Linz: Asfinag investiert eine Milliarde Euro

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07 Dez 12:00 2017 von Redaktion Salzburg Print This Article

Die Erweiterung der Voestbrücke durch zwei sogenannte Bypass-Brücken über die Donau, der anschließende Ausbau der A 7 Mühlkreis Autobahn für mehr Verkehrssicherheit und der Neubau der A 26 Linzer Autobahn als Westumfahrung: Die oberösterreichische Landeshauptstadt ist ab 2018 bundesweit der Brennpunkt, wenn es um ASFINAG-Investitionen in leistungsfähige Infrastruktur der Zukunft geht.

„Wir setzen ab 2018 in Linz zwei der wichtigsten und komplexesten Autobahn-Projekte in ganz Österreich um. In den Ausbau der A 7 Mühlkreis Autobahn und den Neubau der A 26 Linzer Autobahn investieren wir zusammen eine Milliarde EuroUnsere Ziele für die Menschen in der Landeshauptstadt und die Tausenden Pendelnden sind weniger Stau und mehr Verkehrssicherheit, insbesondere bei der Fahrt über die Donau“, sagt Karin Zipperer, Vorstandsdirektorin der ASFINAG.

"Das Jahr 2017 stand unter dem Vorzeichen der wichtigen Brückenentscheidungen. Es ist uns gelungen alle wichtigen Brückenprojekte einzugliedern. Dazu gehört neben der fertig sanierten Steyreggerbrücke und der neuen Linzer Donaubrücke auch der Baubeginn des Linzer Westrings genauso wie der Ausbau der Voest-Bypässe. Alle Baumaßnahmen sind wichtige Projekte, welche die Situation der Autopendler verbessern und die Verkehrssicherheit steigern", so Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

Klaus Luger, Bürgermeister der Stadt Linz: „Mobilität zählt zu einem der wichtigsten Standortfaktoren. Für den Wirtschaftsstandort Linz sind schnelle Verbindungen sowohl stadtintern als auch überregional wachstumsfördernd. Nur so können auch die Arbeitsplätze der Zukunft entstehen. Wenn wir auch künftig mehr Arbeitsplätze als Einwohner zählen wollen, ist ein zukunftsorientierter Ausbau des Verkehrsnetzes im Zentralraum ausschlaggebend. Die Stadtautobahn A7 bildet eine der Hauptschlagadern dieses Verkehrsnetzes. Darum handelt es sich bei den Projekten der ASFINAG um nachhaltige Investitionen in die positive Entwicklung der Industriestadt Linz. Die Bypässe ermöglichen einen schnelleren Verkehrsfluss für tausende Autofahrer. Insbesondere der Autobahnhalbanschluss Dornach bringt nicht nur eine Erleichterung für die Pendler, sondern vor allem mehr Lebensqualität für die Bewohner des Stadtteils.“

Im Jänner 2018 startet die Erweiterung der A 7 im Bereich der Donau. Das Ziel: Freie Fahrt für täglich 100.000 Lenkerinnen und Lenker durch zusätzlich vier Fahrspuren – jeweils zwei links und rechts der Hauptbrücke. Letztere bleibt mit Fertigstellung der Bypässe dem Durchzugsverkehr in Richtung Mühlviertel bzw. A 1 West Autobahn vorbehalten. Lenkerinnen und Lenker, die im Bereich der Donau auf- oder abfahren, tun das künftig über die beiden neuen Zusatzbrücken. Die aktuell größte Stauursache, das mühsame Einordnen und Spurwechseln, fällt dann auf der Hauptbrücke weg.

Während der gesamten Bauzeit bis Frühjahr 2020, bleiben im gesamten Baufeld tagsüber – wie im Normalzustand – zu jeder Zeit zwei Fahrspuren pro Richtung für den Verkehr offen. Für diese allerdings meist verengten Spuren gilt ein Tempolimit von 60 km/h. Die final dreiteilige Brücke mit insgesamt acht Fahrspuren – und durchgehenden Pannenstreifen – soll so aus den Staunachrichten verschwinden und das Linzer Stadtbild gleichzeitig positiv prägen.

A 26 Linzer Autobahn und A 7 Anschlussstelle Auhof

Im Herbst 2018 folgt flussaufwärts der Start für die 4. Linzer Donaubrücke im Zuge der A 26, die zunächst die Nibelungenbrücke und dann auch das innerstädtische Straßennetz bis Bahnhof und Waldeggstraße entlasten wird. Um Platz für die Baustelle zu schaffen und Radfahrende nicht zu stören, verlegen ASFINAG und Land Oberösterreich aktuell den Radweg zwischen Linz und Puchenau bis zum Sommer direkt an die Donau.

Ab Ende 2019 bekommt Linz in Auhof auch eine neue Autobahn-Anschlussstelle an der A 7. Ab 2020 wird so beim Universitätsviertel die Auf- und Abfahrt von und nach Linz möglich sein. Das bringt für den Stadtteil eine große Entlastung vom Verkehr.

Die Investitionen in den Ausbau der A 7 betragen insgesamt 428 Millionen Euro – davon 168 Millionen für die Errichtung der Bypässe. Für die A 26 sind 668 Millionen eingeplant, wobei Land Oberösterreich und Stadt Linz bei der Westumfahrung 15 Prozent der Kosten übernehmen. Die Investitionen von 16 Millionen Euro für die A 7 Anschlussstelle Auhof werden sich ASFINAG, Land Oberösterreich und Stadt Linz zu je einem Drittel teilen.

ausbau DER VoestbRücke FÜR WENIGER STAU

Die Mühlkreis Autobahn A 7 vom Knoten Linz bis Urfahr ist über 40 Jahre alt und wird täglich von etwa 100.000 Fahrzeugen benutzt. Die österreichweit – nach der Wiener Südost Tangente – am zweitstärksten belastete Straße ist daher grundlegend zu erneuern.

Der erste und spektakulärste Bauabschnitt ist die Voestbrücke: Sie bleibt bestehen, bekommt aber an jeder Seite eine sogenannte Bypass-Brücke. Während der Bauzeit von Jänner 2018 bis März 2020 sind auch insgesamt 14 Rampen (Auf- und Abfahrten) zu adaptieren oder neu zu errichten.

Der Plan der ASFINAG für weniger Stau bei der Donauquerung zielt auf eine „Entflechtung“ der Verkehrsströme ab: Lenkerinnen und Lenker, deren Fahrt Ausgangspunkt oder Ziel Linz hat, werden von jenen getrennt, die in Linz „nur“ durchfahren. Die Bypassbrücken sind allerdings voll in die A 7 integriert und keineswegs rein innerstädtische Verbindungen. Der Weg führt genauso über sie, wenn man beispielsweise aus dem Mühlviertel kommend in Linz-Hafenstraße abfahren möchte. Oder umgekehrt: Die Fahrt von Linz-Hafenstraße nach Freistadt führt ebenfalls ausnahmslos über die neuen Bypassbrücken.

Sind sie fertig, rollt nur mehr der Durchzugsverkehr auf der Hauptbrücke, die somit frei vom Einordnen und Spurwechseln bleibt. Es führen dann insgesamt acht Fahrspuren über die Donau. Hauptbrücke: In jede Richtung zwei Fahrspuren und ein vollwertiger Pannenstreifen für mehr Verkehrssicherheit (der ehemalige Beschleunigungs- und Verzögerungstreifen). Bypassbrücken: Je zwei Fahrspuren sowie auf jeder Brücke außen ein Geh- und Radweg.

AuSwirkungen auf Lenkerinnen und Lenker

Während der Bauzeit vom Jänner 2018 bis März 2020 bleiben, wie im derzeitigen Zustand, tagsüber immer zwei Fahrspuren pro Richtung über die Donau offen. Für diese allerdings teilweise engeren Fahrpuren gilt ein Tempolimit von 60 km/h. Das Jahr 2018 im Detail:

  • Ab Mitte Jänner starten die Arbeiten in den sogenannten „Vorlandbereichen“ der Brücke. Das bedeutet, dass vor und nach der Donau (im Süden etwa ab Höhe Posthof, im Norden bis Dornach) tagsüber in jede Richtung verengte und verschwenkte Fahrspuren zur Verfügung stehen. Auf der Brücke selbst kommt es zu keinerlei Beeinträchtigungen. Auch die Fahrt über die Donau mit dem Rad ist die gesamte Bauzeit über möglich.
    ...

Seit 2012 plant die ASFINAG das Projekt, ist im ständigen Dialog mit Land Oberösterreich, Stadt Linz, Sozialpartnern, Einsatzorganisationen und Autofahrerclubs. Das Ziel der vorausschauenden Planung: Möglichst geringe Behinderungen für Lenkerinnen und Lenker. Die ASFINAG wird ab Jänner 2018 rechtzeitig, detailliert und anschaulich zu den einzelnen Verkehrsführungen informieren.

A 7: AUSBLICK SICHERHEITSAUSBAU UND SANIERUNG

Längere Sperren von ganzen Richtungsfahrbahnen oder auch einzelner Fahrspuren für Sanierungen sind auf der Voestbrücke an Werktagen undenkbar. Somit ist die Fertigstellung der Bypässe, also zusätzlicher Spuren über die Donau, unbedingte Voraussetzung für die nachlaufende, dringend erforderliche Erneuerung des Belags der alten Brücke. Nach etwa zwei Jahren „Baustellenpause“ folgt diese in den Jahren 2022 und 2023. Die ASFINAG ist bestrebt, die Arbeiten in den verkehrsärmeren Sommermonaten umzusetzen. Wesentlich dabei ist, dass sowohl während der Sanierung also auch im späteren Betrieb über die Donau mehr Fahrstreifen zur Verfügung stehen werden als derzeit.

Bis 2031 erfolgt die Erneuerung und Verbreiterung der A 7. Die Autobahn bekommt – wo noch nicht vorhanden – einen durchgehenden Pannenstreifen für mehr Verkehrssicherheit.

A 7 Anschlussstelle Auhof Ab 2020 befahrbar

Auf Schiene ist auch der Bau der neuen A 7 Anschlussstelle Auhof/Universität, der Ende 2019 starten soll. Ab 2020 ist beim Universitätsviertel die Auf- und Abfahrt von und nach Linz für täglich etwa 7000 Fahrzeuge möglich. Die Investitionskosten von rund 16 Millionen Euro zur Verkehrsentlastung des Stadtteils werden sich ASFINAG, Land Oberösterreich und Stadt Linz zu je einem Drittel teilen. Die notwendigen Behördenverfahren werden großteils bis Ende 2017 abgeschlossen, die Grundeinlöse wurde eingeleitet.

A 26 Linzer Autobahn: Brückenbau beginnt im Herbst 2018

Die Bauausschreibung für die A 26 wurde soeben veröffentlicht und der Brückenbau kann wie geplant im Herbst 2018 starten. Noch bis Jahresmitte 2018 verlegen ASFINAG und Land Oberösterreich den Donau-Radweg zwischen Puchenau und Linz. Er wird direkt an der Donau verlaufen. Die Verlegung ist eine Voraussetzung für den Bau der A 26 Linzer Autobahn, konkret der vierten Donaubrücke der Landeshauptstadt. Damit schafft die ASFINAG Platz für die künftige Baustelle und garantiert eine jederzeit ungestörte Radverbindung.



A 26: Die entlastungSWIRKUNG für Linz

Mit der A 26 entsteht eine leistungsfähige Straßenverbindung zwischen der A 7 Mühlkreis Autobahn beim Knoten Hummelhof und der B 127 Rohrbacherstraße. Die Strecke ist 4,7 Kilometer lang, über drei Kilometer verlaufen umwelt- und anrainerschonend unterirdisch im Tunnel. Bereits mit der Verkehrsfreigabe der neuen Donaubrücke wird die städtische Nibelungenbrücke um 20.000 Autos pro Tag entlastet. Ein Blick in die Zukunft: Ohne A 26 würden im Jahr 2030 rund 62.200 Kraftfahrzeuge täglich die Nibelungenbrücke passieren. Nach Fertigstellung der A 26 wird sich das Verkehrsaufkommen auf rund 38.800 Autos pro Tag reduzieren. Dies entspricht einer Entlastung von etwa 38 Prozent.


Quelle: ASFINAG



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