Kletterzentrum Innsbruck an Betreiber übergeben Sportstätte für Seilklettern und Bouldern spielt „alle Stückerln“

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Bei der technischen Übergabe des Kletterzentrums am „Sillside Innsbruck“, dem ehemaligen WUB-Areal (v.l.): IIG-Geschäftsführer Franz Danler, Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Betreiber Reini Scherer (Kletterzentrum Innsbruck), Landeshauptmann Günter Platter, Sportreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann, Stadtrat Andreas Wanker
Foto: © IKM/Lercher
20 Apr 07:00 2017 von Redaktion Salzburg Print This Article

Innsbruck ist ein Mekka des Klettersports. Die Begeisterung für diese Sportart boomt. Die Tiroler Landeshauptstadt trug dieser Entwicklung Rechnung und verwirklichte seit 2015 gemeinsam mit dem Land Tirol und dem Bund ein neues Kletterzentrum am ehemaligen WUB-Areal, das nun „Sillside“ heißt. Die Kosten für den Bau liegen bei 12 Mio. Euro.

Am 19. April wurde der Schlüssel für die Kletteranlage übergeben. Ab 15. Mai werden dann die Pforten für die KlettererInnen geöffnet. Betreiber ist der Innsbrucker Alpenverein mit seiner „Alpenverein Kletterzentrum Innsbruck GmbH“. Die offizielle Eröffnung findet im Rahmen der österreichischen Staatsmeisterschaften am 16. und 17. Juni statt. Weiters wird noch heuer von 30. August bis 10. September die Jugend- & JuniorInnen-WM im Sportklettern dort ausgetragen. Zu diesem Event werden rund 1.400 junge SportklettererInnen im Alter von 14 bis 19 Jahren aus 60 Ländern erwartet. Die Junioren-WM stellt auch die Generalprobe für die fast genau ein Jahr später stattfindende Kletter-WM dar.

„Das neu entstandene Kletterzentrum ist eine optimale Ergänzung für die Sportinfrastruktur unserer Landeshauptstadt und ein Gewinn für die gesamte Tiroler Klettergemeinschaft. Ein Begegnungsort, an dem sicherlich viele Menschen an die Begeisterung für das Klettern herangeführt werden. Das Engagement und die finanzielle Beteiligung seitens des Landes sind daher wichtig und richtig. Ich freue mich, dass das Kletterzentrum heute eröffnet wird – auch in Hinblick auf die kommende Kletter-Weltmeisterschaft 2018 in Innsbruck“, betonte Tirols Landeshauptmann Günther Platter anlässlich der Eröffnung.

„Die Innsbruckerinnen und Innsbrucker können sich auf dieses neue Kletterzentrum freuen. Die Kletterhalle Innsbruck hier am ‚Sillside‘, entspricht dem alpin-urbanen Charakter der Tiroler Landeshauptstadt und bietet dem Breiten- und Spitzensport ideale Rahmenbedingungen“, versicherte Bürgermeisterin Mag.a Christine OppitzPlörer.

Auch Sportreferent Vizebürgermeister Christoph Kaufmann zeigte sich von der Umsetzung und der Qualität der Sportstätte beeindruckt: „Der internationale Ruf Innsbrucks als Sportstadt wird durch die qualitätsvolle Aufwertung der Sportinfrastruktur unterstrichen. So können wir sowohl mit der Junioren-WM als auch mit der Kletter-WM 2018 weitere sportliche Großveranstaltungen durchführen und bis zu 4.000 Personen Platz bieten.“




„Hier am ‚Sillside Innsbruck‘ hat die IIG ihre Qualifikation im Sportstättenbau gezeigt. Durch die zügige Projekt- und Bauabwicklung können die Klettervorbewerbe rechtzeitig heuer im Frühsommer als Voraussetzung für die Kletter-WM 2018 durchgeführt werden“, erklärte der Geschäftsführer der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG), Dr. Franz Danler.

„Seitens des Österreichischen Instituts für Schul- und Sportstättenbau möchte ich allen Projektbeteiligten gratulieren. Besonders die gute Zusammenarbeit von Verantwortlichen, Planern und Ausführenden und das große Engagement ist hervorzuheben und beispielhaft. Mit dem architektonisch und sportfunktionell gut gelungenen Objekt erhält Innsbruck ein weiteres Highlight in der Sportstätteninfrastruktur für den Breiten- und Spitzensport“, meint Florian Szeywerth vom Referat Sportstättenbau des Österreichischen Instituts für Schul- und Sportstättenbau (ÖISS).

Das Projekt im Detail Am Areal „Sillside Innsbruck“ ist unter anderem auch das neue Kletterzentrum zu finden. Mit den Bauarbeiten für die Sportstätte hat die IIG Ende 2015 begonnen. Im Oktober 2016 fand die Firstfeier statt. Das Gebäude ist als räumlich offenes Baukörperensemble mit einem arenaartigen Außenraum und offenem Veranstaltungsort zwischen den einzelnen Bauteilen konzipiert. Zwei eigenständige Hallen zum Seilklettern und Bouldern für den Breitensport und ein Bundesleistungszentrum (BLZ) für den Spitzensport sind am Standort vereint.
Die barrierefreie Gesamtanlage mit rund 35.000 Griffen sowie ca. 600 Routen ist von innen und außen erlebbar und schafft eine lebendige Beziehung Richtung Sillufer. Zentraler Bestandteil ist die neue Seilkletterhalle. In dieser sind die wesentlichen Funktionen des Zentrums und eine große wettkampftaugliche Indoor-Kletterwand untergebracht. An der Südseite sind der zentrale Café- und Empfangsbereich angeordnet, darüber galerieartig die Kletterbereiche für Schulungen und AnfängerInnen. Der Hauptzugang erfolgt über das Sillufer und führt von dort entlang der freistehenden Kletteranlage mit großer Wettkampfwand zum Haupteingang des Neubaus.

In der bestehenden Halle sind auf zwei Ebenen alle Indooranlagen zum Bouldern untergebracht. An der westseitigen Stirnwand sind die Outdoor-Boulderanlagen angeordnet. An den turmartigen freistehenden Kletteranlagen befinden sich die Outdoor-Seilkletterflächen mit der großen überhängenden Wettkampfwand.

„Sillside“ versammelt Trendsportarten „Sillside“ ist mehr als Klettern. Sillside bildet den Rahmen für die Verortung von Kletterzentrum sowie der Skate- und Leichtathletikhalle. Das neue, moderne und zeitlose Beschriftungskonzept im Rahmen der Marke Innsbruck wurde zeitgleich mit der Eröffnung des Kletterzentrums präsentiert. Die Namensgebung erfolgte aufgrund



der zahlreichen und internationalen Großveranstaltungen, die am Areal zwischen Viaduktbögen und Sill stattfinden. Wichtig war außerdem, dass die Beschriftung geprägt ist von einem neutralen und gleichzeitig internationalen Erscheinungsbild. Zur besseren Orientierung wurde „Sillside“ in die Bereiche  Climb für das Kletterzentrum Innsbruck und die Boulderhalle,  Skate für die Skatehalle  Athletics für die Leichtathletikhalle  Offices für den Bürotrakt unterteilt.


Quelle: Landeshauptstadt Innsbruck



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