Kärnten - Kinderschutz: Netzwerk wird noch engmaschiger

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Foto: Angst Kind / Symbolbild
13 Okt 08:43 2017 von Gerhard Repp Print This Article

LHStv.in Prettner: 3.220 junge Kärntner sind in Kinder- und Jugendhilfebetreuung - Kinderschutzfachtagung am 12. Oktober rückt Kooperation von öffentlichen Institutionen in den Blickpunkt

Kinder zu schützen, ist das wichtigste Ziel der Kärntner Kinder- und Jugendhilfe. Fragen, die im Zentrum der heurigen Kinderschutzfachtagung (12. Oktober, ab 8.30 Uhr, Congress Center Villach) stehen, sind: Was macht Kinderschutz aus? Wie können die verschiedenen öffentlichen Systeme noch effizienter zusammenarbeiten? Welche Perspektiven und Weiterentwicklungen kann es geben? Wie sieht wirksamer Kinderschutz aus? "Kinderschutz ist eine komplexe Angelegenheit, bei der viele Faktoren und Interessen mitspielen, die aber letztendlich nur ein Ziel kennt: das Interesse des Kindes zu wahren", skizziert Sozialreferentin LHStv.in Beate Prettner heute, Dienstag, die Herausforderungen. Ein Aspekt der Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe ist ihr jedoch besonders wichtig: "Die Chance, das Leben von Kindern und im Idealfall ihrer Familien nachhaltig zu verbessern."

Allerdings seien Anspruch und Wirklichkeit nicht immer einfach zu vereinbaren. "Was im Grunde leicht klingt, ist in Wahrheit ein aufwendiger Prozess, bei dem viele Bereiche, wie Schule, Gesundheitssystem, Eltern oder Exekutive mit der Kinder- und Jugendhilfe an der Erstellung individueller Unterstützungsleistungen zusammenarbeiten", erklärt die Leiterin der Kinder- und Jugendhilfe in Kärnten, Christine Gaschler-Andreasch. Ihr sei klar, dass generell die zunehmende Komplexität des Alltags zu einfachen Lösungen verleite, jedoch ist dies nicht immer die beste Wahl. "Ein kreatives Herangehen an die Problemstellungen kann manchmal in der Praxis gut funktionieren", meint Gaschler-Andreasch, die erläutert, dass beim Kinderschutz kein Fall dem anderen gleicht und deswegen immer neue Lösungen gefunden werden müssen.

Eine gute Möglichkeit, neue Sichtweisen kennenzulernen, ist dabei die jährliche Kinderschutzfachtagung, die sich heuer dem Kernthema Kinderschutz widmet. "Die stetig hohe Nachfrage zeigt uns, dass diese Tagung ein wichtiges Angebot für die Mitarbeiter der Kärntner Kinder- und Jugendhilfe darstellt", freut sich Prettner über die hohe Anmeldezahl von rund 600 Personen. Primär richtet sich die Tagung an ein Fachpublikum, konkret die Mitarbeiter der Kärntner Kinder- und Jugendhilfe sowie Vertreter des Gesundheits- und Bildungssystems, der Exekutive und dem Justizbereich. Kooperationspartner der Kärntner Kinder- und Jugendhilfe sind heuer die Kärntner Landespolizeidirektion und die Kinder- und Jugendanwaltschaft.


Quelle: Land Kärnten



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