Insolvenzen 2017: so niedrig wie seit 20 Jahren nicht

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Jetzt anmelden: Insolvenzen via WhatsApp erhalten!
Foto: KSV1870
09 Jän 05:00 2018 von OTS Print This Article

KSV1870 öffnet Datenbank und informiert via WhatsApp täglich über die aktuellen Insolvenzfälle.

Wien (OTS) - Bedingt durch die Gesetzesnovelle ist die Zahl der Privatinsolvenzen 2017 um 13,6 Prozent auf 6.921 Fälle zurückgegangen. Besonders ausgeprägt ist das Minus in den Bundesländern Wien, Oberösterreich und in der Steiermark. Ebenfalls rückläufig sind die Firmeninsolvenzen: Mit minus 2,8 Prozent (5.079 Fälle) befinden sie sich auf dem niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Eine weitere Besonderheit: Vier der fünf größten Firmenzusammenbrüche hatte Oberösterreich zu verkraften. Es handelt sich um die Imperial-, die Wozabal- und die Reifen Bruckmüller-Gruppe sowie die FS Agrartechnik GmbH (vormals BISO Schrattenecker).

Die rückläufigen Zahlen sorgen auch für ein Minus von 15,1 Prozent bei den betroffenen Dienstnehmern. Obwohl Österreich 2017 weniger Insolvenzen als im Jahr davor zu verkraften hatte, ist der Schaden erheblich: Die insolventen Unternehmen haben einen Schuldenberg von rd. 1,9 Mrd. Euro angehäuft. 75.100 Gläubiger müssen diese Verluste vorerst schultern. Für sie sowie alle Interessierten hat der KSV1870 nun einen Insolvenzticker als WhatsApp-Service gelauncht.

Neu: Insolvenzen via WhatsApp. „Zwei Mal täglich spielen wir nun die aktuellen Unternehmensinsolvenzen über den Ticker aus. Die Informationen sind nach Anmeldung erhältlich, topaktuell und kostenfrei verfügbar“, so KSV1870 Geschäftsführer Mag. Ricardo-José Vybiral, MBA. “Tritt eine Insolvenz ein, so kann mit einer raschen Reaktion in vielen Fällen der Schaden begrenzt werden, etwa indem Lieferungen eingestellt werden. Zeit ist dabei Trumpf. Mit unserem neuen Service verschaffen wir Unternehmen einen Informationsvorteil, damit sie rechtzeitig die Notbremse ziehen und ihre Forderungen rasch anmelden können.“

Privatinsolvenzen werden zulegen. Im Vorjahr wurden um 13,6 Prozent weniger Schuldenregulierungsverfahren eröffnet (6.921 Fälle), wobei die durchschnittliche Einzelverschuldung spürbar gestiegen ist. „Die im November in Kraft getretene Gesetzesnovelle sieht Erleichterungen, aber auch neue Pflichten für Schuldner vor. Die neuen Regelungen und die Diskussion im Vorfeld haben dazu geführt, dass Schuldner mit der Konkursanmeldung gewartet haben. Wie von uns prognostiziert, hat sich dieser Rückstau nach Inkrafttreten jedoch nicht schwunghaft aufgelöst. Ich gehe davon aus, dass er in den nächsten Monaten stetig abgetragen werden wird“, so Dr. Hans-Georg Kantner, Leiter Insolvenz beim KSV1870. Eine detaillierte Analyse sowie Bundesländer-Zahlen sind auf www.ksv.at verfügbar.


Quelle: OTS



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