Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzt sich der FC Pasching gegen den Villacher SV verdient mit 2:0 durch. Ein Elfmetertor von Daniel Sobkova bringt die Baumgartner-Truppe auf die Siegerstraße und vorläufig zurück an die Tabellenspitze.
PASCHING. Aufgrund des Cupfinales des FC Pasching gegen Austria Wien musste das Spiel der 29. Runde gegen die Villacher SV vorverlegt werden. Die Schützlinge von Trainer Gerald Baumgartner hatten die Zeichen der Zeit erkannt, ein zweites „Wallern“ sollte es gegen den Villacher SV nicht geben. Dementsprechend druckvoll starteten die Hausherren auch in die Partie. Allerdings war es bereits früh zu sehen, dass die routinierte Villacher Abwehr (Durchschnittsalter 29 Jahre) dem Druck des Cupfinalisten durchaus gewachsen sein kann.
Je länger der erste Spielabschnitt andauerte desto verzweifelter, teilweise unsicher und kompliziert, wirkten die Angriffsversuche der Pasching. Das Spielkonzept von Villach-Coach Kronsteiner war klar zu erkennen – hinten gut stehen und bei Ballgewinn schnell umschalten. Wirklich für Gefahr sorgen konnten die Gäste dabei aber nur einmal, als sich Sandic und Reich nach vorne durchkombinierten, zu einem Abschluss kam es aber auch hier nicht. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Quergebälk die Kärntner bereits einmal vor einem Rückstand bewahrt, eine abgerissene Flanke von Daniel Kerschbaumer knallte von der Latte ab. Kurz vor der Pause sollte dann doch noch der erlösende Treffer für die Oberösterreicher fallen. Daniel Sobkova tankte sich in den Strafraum und konnte von Keeper Koller nur durch ein Foul gestoppt werden, der VSV-Torhüter sah dafür die Gelbe Karte und Schiedsrichter Martin Grain zeigte auf den Punkt. Der gefoulte trat selbst zum Strafstoß an und verwertete souverän zum 1:0 Pausenstand.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielverlauf. Gleich mit der ersten Offensivaktion hätte es eigentlich schon 2:0 stehen müssen, doch ein Schuss von Casanova aus knapp zehn Metern ging haarscharf am Tor vorbei. Es ging weiterhin beinahe nur in eine Richtung, die Villacher lauerten auf schnelle Konter, bei Ballgewinn wurde sofort versucht Marco Reich mit langen Bällen in Szene zu setzen, doch der Routinier konnte sich kaum gegen die Paschinger Defensive durchsetzen. Mit Fortdauer des zweiten Spielabschnitt kamen die Gäste auch selbst immer besser ins Spiel, doch in den vereinzelten Angriffen nach vorne fehlte es ein wenig an der nötigen Präzision, der berühmte letzte, entscheidende Pass wollte einfach nicht gelingen. Mit der schönsten Aktion im Spiel gelang dem FC Pasching dann eine Viertelstunde vor Schluss die Vorentscheidung. Nach einem Angriff über mehrere Stationen kam der Ball zu Philipp Schobesberger und der junge Flügelflitzer traf mit einem platzierten Flachschuss zum 2:0 Endstand.
In den Schlussminuten passierte nicht mehr viel, die Hausherren schonten sichtlich ihre Kräfte für die kommenden wichtigen Aufgaben in Feldkirchen und das Cupfinale im Wiener Ernst Happel Stadion.
Die Meisterschaft bleibt also weiterhin spannend, der FC Pasching setzt sich verdient gegen den Villacher SV durch. Aber aufgrund des Torverhältnisses (+8 für den LASK) muss die Baumgartner-Truppe auf eine Niederlage des LASK in Villach oder Leoben hoffen, ein Remis und somit Punktegleichheit würde dem LASK wohl genügen. Pasching hat indes nur mehr ein Ligaspiel vor sich, am Freitag geht es nach Feldkirchen.
Quelle: Bericht: www.regionalliga.at
