AMS und Land NÖ ziehen Bilanz zu erfolgreichem Projekt gemA 50+

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Rupert Dworak, Präsident des Österreichischen Gemeindevertreterverbandes, Martin Eichtinger, Landesrat, Sven Hergovich, AMS-NÖ Landesgeschäftsführer und Alfred Riedl, Präsident des Österreichischen Gemeindebundes (v.l.n.r.)
Foto: © NLK Burchhart
18 Jän 22:00 2020 von Redaktion Salzburg Print This Article

Eichtinger/Hergovich/Dworak/Riedl: Unterstützung für 612 ältere arbeitslose Personen im Jahr 2019

Seit gut sechs Jahren bieten das AMS NÖ und das Land NÖ älteren arbeitslosen Personen die Möglichkeit, über das Projekt „gemA 50+“ den Wiedereinstieg in einen Job zu schaffen. 2019 war ein besonders erfolgreiches Jahr. Knapp 2.000 Jobsuchende haben seit 2014 an „gemA 50+“ teilgenommen, allein 612 im Jahr 2019. 330 Gemeinden haben dieses geförderte Beschäftigungsangebot genutzt. Hinzu kommen 16 öffentliche Einrichtungen und 60 niederösterreichische Vereine. Das Projekt erfreut sich neben steigender Nachfrage auch eines immer größer werdenden Erfolges: 2014 konnten 17 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgreich ins Erwerbsleben integriert werden, 2018 waren es bereits 36,7 Prozent. Der Integrationserfolg sechs Monate nach regulärem Ausscheiden aus dem Projekt lag 2018 bei 34 Prozent, nach neun Monaten sogar bei 58 Prozent.

Für das Jahr 2019 zeichnet sich eine Fortsetzung dieses positiven Trends ab, die vorläufige Integrationsquote drei Monate nach Ausscheiden der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Projekt lag bei 40 Prozent. „Diese Idee hat in Niederösterreich zu einer Erfolgsgeschichte geführt. Es profitieren einerseits die Gemeinden und Vereine, die über das Projekt neues Personal kennenlernen können. Vor allem aber haben die betroffenen Personen die Möglichkeit, durch die Teilnahme dauerhaft und nachhaltig wieder eine Anstellung zu finden“, erläutert der für den Arbeitsmarkt zuständige Landesrat Eichtinger die vielfältigen Vorteile des Projektes.

Der Arbeitsmarkt für ältere Personen hat zwei Seiten: von den Beschäftigungszuwächsen in Niederösterreich konnte im letzten Jahr vor allem die Generation 50+ profitieren. 80 Prozent des Plus an unselbstständig Beschäftigten im Jahr 2019 (+9.633 oder +1,55 Prozent) entfallen auf über 50-Jährige. Die Kehrseite der Medaille:Während die Zahl der arbeitslosen Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher insgesamt um -3,3 Prozent zurückgegangen ist, ist jene der Jobsuchenden 50+ im Jahr 2019 um 1,6 Prozent gestiegen. Darüber hinaus hat knapp ein Fünftel aller Jobsuchenden im Alter ab 50 gesundheitliche Probleme. AMS-Chef Sven Hergovich erläutert eine zusätzliche Besonderheit: „Fast zwei Drittel der Langzeitarbeitslosen in Niederösterreich sind 50 Jahre oder älter. Wenn wir Langzeitarbeitslosigkeit in Niederösterreich eindämmen wollen, müssen wir der Generation 50+ beim Wiedereinstieg ins Erwerbsleben unter die Arme greifen.“

Deshalb wurde bereits im Jahr 2014 das Projekt gemA 50+ ins Leben gerufen, verbunden mit dem Ziel, Arbeitslosen der Generation 50+ in ihrer Heimatregion oder –gemeinde ein effektives Sprungbrett ins Erwerbsleben anzubieten. Profitieren von dieser Initiative sollen auch Gemeinden und gemeinnützige Organisationen, weil saisonal oder dauerhaft anfallende Arbeit erledigt, (gefördert) entlohnt und damit sichtbar wird. Betroffene werden direkt beim Verein Jugend und Arbeit angestellt, sozialpädagogisch begleitet und in Form einer gemeinnützigen Arbeitskräfteüberlassung an Gemeinden und gemeinnützige Organisationen überlassen und betreut. „Für alle teilnehmenden Personen, vor allem Menschen jenseits von 50 oder 55 Jahren, bot sich hier eine wirklich tolle Chance auf einen beruflichen Neuanfang, die erfreulicher Weise in vielen Fällen auch genutzt werden konnte. Das allein ist schon ein schönes Ergebnis. Aber die Aktion war auch aus Sicht der Gemeinden ein voller Erfolg, denn auch die Kommunen konnten von der Aktion gut profitieren. Das Programm 50+ sollte deshalb unbedingt weitergeführt werden“, sagt Rupert Dworak, Präsident des Verbandes sozialdemokratischer Gemeindevertreter in Niederösterreich.

„Die Zahlen beweisen, dass wir die richtigen Maßnahmen zur richtigen Zeit setzen. Wir haben mit gemA 50+ in den Gemeinden die Möglichkeit, Urlaubswellen und Spitzenzeiten abzufedern sowie kurzfristige Ausfälle zu ersetzen. Gleichzeitig geben wir diesen Menschen die Chance, sich wieder beruflich neu zu orientieren und einen Neustart zu schaffen“, stellt Alfred Riedl, Präsident des NÖ Gemeindebundes zufrieden fest.

Die geplanten Investitionen in das Projekt gemA 50+ für das Jahr 2019, die vom AMS NÖ gemeinsam mit dem Land NÖ getragen werden, beliefen sich auf rund 8,1 Millionen Euro.



Quelle: Land Niederösterreich



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