Salzburger Zahlenspiegel als handlicher und kompakter Informationslieferant

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Foto: Land Salzburg
11 Aug 19:00 2017 von Gerhard Repp Print This Article

Landesstatistik liefert aktuelle Zahlen zu Bevölkerung, Bildung, Wirtschaft, Gesundheit, Kultur und Verkehr

(LK) Der neue Salzburger Zahlenspiegel ist ab sofort erhältlich. Die jährlich aktualisierte Broschüre liefert aktuelle Informationen über das Land Salzburg und dessen Entwicklung in verschiedenen Lebensbereichen, angereichert mit zahlreichen Tabellen und Grafiken. Die Informationen sind auch mit einer Darstellung der wichtigsten Kennzahlen im Zeitverlauf verknüpft. Das gab die Landesstatistik heute, Donnerstag, 10. August, bekannt.

Erhältlich ist der Salzburger Zahlenspiegel 2017 im Webshop des Landes. In Kombination mit der im Internet verfügbaren Interpretation der Zahlen und Fakten ergibt das einen umfassenden Überblick über das Land, seine Dynamik und seine Vielseitigkeit.

Die wichtigsten Ergebnisse können wie folgt zusammengefasst werden:

Bevölkerung

Zu Jahresbeginn 2017 lebten in Salzburg 549.263 Personen, das sind knapp 20.000 oder um 3,7 Prozent mehr als fünf Jahre zuvor. Dieses Bevölkerungswachstum ergab sich zu einem Viertel aus dem Geburtenüberschuss und zu drei Viertel durch Zuwanderung.

Die Bevölkerungsstruktur wandelt sich: Der Anteil der Personen im Haupterwerbsalter (20 bis unter 65 Jahre) beträgt derzeit 62 Prozent, bis 2057 ist eine Abnahme auf etwa 53 Prozent prognostiziert.

Der Anteil der ausländischen Bevölkerung erhöhte sich im Fünfjahresvergleich stetig und betrug zum Jahresanfang 2017 16,2 Prozent. Von 2011 bis 2016 schwankte die Zahl der Einbürgerungen leicht und betrug im Mittel 470 Frauen und Männer pro Jahr.

Seit 2011 stieg die Anzahl der Lebendgeborenen stetig. Im Jahr 2016 erblickten mit 5.653 Mädchen und Knaben um 11,9 Prozent mehr Kinder das Licht der Welt. Bei dieser Zunahme muss berücksichtigt werden, dass ab 2015 auch im Ausland Geborene berücksichtigt werden konnten, wodurch 2016 und 2017 etwa 50 Kinder mehr erfasst wurden.

Bildung

Das Angebot an institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen vergrößerte sich in den vergangenen fünf Jahren. Zugenommen hat insbesondere die Anzahl der Krabbelgruppen, während das Angebot an Tageseltern gleichzeitig zurückging. Etwa ein Viertel der Kleinkinder (bis unter drei Jahre) wird außer Haus betreut, und bis Schuleintritt steigen die Betreuungsquoten auf de facto 100 Prozent.

Sinkende Geburtenzahlen verursachen einen Rückgang der Zahl der Schülerinnen und Schüler im Pflichtschulbereich. Der Trend zu einer qualifizierten oder qualifizierteren Ausbildung in höheren Schulen sowie an Fachhochschulen und Universitäten hält an. An öffentlichen Universitäten und Hochschulen in Salzburg waren im Wintersemester 2015/2016 19.902 ordentliche Studierende inskribiert, um 2,2 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2010/2011. Während die Zahl der ordentlichen Hörerinnen und Hörer aus dem Inland an der Universität Salzburg in den vergangenen fünf Jahren um 8,0 Prozent abgenommen hat, stieg die Zahl der Personen aus dem Ausland im gleichen Zeitraum um 14,4 Prozent an. Zuletzt kam fast jede beziehungsweise jeder dritte ordentliche Studierende aus anderen Ländern nach Salzburg.

Entsprechend dem Trend zu einer höher qualifizierten Ausbildung stieg der Anteil der Personen zwischen 25 und 64 Jahren mit Matura oder tertiärem Bildungsabschluss an der gesamten Bevölkerung dieser Altersgruppe in den vergangenen Jahren. Betrug 2009 der Anteil der Männer und Frauen mit Matura noch 12,8 Prozent, ist er fünf Jahre später auf 13,4 Prozent angewachsen. Noch deutlicher stieg der Anteil der Frauen und Männer mit erfolgreichem Abschluss einer Akademie, Universität oder Hochschule, nämlich von 13,6 Prozent auf 15,7 Prozent.

Erwerbstätigkeit und Arbeitsmarkt

2016 nahmen mehr als drei Viertel der 15- bis 64-jährigen Personen am Erwerbsleben teil. Der überwiegende Teil der unselbstständig Beschäftigten ist im Dienstleistungssektor tätig. Der Bereich Beherbergung und Gastronomie verzeichnet dabei die stärksten Zuwachsraten. Die Zahl der Arbeitslosen stieg zwischen 2011 und 2015 an, danach konnte ein Rückgang beobachtet werden. 2016 waren 14.871 Personen oder 5,6 Prozent der unselbstständigen Erwerbspersonen arbeitslos.

Ein Auf und Ab gab es im selben Zeitraum auch beim Lehrstellenangebot. Im Jahr 2011 wurden 744 Stellen gemeldet, 2016 waren es mit 698 um 6,2 Prozent weniger. Während der fünf Jahre hat die Zahl der Mädchen und Buben, die eine Lehrstelle suchten, um 23,2 Prozent zugenommen. Sie betrug 2016 324 Personen.

Obwohl das Durchschnittseinkommen der Frauen in den vergangenen fünf Jahren deutlicher stieg als das der Männer, bleiben Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen bestehen. Eine Frau konnte 2015 durchschnittlich über 1.936 Euro monatlich verfügen, das Einkommen der Männer lag 2015 mit 2.828 Euro deutlich darüber.

Wirtschaft

Im Land Salzburg wurde 2016 ein Bruttoregionalprodukt von 25,8 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das bedeutet eine Steigerung von 13,4 Prozent in fünf Jahren. Das Produktionsvolumen der gewerblichen Wirtschaft stieg in den betrachteten fünf Jahren und lag zuletzt bei 16,4 Milliarden Euro.

Das Tourismusjahr 2015/2016 brachte neue Rekorde: Knapp 7,2 Millionen Gäste gebrachten fast 27,7 Millionen Nächte in einem der 263.540 in Salzburg zur Verfügung stehenden Gästebetten.

Gesundheit und Soziales

Für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung standen in Salzburg zum Jahresende 2015 33 Krankenhäuser mit 4.980 Betten zur Verfügung. Eine steigende Anzahl an Personal in den Spitälern und berufsausübenden Ärztinnen und Ärzten sowie ein dichter gewordenes Netz an Apotheken rundeten das Angebot ab.

In den 73 Seniorinnen- und Seniorenheimen sowie Seniorinnen- und Seniorenpflegeheimen waren zu Jahresende 2016 4.849 Männer und Frauen untergebracht.

Immer mehr Personen werden durch bedarfsorientierte Mindestsicherung, Haushaltshilfe, Hauskrankenpflege oder Pflegegeld unterstützt. Damit steigen die Ausgaben im Sozialbereich deutlich.

Kultur

Die Kulturlandschaft in Salzburg umfasst zahlreiche Museen, Theater oder die Festspiele und reicht über die Burg Hohenwerfen und das Schloss Hellbrunn bis zum Nationalparkzentrum Hohe Tauern in Mittersill. Dieses vielschichtige und reichhaltige Angebot lockte eine große und steigende Zahl an Besucherinnen und Besuchern an. Während die Salzburger Kinos rückläufige Kartenverkäufe meldeten, stiegen das Medienangebot und die Zahl der Entlehnungen der öffentlichen Büchereien an.

Die große Zahl an Vereinen und deren steigende Mitgliederzahlen zeigt ein reges Interesse am Vereinsleben.

Verkehr

Ende 2016 waren in Salzburg insgesamt rund 413.200 Kraftfahrzeuge zum Verkehr zugelassen, davon waren fast drei Viertel Personen- und Kombikraftwagen. Insbesondere die Zahl der Motorräder und der Lastkraftwagen stieg stark. Pkw-Neuzulassungen stagnierten: 2016 waren mehr als 70 Prozent davon Firmenfahrzeuge.

Obwohl die Anzahl der An- und Abflüge auf dem Salzburger Flughafen mit minus 9,4 Prozent rückläufig war, wuchsen das Passagieraufkommen (plus 2,3 Prozent) und sehr deutlich die Luftfracht (plus 50 Prozent). Zunahmen gab es auch beim öffentlichen Nahverkehr.


Quelle: Land Salzburg



Gerhard Repp

Chefredakteur

Chefredakteur von www.regionews.at.

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