Lotterie und Glücksspiel in Österreich aus historischer Perspektive

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20 Mär 09:32 2017 von Gerhard Repp Print This Article

Das Glücksspiel wäre wohl halb so reizvoll ginge es nicht um Geld bzw. den Wetteinsatz, der dem Glücksspiel erst seine eigentliche Bedeutung verleiht und so für einen hohen Spielanreiz sorgt. Seit dem Mittelalter nutzte man schon Würfel und Karten, später auch Roulette (Anfang des 19 Jh.) um eine Befriedigung vielfältiger Bedürfnisse zu schaffen und sich Wünsche und Träume zu erfüllen. Freilich bringt das Glücksspiel nicht nur das spannende Hinterhereifern nach dem großen Gewinn, sondern auch jede Menge Spaß und Unterhaltung, was dazu geführt hat, dass heute Glücksspiel, Lotterie, aber auch Sportwetten, zu unserem Alltag gehören und daraus nicht mehr wegzudenken sind. Allerdings war früher alles anders.

Das Glücksspiel gehörte im Mittelalter zwar zum Leben dazu, jedoch versuchte vor allem der Klerus, die Glücks- und Hasardspiele, zu denen Karten, Würfel und Roulette gehören, zu verbieten und setzte Restriktionen auf. An erster Stelle sollten Fleiß, Sparsamkeit und Tugend gehören und wer sich nicht daran hielt und dem „freyen Leben“ nachging, wurde mit Gefängnis oder Prügel bestraft. Die Faszination über Gewinn und Verlust, konnte aus den verschiedenen Bevölkerungsschichten, trotz großer Mühe, nicht ausgewischt werden. Spielbuden, Gast- und Kaffeehäuser fanden immer mehr Anhänger und trugen der um sich greifenden Spielleidenschaft bei. Die Oberschicht versuchte das Glücksspiel für sich zu vereinnahmen und war sogar bereit dafür hohe Abgaben zu leisten. Selbst Maria Theresia liebte das Spiel.

Nichtsdestotrotz pendelte das Glücksspiel stets zwischen Verbot und Toleranz und fand erst im Jahr 1913 mit der Einführung der Klassenlotterie festen legalen Boden. Danach folgten im Jahr 1948 der Sport-Toto und 1980 die Brieflotterie, die 1990 in die Österreichische Lotto-Toto-Gesellschaft aufgenommen wurde. Das heute all beliebte Lotto „6 aus 45 wurde im September 1986 gegründet zusammen mit der Österreichischen Lotterien Gesellschaft m.b.H.. Das 1962 verabschiedete Glücksspielgesetz dient der Rechtsgrundlage.

Seit 1990 beschränkt sich die Österreichische Glücksspielmonopolverwaltung auf ihre Aufgaben als Aufsichtsbehörde. Zu den Gesellschaftern gehören die Casinos Austria AG und die Lotto-Toto-Holding.

Wie gerne gezockt wird, demonstrieren uns auch die Zahlen einer Regiodata-Erhebung zum Konsumverhalten der Österreicher. Aktuell geben Österreicher pro Jahr im Durchschnitt 460 Euro für Online Glücksspiel, Lotto, Sportwetten und Automaten aus. Besonders deutlich wird einem das Bild der Ausgaben, wenn man sie mit jenen Geldern vergleicht, die für Urlaub und Bildung ausgegeben werden. Für Erholung stiegen die Ausgaben um 41 Prozent, für Ernährung um 43 Prozent und für das Glücksspiel um, sage und schreibe, 84 Prozent. Lotterien und die üblichen Spielstätten florierten nicht in diesen Ausmaßen.

Als Grund der starken Zuwachsrate des Glücksspiels, sieht man die rasante Entwicklung des Internets und der damit verbundenen Online Casinos.

Aufgrund der rasanten und umgreifenden technischen Entwicklung spielen Österreicher immer mehr von zu Hause aus. Heute zockt man viel online in Internet-Casinos, da hier eine größere Auswahl an innovativen Spielen geboten wird. In den virtuellen Spielotheken stehen dem Spieler nicht nur moderne Spielautomaten zur Verfügung, die zudem mehr Features, Spannung und Auszahlungsquoten sogar über 98 Prozent bieten, sondern auch klassische Glücksspiele wie Poker Baccara, Blackjack und noch viele weitere, mit deren unzähligen Variationen. Darüber hinaus schenken Online Casinos Spielern saftige Bonusse und überzeugen mit einem ansprechenden Live-Bereich, wo man gegen echte Dealer spielen kann.



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