungserlebnis für alle Sinne“, betont Reisecker.

Information über die Wurzeln unseres Essens
Woher kommt unsere Milch? Was steckt hinter den unzähligen Gütesiegeln? Wodurch unterscheidet sich die österreichische Landwirtschaft von der Landwirtschaft in anderen europäischen Ländern? Welche Arten der Tierhaltung gibt es in der heimischen Landwirtschaft? Und wie schaut eigentlich der Alltag einer Bäuerin und eines Bauern aus? Diese und viele andere Fragen werden immer häufiger von interessierten Konsumentinnen und Konsumenten, insbesondere von der städtischen Gesellschaft, gestellt. Die Sehnsucht vieler Menschen in den Ballungsräumen nach Naturnähe und Nachvollziehbarkeit der Lebensmittelherkunft steigt und ist durch verschiedene Trends wie z.B. Urban Gardening oder die Entstehung von Food Coops klar ersichtlich. Doch viele Fragen zur Landwirtschaft bleiben meist unbeantwortet, denn Werbung und Medien zeichnen oft extrem unterschiedliche Bilder von unserer Landwirtschaft – auf der einen Seite die Idylle mit Dirndl und Heugabel, auf der anderen Seite Massentierhaltung, Gewässerverschmutzung oder industrialisierte Landwirtschaft.

Ziel ist es, Interessierten Einblicke in die Landwirtschaft zu geben. In eigens kreierten Veranstaltungen erhalten die Teilnehmenden Einblicke in Vorgänge und Abläufe am Bauernhof. Abgestimmt auf den Betrieb und die jeweilige Produktionsform, bieten die AfterWork am Bauernhof-Betriebe verschiedene Programmbausteine wie z.B. Betriebsführungen oder Workshops zu den Themen "Vom Getreide zum Brot", "Vom Obst zum Saft", „Der Weg von Milch und Ei“, ... an. Die Teilnehmenden können Bauernhofspezialitäten verkosten oder dürfen je nach Angebot selbst aktiv sein und mithelfen. So lernen Konsumenten die Herkunft vieler Produkte des täglichen Lebens kennen. Es wird ein praxisorientiertes Bild der österreichischen Landwirtschaft vermittelt und die Vernetzungen der Landwirtschaft mit Landschaftsbild, Ökologie, Soziologie und Ökonomie werden aufgezeigt. Die Veranstaltungen werden dort angesetzt, wo der weite Weg der Wertschöpfungskette beginnt, bei der landwirtschaftlichen Urproduktion auf unseren heimischen Bauernhöfen.

Afterwork am Bauernhof ist ein österreichweites Projekt mit Schwerpunkt auf die großen Städte wie Wien, Graz, Klagenfurt und Linz mit dem jeweiligen Umland. Das Projekt ist eine Kooperation von ÖKL (Österreichisches Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung), LFI (Ländliches Fortbildungsinstitut), FiBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) und ARGE Bäuerinnen und wird über die Ländliche Entwicklung, Maßnahme Bildungscluster „Dialog mit der Gesellschaft“, gefördert.

AfterWork am Bauernhof-Veranstaltungen starten im Herbst 2018: www.afterwork-am-bauernhof.at


Quelle: Landwirtschaftskammer Oberösterreich



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