IBK-Förderpreise für Vorarlberger Malerinnen

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IBK-Förderpreise für Vorarlberger Malerinnen::Katherina Olschbaur
Foto: VLK/Zulu Aljabri, Art Direction Nelly Zagury
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IBK-Förderpreise für Vorarlberger Malerinnen::Green-Legs: Die jüngsten Gemälde von Katherina Olschbaur spiegeln die Erfahrungen wider, die die Künstlerin in Los Angeles gemacht hat.
Foto: VLK/Nicodim Gallery, Los Angeles
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IBK-Förderpreise für Vorarlberger Malerinnen::Melanie Ebenhoch
Foto: VLK/Philippe Gerlach
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IBK-Förderpreise für Vorarlberger Malerinnen::Highrise: Fassaden und architektonische Elemente sind wiederkehrende Motive in der Malerei von Melanie Ebenhoch
Foto: VLK/Melanie Ebenhoch
09 Nov 18:23 2018 von Redaktion Salzburg Print This Article

LR Bernhard gratuliert Katherina Olschbaur und Melanie Ebenhoch zur Auszeichnung

Schaffhausen (VLK) – Die Internationale Bodenseekonferenz (IBK) hat ihre Förderpreise 2018 in der Sparte Malerei vergeben. Zwei der sieben Auszeichnungen gingen nach Vorarlberg an Katherina Olschbaur und Melanie Ebenhoch. Bei der Verleihung am Mittwoch, 7. November, in Schaffhausen erhielten die Künstlerinnen ihre mit jeweils 10.000 Schweizer Franken dotierten Preise. Kulturlandesrat Christian Bernhard gratuliert herzlich zu dieser Auszeichnung.

"Es freut mich besonders, dass sich zwei Künstlerinnen aus unserem Land im Leistungsfeld zeitgenössischer Malerei rund um den Bodensee bestätigt haben", so Bernhard. "Das bisherige Schaffen der beiden Malerinnen ist vielversprechend und so dürfen wir auch auf ihre weitere künstlerische Entwicklung gespannt sein."

Experiment und Konsequenz

Die jüngste Malerei von Katherina Olschbaur (35) ist geprägt durch ihren Umzug von Wien nach Los Angeles. Mit der Serie "Horses" feierte sie kürzlich in der Nicodim Gallery in Los Angeles ihre äußerst erfolgreiche Premiere in den USA.

Die Künstlerin, die an der Universität für angewandte Kunst in Wien studierte, experimentiert in ihren Gemälden mit Form, Raum und Farbe. Zuletzt tauchten wieder figürlich-narrative Elemente in ihrer Malerei auf. Die Jury attestiert in der Rückschau auf die wichtigsten Werkreihen der letzten zehn Jahre "Experiment und Konsequenz": "Die Konsequenz von Olschbaurs Werk in Bezug auf zutiefst malerische Interessen und Fragestellungen, die aber auch Raum lässt, immer wieder Haken zu schlagen und Ausreißer zuzu- und bestehen zu lassen, erschien uns förderungswürdig (…)."

Der Zeit enthoben

Die Bildserien von Melanie Ebenhoch (33) sind, was ihre Sujets anbelangt, fest in der Gegenwart verankert. Dennoch wirkt ihre Malerei der Zeit enthoben und erzeugt eine Atmosphäre vergangener Epochen. Ebenhoch hat in Wien, Utrecht und Amsterdam studiert. Neben figurativen Darstellungen, vor allem von Frauen, setzt sie sich in ihren Werken auch mit Fassaden, Dekors und architektonischen Motiven im Raum, wie Kaminen, auseinander.

"Das selbst-ironische Spiel mit der Bestimmung von Malerei (als Dekoration über dem Kaminsims zu enden), spricht von Ebenhochs nüchterner Auseinandersetzung mit Geschichte und Kontext ihres Mediums", begründet die Jury.

BIOGRAPHIEN

Katherina Olschbaur

• geboren 1983 in Bregenz

• Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien

• Wimbledon School of Art, London, 2005

• Stipendien und Aufenthalte u.a. in Tel Aviv und Jerusalem, Lviv (Ukraine), Paliano (Italien), Peking

• Auszeichnungen: Nominierung Georg-Eisler-Preis, Theodor-Körner-Preis, Fördergabe Land Vorarlberg, Featured Artist der Art Bodensee 2016

• Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen u.a. in Österreich, Deutschland, Griechenland, der Türkei und den USA

• lebt und arbeitet in Los Angeles und Wien

Melanie Ebenhoch

• geboren 1985 in Feldkirch

• Studium an der Universität für angewandte Kunst in Wien

• Bachelor of Fine Arts an der Hogeschool voor de Kunsten, Utrecht, 2012

• Master of Fine Arts am Sandberg Institut, Amsterdam, 2014

• Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Österreich, Deutschland, den Niederlanden und den USA

• lebt und arbeitet in Wien

IBK-FÖRDERPREISE

Die IBK-Förderpreise werden seit 1991 jährlich in wechselnden Sparten vergeben. Maximal sieben Preisträger werden mit jeweils 10.000 Schweizer Franken ausgezeichnet. Die Mitglieder der IBK (Baden-Württemberg, Bayern, Liechtenstein, Vorarlberg, St. Gallen, Thurgau, Schaffhausen, Zürich sowie Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden gemeinsam) können jeweils zwei Künstlerinnen bzw. Künstler nominieren. Die Nominierten müssen in ihrer Sparte bereits auf ihr künstlerisches Schaffen aufmerksam gemacht haben, einen biografischen Bezug zur Bodenseeregion aufweisen und dürfen nicht älter als 40 Jahre sein. Für die Vergabe verantwortlich ist die Kommission Kultur der IBK, eine internationale Jury wählt die Preisträgerinnen und Preisträger aus.

Die diesjährige Jurierung wurde vom Kanton Schaffhausen, der 2018 den IBK-Vorsitz innehat, durchgeführt. Vorarlberger Jurymitglied in diesem Jahr war Claudia Voit, Galerieleiterin und Kuratorin der Galerie Hollenstein in Lustenau. Insgesamt 27 Kunstschaffende waren nominiert, die Jury hat das Maximum von sieben Preisen vergeben.


Quelle: Land Vorarlberg



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