Vorarlberg: Konsequentes Vorgehen gegen das illegale Glücksspiel zeigt Wirkung

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Foto: Spielautomaten / MichaelHorn / pixelio.de / Symbolbild
18 Jun 09:00 2017 von Redaktion Salzburg Print This Article

Landesrat Schwärzler gratuliert zu erfolgreichen Einsätzen der Behörden

Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler dankt den Behörden in Vorarlberg für deren scharfes Vorgehen gegen das illegale Glückspielwesen und gratuliert zu den dabei erzielten Erfolgen. So hat die Bezirkshauptmannschaft Feldkirch mit Unterstützung durch Polizei, Finanzpolizei, Arbeitsinspektorat sowie Bau- und Gewerbebehörden seit Oktober 2016 mehr als 60 Kontrollen nach dem Glücksspielgesetz bzw. nach dem Wettengesetz durchgeführt. Das Ergebnis: Drei Betriebsschließungen, zwölf angedrohte Schließungen und 51 beschlagnahmte Glücksspielgeräte.

Konnten sich die Betreiber illegaler Casinos mit ihren Anwälten in der Vergangenheit immer wieder erfolgreich gegen behördliche Sanktionen wehren, so habe die Behörde mittlerweile Erfahrung gesammelt und wisse jetzt genau, wo die Schwachstellen liegen, um das illegale Glückspiel erfolgreich zu bekämpfen, erklärt Bezirkshauptmann Herbert Burtscher: "Dabei gilt es nicht locker zu lassen, die Kontrollintensität zu steigern und zielgerichtet auf Betriebsschließungen hinzuarbeiten. Dazu muss die Schließung vorher angedroht werden. Selbstverständlich schreiten wir auch beim Auftreten neuer Lokale unverzüglich ein."

Ein wesentlicher Ansatz liegt darin, den Spielsüchtigen und Betrügern schon die Gelegenheit zum illegalen Glückspiel zu nehmen. Die in Kürze in Kraft tretende Änderung des Baugesetzes ist dazu ein willkommenes und wirksames Instrument, so Burtscher: "Künftig werden auch die Eigentümer der Lokale streng mit in die Verantwortung genommen. Diese können dann nicht mehr die Augen verschließen und dem illegalen Treiben tatenlos zusehen."

Auch der Gesetzgeber in Wien ist gefordert, die Rahmenbedingungen für die Eindämmung des illegalen Glückspiels weiter zu verbessern, ist sich der Bezirkshauptmann mit Landesrat Schwärzler einig. Insbesondere gelte es die Möglichkeiten des Verschleierns illegaler Glückspieltätigkeit dadurch zu verhindern, dass schon beim äußeren Anschein eines solchen Betriebes die Behörden kontrollieren dürfen und die Betreiber zur korrespondierenden Mitwirkung verpflichtet sind.

Nicht zuletzt geht ein Aufruf auch an die Betroffenen selbst. Spielsucht bleibt oft lange verborgen und ist mit viel Leid für die krankhaften Spieler und ihre Angehörigen verbunden. Es gibt aber immer Wege aus dem Dilemma und Möglichkeiten, dem Leben eine neue Richtung zu geben, und es gibt entsprechende Hilfsangebote, betont Landesrat Schwärzler. Er appelliert an Spielsüchtige und deren Angehörige, dazu beizutragen, die Gelegenheit zum Glückspiel wirksam einzudämmen: "Informationen über aktuelle Spielangebote und illegale Praktiken werden vertraulich bzw. anonym gerne entgegen genommen. Das erleichtert ein zielgerichtetes Vorgehen und hilft den behördlichen Ermittlungsaufwand zu reduzieren."




Quelle: Amt der Vorarlberger Landesregierung



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