Burgenland: 20 Jahre Gewaltschutzzentrum Burgenland: Begleitung für Gewaltopfer in ein gewaltfreies Leben

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Landesrätin Astrid Eisenkopf, Frauenministerin Ines Stilling und Landtagspräsidentin Verena Dunst.
Bildquelle: Bgld. Landesmedienservice
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Landesrätin Astrid Eisenkopf, Frauenministerin Ines Stilling und Landtagspräsidentin Verena Dunst.
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09 Okt 09:52 2019 von Redaktion Salzburg Print This Article

 Landtagspräsidentin Verena Dunst und Landesrätin Astrid Eisenkopf sowie Frauenministerin Ines Stilling gratulierten im Rahmen einer Fachtagung mit prominenten Gästen.

Vor 20 Jahren, im Jahr 1999 ist das Gewaltschutzzentrum Burgenland, eine Opferschutzeinrichtung gegründet worden. Ziel dieser Einrichtung ist es, die Sicherheit der Betroffenen zu erhöhen und sie in ein gewaltfreies Leben zu begleiten. Anlässlich des Jubiläums fand heute, Dienstag, im Kultur- und Kongresszentrum Eisenstadt eine Fachtagung statt, zu der u.a. Bundesministerin Ines Stilling sowie Landtagspräsidentin Verena Dunst und Landesrätin Astrid Eisenkopf geladen waren. Auch Vertreter von Exekutive und Justiz nahmen an der Veranstaltung teil. Stilling, Dunst und Eisenkopf hoben anlässlich des Jubiläums die Wichtigkeit der Einrichtung hervor.

„Gewalt hat viele Gesichter, mitunter auch Masken: Körperliche Gewalt seelische Gewalt, die verbale Gewalt, die sich meist in Drohungen zeigt, die Gewalt durch Vernachlässigung, durch Ignoranz, durch Erniedrigung, die sexuelle Gewalt. Zu verurteilen ist jede Form. Es gilt Rahmenbedingungen zu schaffen, Foren zu bilden, Stellen der Sicherheit, des Vertrauens zu schaffen und mit Gewaltprävention schon früh zu beginnen“, so Landesrätin Eisenkopf. Sie sei froh, dass dies im hohen Ausmaß bereits passiere. „20 Jahre Gewaltschutzzentrum Burgenland sind 20 Jahre Schutz und Hilfe für Gewaltopfer. Danke, für 20 Jahre in denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gewaltschutzzentrums gewaltbetroffene in ein gewaltfreies Leben begleitet haben.“

In Zukunft soll die Situation von gewaltbetroffenen Frauen verbessert werden. Das Burgenland arbeite bereits an verschiedensten Maßnahmen, betonte Eisenkopf. „Unser Ziel für die nächsten Monate ist die Etablierung eines ‚burgenländischen Gewaltschutzpaketes‘. Das bedeutet: Mehr Geld für Frauenberatungsstellen, Ausbau von Gewaltschutzprojekten und verstärkte Informations- und Vernetzungsarbeit zwischen den einzelnen Organisationen“, kündigte die Landesrätin an.

Landtagspräsidentin Verena Dunst wandte sich an die Gewaltopfer: „Allen, die von Gewalt betroffen sind, möchte ich ans Herz legen, Hilfe aufzusuchen. Denn niemand muss alleine durch die schwierige Zeit gehen“.

Frauenministerin Ines Stilling sagte in ihren Eröffnungsworten, dass es sehr erfreulich sei, dass immer mehr Frauen und Mädchen Unterstützung in Gewaltschutzzentren suchen würden. „Der Anstieg ist nicht unbedingt ein Zeichen dafür, dass unsere Gesellschaft gewalttätiger wird, auch wenn die schockierenden Gewalttaten der letzten Tage anderes vermuten lassen. Vielmehr zeigt es, dass eure Arbeit erfolgreich ist und die Angebote für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen immer besser angenommen werden“, so Stilling.

Laut Gewaltschutzzentrum Burgenland werden jedes Jahr mehr als 500 Opfer von Gewalt betreut. Über 80 Prozent davon sind weiblich.



Quelle: Land Burgenland



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