Salzburger Baukonzern Alpine insolvent: Tausende Mitarbeiter von Kündigung bedroht
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Für die rund 7.500 betroffenen Mitarbeiter in Österreich sollen nun Arbeitsstiftungen eingerichtet werden
SALZBURG/WIEN. Der am Mittwoch öffentlich beim Wiener Handelsgericht angemeldete Konkurs des Baukonzerns ALPINE mit Sitz im Salzburger Wals soll sich zu einer der größten Insolvenzen der Zweiten Republik entwickeln. Tausende Arbeitsplätze sind in Gefahr. In Salzburg selbst sind rund 200 Mitarbeiter in der Walser Konzernzentrale betroffen und ca. 600 Arbeiter auf den Salzburger Baustellen. In ganz Österreich sollen es rund 7.500 Angestellte und 8.000 Gläubiger sein.Das Ausmaß der Pleite kann noch nicht genau beziffert werden, soll jedoch enorm sein. Eine erste Schätzung des Kreditschutzberbandes schätzt die Verbindlichkeiten auf rund 2,6 Milliarden Euro, teilte Peter Stromberger von der Insolvenzabteilung des AKV bei einer öffentlichen Stellungnahme am Mittwoch mit. Für alle Betroffenen sollen nun Arbeitsstiftungen errichtet werden.
Außerdem wurde am Mittwoch auch der Börsenhandel mit den Bonds der ALPINE Holding GmbH ausgesetzt, wie die Wiener Börse in einer Aussendung mitteilte.
Der insolvente Baukonzern ALPINE blickt auf eine fast 50-jährige Unternehmensgeschichte zurück. 1965 von den Brüdern Georg Pappas und Dimitri Pappas gegründet, entwickelte sich der Konzern zu einem der größten Bauunternehmen Österreichs. Seit 2012 besitzt der spanische FCC-Konzern 100 Prozent der ALPINE Holding GmbH. Im Oktober 2012 wurde öffentlich bekannt, dass sich das Unternehmen in Liquiditätsschwierigkeiten befindet.
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