International Fistball Association verlegt Hauptsitz nach Oberösterreich

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v.l.: Christoph Oberlehner (Direktor Internationaler Faustball-Verband IFA), Wirtschafts- und Sport-Landesrat Dr. Michael Strugl, Karl Weiß (Präsident Internationaler Faustball-Verband IFA) und Jörn Verleger (Generalsekretär Internationaler Faustball-Verband IFA).
Foto: fodo.at
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v.l: Wirtschafts- und Sport-Landesrat Dr. Michael Strugl, Karl Weiß (Präsident Internationaler Faustball-Verband IFA)
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Christoph Oberlehner (Direktor Internationaler Faustball-Verband IFA)
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Jörn Verleger (Generalsekretär Internationaler Faustball-Verband IFA).
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14 Feb 16:32 2017 von Oswald Schwarzl Print This Article

Seit Jahreswechsel hat die International Fistball Association (IFA) als erster Sport-Weltverband seinen Hauptsitz in Österreich

LINZ. Die IFA verlegte mit 1. Jänner ihren Hauptsitz nach Linz. Zahlreiche Aktivitäten wurden im abgelaufenen Jahr im Hinblick auf eine mögliche IOC-Anerkennung gestartet. Im Februar 2017 fand die erste Ozeanien-Meisterschaft zwischen Australien und Neuseeland statt, 2017 startet mit der IFA Fistball World Tour eine neue Turnierserie mit Anreizen für Clubmannschaften. Mit der Bestellung von Christoph Oberlehner zum Administrative Director beschäftigt der Faustball-Weltverband ab sofort auch seinen ersten hauptamtlichen Vollzeit-Mitarbeiter.

Die International Fistball Association startete vor zwei Jahren einen Prozess der Weiterentwicklung und Verbreitung des Faustballsports. Mittlerweile verfügt der Weltverband über 55 Mitgliedsnationen. Zur Weiterentwicklung trägt auch ganz wesentlich der IOC Recognition Process bei. Die IFA reichte 2016 einen Antrag auf Anerkennung der Sportart durch das Internationale Olympische Komittee ein und erhielt vom IOC ein äußerst positives Feedback. “Eine Anerkennung des Faustballsports durch das IOC ist Gleichbedeutetend mit dem Vorzimmer der Olympischen Spiele. Innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre sollte die Anerkennung Realität sein”, freut sich IFA-Präsident Karl Weiß. “Die gesamte Faustballfamilie muss aber weiter an einem Strang ziehen und es wartet noch viel

Arbeit auf uns”, so Weiß weiter.
Faustball-Weltverband zieht nach Linz
Mit der weiteren Professionalisierung einher geht auch der Umzug in die neue IFA-Geschäftsstelle in Linz. In der oberösterreichischen Landeshauptstadt teilt sich der Weltverband Büroräumlichkeiten mit dem Oberösterreichischen Faustballverband und dem Leistungszentrum des Österreichischen Faustball-Bundes. “In Linz finden wir beste Voraussetzungen und ein ideales Umfeld für unsere neue Zentrale. Österreich liegt nicht nur im Herzen Europas, sondern liegt auch für uns als Weltverband geografisch ideal. Durch die Nähe zum österreichsichen und oberösterreichischen Verband werden wir auch gegenseitig von Synergien profitieren können”, erklärt Karl Weiß die Vorzüge der Büroräumlichkeiten im ASKÖ Bewegungscenter Linz.


„Österreich zählt neben Deutschland, Brasilien, der Schweiz und Argentinien zu den besten fünf Faustballnationen weltweit, wobei Oberösterreich sowohl auf sportlicher als auch auf Funktionärsebene das dominierende Bundesland ist. Mit intensiver Nachwuchsarbeit, besonders auch im Schulsport, professionellen Strukturen und überdurchschnittlich hohem Engagement schaffen es die Verantwortlichen im Faustballverband und in den Vereinen, die Begeisterung für diese faszinierende Mannschaftssportart zu wecken und immer wieder Top-Spielerinnen und Top-Spieler zu formen. Die Medaillen-Bilanz der Nationalteams, die zum Großteil aus Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern bestehen, ist wirklich sehr beeindruckend.

Das Sportland OÖ ist stolz auf Karl Weiß, der seit 2011 als IFA-Weltpräsident hervorragende Arbeit leistet und es geschafft hat, den Sitz der IFA auch nach OÖ zu bringen. Das ist eine verdiente Anerkennung für ihn als Person und bedeutet eine enorme Aufwertung für den Faustballsport, der das Ziel hat, eines Tages olympisch zu werden“, sagt Wirtschafts- und Sport-Landesrat Dr. Michael Strugl.
Weiterentwicklung des Faustballs auf Nationalteam- und Vereinsebene
In zahlreichen Mitgliedsnationen herrscht Aufbruchsstimmung aufgrund der ambitionierten Ziele und Visionen der IFA. Im Iran wurde ein neuer Verband gegründet, wo nach mehreren Faustball-Workshops mittlerweile in 23 von 31 Provinzen aktiv Faustball gespielt wird. In Australien fand Anfang Februar die erste Ozeanien-Meisterschaft zwischen Austrialien und Neuseeland statt”, freut sich IFA-Generalsekretär Jörn Verleger über die weltweite Entwicklung von Faustball. Nicht nur auf Nationalteamebene wollen sich die IFA und die Mitgliedsnationen weiterentwickeln, sondern auch auf Vereinsebene werden neue Akzente gesetzt. So wird 2017 die IFA Fistball World Tour ins Leben gerufen. “Die World Tour ist eine weltweite Serie von Faustball-Turnieren in unterschiedlichen Kategorien über die sich Vereine eine Wildcard für die World Tour Finals – dem früheren Weltcup – sichern können. Neben diesen Wildcard-Startern sind die Sieger der kontinentalen Meisterschaften fix qualifiziert und spielen um den Faustball Weltcup”, sagt der Vorsitzende der Sportkommission und Initiator der neuen World Tour, Winfried Kronsteiner.

IFA beschäftigt erstmals hauptamtlichen Vollzeitmitarbeiter
Ein weiterer Meilenstein ist dem Faustball-Weltverband mit Jahreswechsel gelungen. Dank der finanziellen Unterstützung des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport und vor allem dank Sportminister Mag. Hans-Peter Doskozil konnte mit Anfang Jänner der erste hauptamtliche Vollzeit-Mitarbeiter der IFA beschäftigt werden. Mit Christoph Oberlehner ist ein langjähriger Faustballspieler der UFG Grieskirchen/Pötting als Administrative Director neu mit im Team der IFA. “Ich freue mich sehr, Teil eines dynamischen und ambitionierten Teams zu sein. Mich reizen die spannenden Entwicklungsmöglichkeiten unserer Sportart sehr. Ich will meinen Beitrag zur Erreichung der Ziele und der Vision leisten und unseren Faustballsport weiterentwickeln”, sagt Oberlehner. “Die Schaffung einer Vollzeitstelle war für uns ein zentrales Anliegen, ich freue mich sehr, dass ein erstes großes Ziel erreicht werden konnte und wir Christoph Oberlehner in unserem Team begrüßen dürfen”, meint Präsident Karl Weiß.
Oberlehner verfügt über langjährige Berufserfahrung im Sportbusiness, er war unter anderem Marketing- & Sponsoringleiter bei Fußball-Bundesligist SV Ried und bis zuletzt bei einem Münchener Fußball-Beratungsunternehmen in leitender Funktion tätig. Zudem sammelte er Erfahrung in mehreren Projekte mit der FIFA oder dem Deutschen Bob- und Schlittenverband und war Teil des Organisationsteams der Faustball Euro2016 in Grieskirchen.


Quelle: O. Schwarzl



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Oswald Schwarzl

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