Land Kärnten unterstützt bundesländerübergreifende "Tauern-Pyhrn-Schober"-Plattform

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Kärnten

06 Nov 18:08 2018 von Redaktion Salzburg Print This Article

LR Zafoschnig: Ziel ist Aufnahme der Tauern/Pyhrn-Schober Achse in das transeuropäische Netz (TEN-T) - Zugang zu mehr EU-Förderungen für das Schienennetz stärkt Wirtschaftsraum - Lärmschutz für Bevölkerung ist rechtzeitig sicherzustellen

Das TEN-T Netz ist ein transeuropäisches Netz für Verkehr und wird 2023 von der Europäischen Union evaluiert. Die Aufnahme der Tauern/Pyhrn-Schober Achse in das TEN-T zu sichern, ist Sinn und Zweck der bundesländerübergreifenden Plattform der Länder Kärnten, Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark, die Mobilitätslandesrat Ulrich Zafoschnig, unterstützt: "Eine der großen und wesentlichsten Herausforderungen Kärntens in der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung wird es sein, eine bessere Vernetzung mit den Wirtschaftsräumen der Alpen Adria Region zu sichern. Die bundesländerübergreifenden Bemühungen zur Aufnahme der Tauer/Pyhrn-Schober Achse in das transeuropäische Netz ist wichtig, um eine bessere logistische Anbindung an europäische Wirtschaftsräume und EU-Förderungen zu garantieren".

Kärnten solle sich in den nächsten Jahren innerhalb der Alpen Adria Region als Logistikstandort positionieren, um von den Effekten des Lückenschlusses entlang der Baltisch-Adriatischen Achse mit dem Koralmtunnel profitieren zu können. Derzeit führen vier TEN-Korridore durch Österreich, die Baltisch-Adriatische Achse mit dem Koralmtunnel führt durch Kärnten. "Verkehrswege bzw. Gebiete, die Teil des europaweiten Netzes sind, können mit EU-Förderungen und Infrastrukturinvestitionen in Millionenhöhe rechnen. Die Vorteile für Kärnten liegen also klar auf der Hand: EU-Förderungen für den Ausbau und die Instandhaltung der Infrastruktur sowie die Stärkung des Logistik-Standortes Kärnten, wovon letztlich die Kärntner Unternehmerinnen und Unternehmer profitieren, die die Wertschöpfung in den Regionen sichern. Eine hervorragende Logistik ist die Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der Kärntner Wirtschaft, die wiederum Arbeitsplätze schafft, Einkommen und Kaufkraft sichert und für Wohlstand im Land sorgt", hebt Zafoschnig die Aufwertung der Regionen durch eine intakte Infrastruktur und einen starken Logistik-Standort Kärnten hervor.

"Beide Strecken erfüllen gemeinsam die Voraussetzungen, Teil dieses transnationalen Netzwerkes zu werden und insbesondere auch eine Anbindung Österreichs zu den Adriatischen Häfen zu schaffen. Kärnten wäre damit in wichtige europäische Logistikachsen eingebunden", so Zafoschnig. Die Tauern-Strecke solle auf den Personenverkehr konzentriert werden, während die Schwertransporte auf die Pyhrn/Schober-Strecke verlagert werden könnten.

Auch Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl unterstützt die Idee einer Doppelachse über die Alpen: "Die Tauernachse hat eine hohe Bedeutung für den regionalen und grenzüberschreitenden kombinierten Verkehr (KV) aus hochrangigen Personen- und leichten Güterzügen. Wenn man den Schwerverkehr auf die Pyhrn/Schober-Strecke verlagert, stärkt das den KV." Dazu komme, dass der Ausbau im Zuge des künftigen TEN-T Kernnetzes auch touristische Angebote entlang der Tauernstrecke attraktiver mache, die sich an die wachsende Anzahl städtischer Haushalte ohne Auto richten.

Doch auch darüber hinaus könnte ein neuer Kernnetzkorridor nach Südosteuropa ungeahnte Potentiale beinhalten, glaubt Mandl: "In Folge der wirtschaftlichen Entwicklung und des geplanten EU-Beitritts der Westbalkanländer Montenegro und Serbien, der auch beim EU-Gipfel in Sofia im Mai nochmals bekräftigt wurde, bedeutet diese Verbindung auch aus Sicht der Kärntner Wirtschaft eine sehr zukunftsträchtige Infrastruktur."

Begleitend dazu müssen jedoch in jedem Fall Lärmschutzmaßnahmen sichergestellt werden. "Priorität beim Ausbau von Verkehrsnetzen und -wegen haben stets Lärmschutzmaßnahmen im Sinne der Bevölkerung. Dazu müssen rechtzeitig die finanziellen Mittel sichergestellt und die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden", betont Zafoschnig.



Quelle: Land Kärnten



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