Tirol: Schutz und Hilfe für geflüchtete Menschen

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Tirol
19 Jun 12:00 2017 von Gerhard Repp Print This Article

Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte der Migration. Seit Menschengedenken verlassen Männer, Frauen und Kinder ihre Heimat, um sich in der Fremde ein neues Leben aufzubauen. So unterschiedlich die Menschen sind, so unterschiedlich sind auch die Gründe, die Heimat zu verlassen. Oftmals sind es aber Krieg, kriegerische Konflikte, Verfolgung und Diskriminierung, die Menschen aus ihrer Heimat flüchten lassen. „Österreich hat vor 60 Jahren die Genfer Flüchtlingskonvention unterzeichnet und sich zur Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen verpflichtet“, ruft Soziallandesrätin Christine Baur anlässlich des morgen, am 20. Juni, stattfindenden Weltflüchtlingstages in Erinnerung.

Flucht ist kein berechenbares Phänomen: Einmal machen sich mehr, einmal weniger Menschen auf den Weg, um Schutz zu suchen. „Das stellt Österreich und Tirol, aber auch alle anderen Aufnahmeländer vor die Herausforderung, flexibel auf diese oft sehr dynamische Entwicklung zu reagieren“, zeigt Landesrätin Christine Baur auf. „Wir haben in Tirol die mit den vermehrten Fluchtbewegungen der Jahre 2015 und 2016 einhergehenden Herausforderungen gemeinsam sehr gut geschafft. Auch jetzt gehen wir mit dieser Situation professionell um, indem wir ein Kontingent an Plätzen und Betreuungskapazitäten für eine mögliche vermehrte Fluchtbewegung bereithalten“.

Fakten zur Fluchtbewegung (Quelle: Weltflüchtlingsorganisation UNHCR):

  • Weltweit sind derzeit mehr als 65 Millionen Menschen Flüchtlinge und Vertriebene. Ein Großteil der Menschen hat Zuflucht im eigenen Land (Binnenflüchtlinge) oder in Nachbarländern gefunden.
  • Rund 21 Millionen dieser Menschen sind Flüchtlinge, die vor Konflikten, Verfolgung oder schweren Menschenrechtsverletzungen aus ihrer Heimat flohen. Die Hälfte der Flüchtlinge weltweit sind Kinder unter 18 Jahren.
  • Nur zehn Prozent der Flüchtlinge und Asylsuchenden haben Schutz in der Europäischen Union gesucht.
    Es sind vor allem die ärmsten Länder in Afrika und Asien sowie die Nachbarländer Syriens, die die meisten Flüchtlinge aufnehmen.
    Zum Vergleich: Während in der EU eine von 100 Personen Flüchtling oder Asylsuchende/r ist, ist es im Libanon – einem einzigen Land – eine von vier Personen.

Unter www.unhcr.org/dach/de/zahlen-im-ueberblick sind Zahlen und Fakten zum Thema Flucht visuell aufbereitet.


Quelle: Land Tirol



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