Krankenhaus Kittsee ein wichtiger Partner für eine flächendeckende Gesundheitsversorgung im Burgenland

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Foto: Bgld. Landesmedienservice
11 Jul 17:22 2017 von Gerhard Repp Print This Article

Niessl: „Werden die Herausforderungen in der medizinischen Versorgung mit Kooperationen lösen“

Gesundheit und Soziales sind wichtige Schwerpunkte der Landespolitik. Dass das kein Lippenbekenntnis ist, zeigt das Landesbudget: Fast jeder zweite Euro, 509 Millionen Euro, geht in die Bereiche Gesundheit und Soziales. „Das ist natürlich eine große finanzielle Herausforderung für das Land. Aber ich bin davon überzeugt, dass die Burgenländerinnen und Burgenländer Anspruch auf die bestmögliche Versorgung haben“, erklärte Landeshauptmann Hans Niessl bei einem gemeinsamen Besuch mit Gesundheitslandesrat Mag. Norbert Darabos heute, Mittwoch, im Krankenhaus Kittsee. Das Krankenhaus Kittsee war die dritte Station im Rahmen einer Besuchstour durch die fünf burgenländischen Krankenhäuser. „Wir machen diese Tour, um Danke zu sagen für die Leistungen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 365 Tage im Jahr leisten, und wollen so unsere Wertschätzung ausdrücken“, so Niessl. „Wir brauchen unsere fünf Krankenhäuser heute und in der Zukunft. Deshalb gibt es auch die Standortgarantie. Die Herausforderungen der medizinischen Versorgung wollen wir durch Kooperationen lösen und Schwerpunkte in den einzelnen Häusern bilden.“ Das Krankenhaus Kittsee spiele eine wichtige Rolle in der Gesundheitsversorgung des Burgenlandes und des Bezirkes Neusiedl am See, betonte Niessl. „Mit 14.347 ambulanten Aufnahmen, 7.312 stationären Fällen und einer Auslastung von 90 Prozent im Jahr 2016 steht das Krankenhaus Kittsee nicht nur für eine wohnortnahe medizinische Versorgung, sondern ist mit 244 Beschäftigten auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber in der Region“, ergänzte Darabos.

„Im Krankenhaus Kittsee wird sehr effizient und patientenorientiert gearbeitet. Hier steht das Wohl der PatientInnen im Mittelpunkt aller Bemühungen. Hier werden die PatientInnen auch qualitativ bestens versorgt“, so Niessl. In sechs Abteilungen (Interne, Chirurgie, Anästhesie/Intensiv, Urologie-Fachschwerpunkt, Labordiagnostik, Radiologie Verbund mit dem Krankenhaus Eisenstadt) sorgen 46 Ärzte, 15 MTD/Hebammen, 135 PflegemitarbeiterInnen, 48 MitarbeierInnen in der Verwaltung (inkl. Betriebspersonal) für die Gesundheit und die Gesundung der Patienten. Im Hinblick auf die weitere Hebung der Qualität und die Vergrößerung des Leistungsangebots ist die Anschaffung eines MRT-Gerätes geplant. Das Krankenhaus Kittsee mit 244 MitarbeiterInnen sei nicht zuletzt auch einer der größten Arbeitgeber in der Region, so Darabos.

Das Krankenhaus Kittsee sei personell und fachlich bestens aufgestellt, sagte Niessl. Auch mit dem neuen Kaufmännischen Direktor Diplombetriebswirt Horst Cubert, der die kollegiale Führung als Verwaltungsdirektor seit 1.1.2017 erweitert. Cubert war vor seinem Wechsel ins Krankenhaus Kittsee im Krankenhaus Logistikzentrum südliches Niederösterreich für alle Krankenhäuser in diesem Raum zuständig. Eine wichtige Verstärkung für das Team sei auch der neue Leiter der Chirurgie, Prim. Dr. Andrzej Sebastian Gasz, der auch zwölf Jahre in Madrid an der Zweigstelle der Uniklinik Madrid in der endoskopischen Chirurgie tätig war. Gasz hat die Leitung der Chirurgie mit 1. Juni übernommen.

Schwerpunktkrankenhäuser
„Wir werden Arbeitsgruppen mit Vertretern aller fünf Krankenhäuser, der KRAGES und der Gewerkschaft bilden, um gemeinsam Wege zu weiteren Hebung der Qualität der fünf burgenländischen Krankenhäuser zu suchen“, kündigte Darbos an. Ziel sei die Schaffung von medizinischen Schwerpunkten. „Mit den Krankenhäusern Oberwart und Eisenstadt wird es zwei Schwerpunktkrankenhäuser im gesamtmedizinischen Bereich geben. Die drei anderen Häuser werden hochspezialisierte medizinische Leistungszentren.“

Landesholding Burgenland – Eingliederung KRAGES
Als öffentliche Hand sei man natürlich auch gefordert, dass die Ressourcen effizient eingesetzt werden, begründet Niessl die Neuaufstellung der Beteiligungen des Landes mit der Landesholding Burgenland. „Damit diese Bündelung Sinn macht und auch Wirkung entfaltet, ist es erforderlich, dass die wichtigsten Beteiligungen und landesnahen Unternehmen – wie die KRAGES – in die Landesholding eingebracht werden.“ Dienstrechtlich würden sich durch die Eingliederung der KRAGES in die BLandeshauptmann keine Änderungen für die Mitarbeiter ergeben. „Ganz im Gegenteil, durch diese Veränderung werden verschiedene Bereiche der KRAGES bessere Konditionen erhalten, wodurch die Effizienz gesteigert wird“. So können nun z.B. höhere Kreditvolumen durch die BLandeshauptmann ausgelöst und auch bessere Konditionen erreicht werden.

267 Millionen Euro für die burgenländischen Spitäler im Jahr 2017
Im Jahr 2017 steht für die burgenländischen Spitäler im Gesundheitsfonds ein Gesamtbudget von 267 Millionen Euro zur Verfügung. Damit habe das Land für die kommenden Jahre das größte Investitionspaket geschnürt, das es jemals für die burgenländischen Spitäler gegeben habe. Der Großteil davon wird für den Neubau des Schwerpunktkrankenhauses Oberwart aufgewendet. Es wird aber auch an allen anderen Standorten Investitionen und weitere Modernisierungen geben, um weiterhin Spitzenmedizin anzubieten und das medizinische Leistungsangebot in allen Spitälern bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.


Quelle: Land Burgenland



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